Gastfamilie für den Schüleraustausch werden

Haresh aus CHILE: "Ich wusste es würde schwer, denn ich hatte kein Deutsch gelernt bevor ich nach Deutschland kam.“

Mein Name ist Haresh Kishnani, ich bin aus Chile und ich bin 18 Jahre alt. Mein erster Eindruck von Deutschland war eigentlich sehr gut. Ich war überrascht von der Größe des Frankfurter Flughafen und wie gut das Wetter im September war. Ich dachte, es wäre kälter und würde mehr regnen. Was mir auffiel, war der Punkt, dass die Straßenbahnen sehr pünktlich sind und dass es an jeder Ecke eine Uhr gibt.

Gastfamilie
Meine Gastfamilie war das erste was ich sah, als sie die Türen der Flughafen öffnete. Ich sah eine schöne Familie mit einem grünen Plakat, mit meinem Namen und andere Dinge, die ich nicht verstand. Ich war ein wenig nervös, weil ich nicht viel von ihnen wusste, aber ich war beruhigt, denn ich hörte bei meiner Gastschwester einen argentinischen Akzent.
Die ersten Wochen waren sehr gut, Laura (Gastschwester) und Claudia (meine Gastmutter) erklärte mir ein bisschen so wie die Dinge zu Hause und in der Stadt, mit welcher Straßenbahn ich fahren muss und alles, was ich wissen muss.(Alles auf Spanisch, weil ich damals nicht deutsch sprechen konnte). Nach dem ersten Monat haben wir vereinbart, ich würde nicht mehr spanisch reden mit meiner Gastschwester, ich wusste, es würde schwer, denn ich hatte kein Deutsch gelernt, bevor ich nach Deutschland kam, aber ich konnte es lernen.
In den ersten Monaten reiste ich mit meiner Gastfamilie nach Berlin eine große Stadt und sehr schön, mit viel Geschichte und interessante Orte. Wir schauten wir uns fast alle Orte der Geschichte in Berlin in zwei Tagen an.Dann fuhren wir nach Dresden, eine weitere große Stadt, aber nicht größer als Berlin, wo ich ein wenig Geschichte über Deutschland lernte. Dann sind wir zu der Familie meiner Gastmutter, dem Großvater, Opa Italo gefahren. Eine lustiger Mann, der immer etwas zu sagen hat.

Ohne Deutschkenntnisse ist alles schwierig
Die ersten Tage in der Klasse waren nicht sehr nett, denn ich konnte nicht Deutsch sprechen. ich konnte nur ein bisschen mit meiner Gastschwester sprechen. Nach meinem ersten Monat in der Schule konnte ich mich ein wenig mit den Menschen aus meinem Kurs unterhalten. So, jetzt läuft in der Schule alles gut. Ich fand Freunde und ich fühle mich nicht mehr so einsam in der Schule. Ich mag meine Schule, weil fast jeder spricht zwei Sprachen, die es ermöglicht eine einfache Kommunikation und auch meine beiden anderen Austauschstudenten sind an meiner Schule. Ich finde es schwer an der Schule, wenn mir ein Lehrer keine Chance gibt mitzumachen, ich will ein Teil des Kurses sein. Gast bei Freunden zu sein war keine leichte Aufgabe, nach einem Monat in der Schule habe ich Freunde gefunden. Jetzt habe ich einige Freunde aus der Schule und einige aus meinem Deutschkurs. Die meisten meiner Freunde sind Kinder von Ausländern oder ausländisch. Ich gehe mit ihnen ins Kino oder wir treffen uns am Wochenende, und gehen in einen Club oder zusammen in eine Bar. Ich traf auch andere Austauschstudenten und wir hatten eine gute Zeit.
Ich habe nicht viel freie Zeit, nach der Schule habe ich vier Mal pro Woche einen Deutschkurs, drei Stunden am Stück, so habe ich nur freie Zeit am Wochenende, um mich mit meinen Freunden zu treffen oder manchmal gehe ich ins Schwimmbad für ein paar Stunden in der Woche. Auch mit wenig freier Zeit fühle ich mich manchmal sehr allein.
AFS auf Aktivitäten, die ich liebe, aber sehr wenige. Ich möchte mehr Dinge mit den anderen Ausschüssen auch tun.
Einige Dinge die ich in Deutschland mag ist, wie gut sie das Recycling und Ökologie entwickelt haben. Das andere ist, der Staat unterstützt arme Menschen in Deutschland. Anders ist auch, dass alle Bäckereien mehr als 5 Arten Brot haben und in Berlin gibt es zwei Arten von Ampeln.

Geschrieben von: Haresh aus Chile, 2010/2011