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Nach dem Abi nach Kolumbien

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SCHOPFHEIM. Für den 19-jährigen Johannes Rissler aus Schopfheim steht fest, wohin es nach dem Abitur geht. Er wird ein freiwilliges soziales Jahr in Kolumbien machen. Schon vor einem Jahr machte er sich auf die Suche nach einer seriösen, geeigneten Jugendaustauschorganisation und wurde mit AFS (American Field Service) fündig. Inzwischen ist auch sicher, dass er Ende August nach Kolumbien fliegen wird. Allein mit der Finanzierung hapert’s noch ein wenig.

Der THG-Schüler ist gern sozial tätig, hat auch schon Kinderferiencamps geleitet. Sein Wunsch war es von jeher, nach dem Abi ins Ausland zu gehen. Nicht als normaler Tourist, sondern sozial engagiert. Klar war für ihn ebenso, dass er gern nach Lateinamerika möchte, denn er hat in der Schule Spanisch gelernt, sich auch mit den politischen und kulturellen Gegebenheiten befasst. Außerdem hat seine ältere Schwester etwas Ähnliches gemacht. Sie war in Chile. Die Erzählungen über den Aufenthalt haben ihn neugierig gemacht. Johannes Rissler wäre gern für Kinder und Jugendliche tätig. Seinen genauen Einsatzort kennt er zwar noch nicht, doch das Land, Kolumbien, steht inzwischen fest.

Die Suche nach der Jugendaustauschorganisation war mühsam. Über die Homepage von "Weltwärts" (der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) wurde er im Internet fündig. Dort stieß er auf die Organisation AFS, die weltweit tätig ist. "Man muss viel für die Bewerbung tun," erzählte Joahannes Rissler. Es galt, einen Motivationsbrief auf Englisch zu verfassen, etliche Formulare auszufüllen und – als Kandidat in der engeren Auswahl – an einem Auswahlseminar in Kassel mit etwa 30 anderen Anwärtern auf einen Auslandsaufenthalt teilzunehmen. Es ging dabei um Teamwork, wie man sich in fremder Umgebung einbringt, um Kommunikation und wie man auf Leute zugehen kann. Ganz zum Schluss hatte Johannes Rissler dann noch ein Einzel-Gespräch, bevor die AFS ihn verbindlich für ein Projekt in Kolumbien vorsah.

Der THG-Schüler hat jetzt lediglich noch ein Problem mit der Finanzierung. "Weltwärts" zahle 75 Prozent des einjährigen Aufenthaltes, Johannes Rissler muss insgesamt 1800 Euro sammeln, die er beizusteuern hat. "Davon habe ich bereits über 500 Euro beisammen," sagt der Schüler. Das Geld geht nicht auf sein Konto, sondern auf ein Spenden-Konto der AFS (ein Verein), der es wiederum für Projekte weltweit einsetzt. Die jungen Leute erhalten im Gegenzug ein Jahr lang Kost und Logis, sind versichert und haben den Flug frei. "Es wäre schön, wenn sich Sponsoren fänden, die mich finanziell unterstützen. Es müssen keine großen Summen sein, auch kleinere Spenden helfen, das nötige Geld aufzubringen," sagt Johannes Rissler. Bis zum 1. März muss er die insgesamt 1800 Euro aufgebracht haben.
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