Lernen durch interkulturellen Austausch
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Alle AFS-Programmteilnehmer – egal ob Austauschschüler, Freiwillige oder Gastfamilien – erwerben Fähigkeiten im Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen und gewinnen dadurch ein tieferes Verständnis für die eigene kulturelle Prägung und Identität. Durch die Auseinandersetzung mit anderen Werten, Lebensweisen und Denkstrukturen entwickelt sich bei ihnen interkulturelle Kompetenz.
In AFS-Programmen gibt es zwei unterschiedliche Perspektiven auf die interkulturelle Begegnung: Gastfamilien erleben durch die Aufnahme eines ausländischen Jugendlichen einen Menschen mit seinen kulturellen Besonderheiten. Austauschschüler hingegen werden mit vielen kulturell anders geprägten Menschen und mit einem komplett fremden Umfeld konfrontiert, in dem sie sich zurechtfinden müssen. Beide Perspektiven ermöglichen auf unterschiedliche Weise interkulturelles Lernen.
Wie unterstützt AFS interkulturelles Lernen? Es genügt nicht, Menschen unterschiedlicher Kulturen „nur“ zusammen zu bringen. Interkulturelles Lernen ist ein persönlicher Entwicklungsprozess, der viel Reflexion benötigt, um zu echter Kompetenz zu führen. Denn wenn eine Begegnung mit einer anderen Kultur nicht reflektiert wird, bestätigen sich womöglich nur Vorurteile und Stereotype.
AFS bietet für Lehrkräfte und Pädagogen zahlreiche Fortbildungsangebote sowie Unterrichtsmaterialien rund um das Thema interkulturelles Lernen an.
AFS International veröffentlicht alle drei Monate interessante Beiträge zum Thema in Form eines Newsletters - hier die aktuellen Ausgaben von Intercultural Link: Vol. 2 Issue 2 2011
Vol. 2 Issue 4 2011 |
Studien & Ratgeber Eine 2005 veröffentlichte Studie zeigt, dass Austauschschüler schon nach einem Schuljahr in einer anderen Kultur ein höheres Selbstvertrauen entwickeln und Ängste sowie Unsicherheiten im Umgang mit unbekannten Situationen signifikant abgebaut haben. Schüler, die ein Schuljahr im Ausland verbringen, entwickeln Verständnis und Sensibilität gegenüber anderen Kulturen und finden sich in interkulturellen Situationen wesentlich besser zurecht als Mitschüler, die nicht an einem Austausch teilgenommen haben.
- – Studie zum interkulturellen Lernen in den AFS-Programmen (2005)
- - Diplomarbeit von Johanna Vollhardt, Zusammenfassung
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