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SÜDAFRIKA: Arbeit mit Kindern (CSP)

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Geschrieben von: Katharina, Südafrika 2004/05   
Während meines freiwilligen Einsatzes in Südafrika lebte ich in einem Vorort von Johannesburg, wo hauptsächlich reichere weiße Familien leben. Trotzdem sah man viele Schwarze auf der Straße, die meistens von den Weissen als Haushaltshilfe oder Gärtner eingesetzt wurden. Meine Gastmutter war gleichzeitig die Managerin von ,Oasis Haven of Love`, der Organisation in der ich beschäftigt war. Außsserdem hatten meine Gasteltern zwei kleinere Kinder.

Die Arbeit in dem Waisenhaus für verlassene und HIV infizierte Babies und Kinder hat mir meistens sehr viel Spaß gemacht. Das Heim ist relativ klein, wir hatten nur 14 Babies und Kleinkinder. Meine Aufgaben waren nicht streng festgelegt. Ich habe immer das gemacht, was gerade getan werden musste. Meistens hab ich die Babies gepflegt und gefüttert oder habe mich mit den grösseren Kindern beschäftigt. Eine andere Aufgabe von mir war es, in der kleinen hauseigenen Vorschule zu assistieren beziehungsweise auch selbständig zu unterrichten, wenn die Lehrerin verhindert oder krank war.

Am Ende hatte ich die Kinder natürlich schon richtig lieb gewonnen. Die Zeit in dem Waisenhaus war nicht immer leicht. Es ist vor allem schwer mitanzusehen, wenn eines der Kleinen richtig krank wird und für längere Zeit ins Krankenhaus muss. Aber ich hatte das Gefühl wirklich gebraucht zu werden und nützlich zu sein.
In meiner Freizeit war ich sehr in der Kirche engagiert. Obwohl ich in Deutschland nicht sehr oft in die Kirche gehe, hat es mir in Südafrika sehr geholfen. Jeden Sonntag abend bin ich in den Jugendgottesdienst gegangen und zusätzlich einmal in der Woche zum Tanzen und zu einem Treffen mit einer sogenannten Cell Group. Oftmals habe ich mich zwar etwas fehl am Platze gefühlt, aber nachdem ich mich dann an díe Begeisterung gewöhnt hatte, mit der die meisten Menschen ín Südafrika ihren Glauben praktizieren, hat es mir dann sehr gefallen und vorallem hab ich dadurch viele Freunde gefunden.
Auch mit vielen freiwilligen Helfern, die in Oasis öfters aushalfen, hab ich mich angefreundet. Es ist schon ein tolles Gefühl sich so zu integrieren.

Was mir zu Beginn meines Aufenthaltes etwas fehlte, war der Kontakt zu den schwarzen Leuten, da meine Familie weiß war und auch die meisten Leute in Oasis. Also hab ich unser Hausmädchen gefragt, ob ich denn mal eine Woche bei ihr und ihrer Familie im Township verbringen könnte. Das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis. Ich hauste in einer richtigen Wellblechhütte und teilte mir mit der Tochter ein Bett. Diese Familie hab ich wirklich richtig liebgewonnen und obwohl sie gar nichts haben, haben sie mir alles gegeben, damit ich mich als ihr Gast wohlfühle. Die Armut die man dort vorfindet ist unvorstellbar. Und auf der anderen Seite gibt es dann diesen unwahrscheinlichen Reichtum. Auf diese Weise hatte ich also das grosse Glück, sowohl die schwarze als auch die weiße Seite mitzuerleben. Leider muss man immer noch von zwei Seiten reden...

Die Zeit in Südafrika war auf alle Fälle eine der schönsten meines Lebens. Und trotz einiger Schwierigkeiten bereue ich nichts!

Katharina Grams, Südafrika, 2004/05
Kommentare (4)
  • Nicola  - Sicherheit?
    Hallo Katharina,
    wollte mal fragen, wie es denn mit der Sicherheit in Südafrika aussieht?
    Ich würde sehr gerne ein CSP dort machen, habe aber etwas Sorgen wegen der hohen Kriminalitätsrate und der Sicherheit...
    Ist es wirklich so gefährlich dort, besonders für eine Frau, sodass du eher davon abraten würdest?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
  • Rebecca
    Hallo Katharina,
    nach meinem Abitur 2012 möchte ich auch gerne ein freiwilliges soziales Jahr in Südafrika machen. Ich bin aber noch ziemlich unsicher, ob das wirklich etwas für mich ist. Vielleicht kannst Du mir da helfen. Deshalb würde ich mich über eine Antwort sehr freuen.
    Rebecca
  • Johanna
    Hallo,
    ich hätte die gleiche Frage, wie das mit der Sicherheit aussieht. Das sind auch meine größten Bedenken?!
    Danke und liebe Grüße, Johanna
  • Hanna  - Fragen zu deinem Aufenthalt
    Hallo Katharina,

    auch ich habe die Frage zur Sicherheit und wie es ist, als Frau darunter zu fliegen?
    Wäre schön wenn du dich meldest, dann könnte ich dir noch weitere Fragen stellen.

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Hanna
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