Gastfamilie für den Schüleraustausch werden

Ava aus den USA: Die Deutschen lieben Apotheken und Hunde

Nach sechs Monaten in Deutschland ist es schwer, alle Unterschiede zwischen Deutschland und den USA aufzulisten, die ich erlebt habe. Zu Beginn waren manche Sachen komisch oder überraschend, aber jetzt sie sind ein normaler Teil  meines Tagesablaufs.

Zum Beispiel der Verkehrsbetrieb: In den USA würde ich nie den Bus nehmen, aber hier benutzte ich den Bus oder die Bahn fast jeden Tag. Ich denke es ist sehr gut für die Umwelt und es ist wirtschaftlich. Auch ist praktisch, dass Busse und Bahnen so regelmäßig fahren. Manchmal  ist  es nervig, wenn ich meine Bahn verpasse und ich mich verspäte oder wenn es zu kompliziert ist, dass ich irgendwo hinfahre.

Auch die Schule ist anders als zu Hause. In Amerika haben wir jeden Tag den gleichen  Stundenplan, keine Doppelstunden, kein längeren Schultage und jeden Tag die gleichen Fächer. Auch haben wir eine längere Mittagspause statt der vielen kurzen Pausen.  In den Kursen in den USA, ist es interaktiver, in Deutschland sitzen, hören wir und machen uns Notizen, Wir haben interessantere Kurse wie Fotografie, Astronomie, und „Speech and Debate“. Ich mag die Schule in Amerika lieber aufgrund dessen. In Amerika hatten wir auch immer schon nur 12 Schuljahre, das ist ja jetzt in Deutschland auch so.

Ich bin sehr davon begeistert, wir gut manche Dinge in Deutschland funktionieren. Zum Beispiel gibt es die Leute von der Straßenreinigung,  die ständig unterwegs sind. Dadurch bleibt alles sauber.  Ich mag auch das Recyceln, das für alle selbstverständlich ist. Dinge wie die Einkaufswagen, die man für einen Euro nutzen kann, dass es weniger Plastiktüten gibt und alle beim Flaschenpfand mitmachen, finde ich sehr wichtig und gut. In den USA habe ich mich schon immer für Umweltschutz interessiert und ich finde, dass wir von Deutschland lernen können.  Ich finde es richtig gut, dass die Plastiktüten Geld kosten und die Leute dadurch ermutigt werden, dass man seine Tüten von zuhause mitbringt. Auch finde ich gut, dass man die Einkaufswagen zurückgebracht werden, weil diese in Amerika immer auf den Parkplätzen herumstehen und die Autos zerkratzen.

Was ich lustig bei den Deutschen finde, ist ihre Liebe zu Apotheken und Hunden. Wann man krank ist oder sagt, dass man krank ist, kommen sofort fünf Leute und sortieren Medizin. Ich glaube, dass die Deutschen liebevolle Leute sind. Ich glaube, dass das auch der Grund ist, warum fast jede Familie in unserer Nachbarschaft einen Hund oder eine Katze hat. Auch werden die Hunde überall mit hin genommen, in Restaurants, zu Einladungen und sogar in den Zoo, wo ich am Sonntag mit meinem Gastvater und meinem Gastopa war. Kleine Dinge, die ich in Deutschland mag, sind die Fenster und die Preise. Die Fenster können in zwei Richtungen öffnen, nach drinnen und draußen. Auch finde ich Rollladen gut, die hatte ich in den USA noch nie gesehen. Bei den Preisen finde ich gut, dass sie als Bruttopreise ausgezeichnet sind, d.h. ich muss nicht immer rechnen, was der Preis mit Mehrwertsteuer usw. Ich bin nicht so toll in Mathematik und immer glücklich, wenn ich mir das ersparen kann.

Es gibt ein paar Gewohnheiten, die ich vielleicht mitnehmen werde,  vielleicht wie man eine „eins“ mit Häkchen schreibt oder die Schreibweise des Datums. Auch finde ich es gut, wie die Deutschen Messer und Gabel benutzen und die Hände auf dem Tisch haben. Vielleicht habe ich aber das eine oder andere bald wieder vergessen.

Es ist unglaublich, wie anders eine Örtlichkeit sein kann und wie angenehm die Unterschiede sein können.  Mit gefällt meine Zeit in Deutschland, auch wenn ich Amerika immer mal wieder vermisse. Ich freue mich auf meine verbleibende Zeit.