Brasilianer und Mexikaner zu Gast am AFG
|
Halver, 07.10.2009, Untereinander reden die vier Schüler spanisch, die Begrüßung auf Deutsch fällt ihnen aber ebenso leicht. Vier ausländische Schüler weilen derzeit am Anne-Frank-Gymnasium.
André, Carlos und Victor sind Brasilianer, Jose´ stammt aus Mexiko. Victor ist bereits seit Mai in Deutschland. „Ich war erst in Meinerzhagen auf dem Gymnasium, jetzt wohne ich in Oberbrügge”, verrät er. Doch am Unterricht nimmt er nicht mehr teil, will er ab dem Wintersemester ein Studium beginnz. Andre´, Carlos und Jose´ sind erst seit August bzw. September am AFG. Während Jose´ in die Mittelstufe geht, besuchen die beiden Brasilianer die Oberstufe.
Dass die vier sich in Halver treffen, ist Zufall. Victor und Carlos sind durch den Rotaryclub, Andre´ über die Organisation AFS und Jose´ über private Kontakte nach Halver gekommen. Ihre Nachmittage verbringen sie am AFG, um im Deutsch-Kurs ihre Sprachkenntnisse weiter zu vertiefen. Als Victor im Mai hier eintraf, sprach er kein Wort Deutsch, mittlerweile verständigt er sich ohne Probleme und spielt phasenweise den Übersetzer für die WR.
In ihrer Freizeit treffen sie sich gerne mit Freunden. Carlos spielt zudem Fußball beim TuS Grünenbaum, wenn es die Zeit zulässt. Auch Victor kickt dort ab und zu und spielt als Geiger in einem Orchester in Lüdenscheid. Jose´ geht neben dem Unterricht regelmäßig Joggen. An den Wochenenden stehen auch mal Ausflüge mit den Gastfamilien an, bei denen sie untergekommen sind. So war Victor bereits mehrmals im Ruhrgebiet, besuchte zuletzt ein Spiel von Borussia Dortmund, seinem Lieblingsverein in Deutschland.
In den Herbstferien, die am morgigen Freitag beginnen, geht es für Carlos auf Deutschland-Tour. Neun Städte, darunter Berlin, München und Hamburg, wird er dabei besuchen. Jose´ wird mit seiner Gastfamilie einen Urlaub an der Nordsee in Greetsiel einlegen, während sich Andre´ mit einer brasilianischen Freundin in Bielefeld trifft. Victor guckt sich das kleine Revierderby zwischen dem BVB und dem VfL Bochum an.
Die Stadt Halver empfinden die vier Jungen als klein – gefallen tut es ihnen trotzdem gut. Andre´, der in Dahlerbrück wohnt, mag die Ruhe dort, besucht gerne das Fitnessstudio. Noch einige Monate haben die süd- bzw. mittelamerikanischen Jugendlichen vor sich, ehe es zurück in die Heimat geht – bis dahin werden sie sicher noch viele viele Eindrücke sammeln können. |
|