"Grenzland" - AFS-Seminar für Gastschüler |
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„Man bekommt ein Gefühl, wie es wirklich war.“ – Midstay „ Am vergangenen Wochenende fand in Helmstedt das Seminar Grenzland statt, an dem 15 Gastschüler/innen aus Norwegen, Italien, Thailand, Hongkong, Japan, Brasilien, Mexiko, Venezuela, Bolivien, Russland und Tschechien teilnahmen. Ziel der dreitägigen AFS-Veranstaltung war es, die jüngste Vergangenheit Deutschlands besser kennen und verstehen zu lernen. Das Thema Deutsch-deutsche Geschichte ist auch 20 Jahre nach dem Mauerfall aktuell und lebendig. Für viele junge Menschen ist die Thematik jedoch wenig vertraut, weil sie erst nach dem Fall der Mauer geboren wurden. In Gesprächen mit Zeitzeugen und Historikern der TU Braunschweig sowie anhand von Filmen und Videos setzten sich die Gastschüler mit der Zeit vor und nach dem Mauerfall auseinander. Dabei half ihnen auch die spielerische Herangehensweise mithilfe von Fotos typischer Situationen und Ereignisse in Ost und West sowie ein Rollenspiel, in dem sich die Gastschüler in die Zeiten des geteilten Deutschlands versetzen mussten. Die teilnehmenden Gastschüler zeigten sich durchweg begeistert und beeindruckt von diesen „Grenzerfahrungen“. Dazu Maisa aus Brasilien: „Es gibt eine Distanz zwischen dem, was man in der Schule lernt und dem, was wir gesehen haben; man bekommt ein Gefühl, wie es wirklich war.“ Tresemi aus Venezuela: „Durch die direkte Anschauung ist es leichter zu verstehen - du kannst dir besser vorstellen, wie die Leute es erlebt haben.“ Das Bildungsseminar Grenzland ist eine von 15 Veranstaltungen, die AFS jährlich für und mit seinen Programmteilnehmern, die ein Schuljahr in Deutschland verbringen, durchführt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Politischen Bildungsstätte Helmstedt e.V. und mit inhaltlicher Unterstützung der TU Braunschweig konzipiert und realisiert. Dieses Jahr wurde das Seminar erstmals von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz gefördert.
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