Von der hohen Alb geht es nach Kenia |
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WINTERLINGEN. Aus politischem Interesse und aus dem Wunsch heraus, den afrikanischen Kontinent kennen zu lernen, wird der 20-jährige Winterlinger Manuel Huonker ein Jahr freiwilligen Entwicklungsdienst in Kenia leisten. Nun sucht er noch Sponsoren.»Ich wollte schon immer nach Afrika«, sagt Manuel Huonker. Er leistet nach dem Abitur am Gymnasium Ebingen Zivildienst bei der Neuen Arbeit in Albstadt. Dazu kommt sein Interesse an Politik und Gesellschaft. Ein Freund, der in Südafrika Waisenkinder betreut, hatte ihn auf das Programm »Weltwärts« der Organisation AFS Interkulturelle Begegnungen aufmerksam gemacht, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt wird. Über das Internet bewarb sich Huonker im September 2009 und kam im Dezember auf die Warteliste. Im Januar erhielt er eine Zusage. Daran schloss sich eine fünftägige Informations- und Auswahlveranstaltung an. Mit Übungen, Spielen und Interviews finden Mitarbeiter der Organisation heraus, ob die Kandidaten geeignet sind für einen einjährigen Auslandseinsatz und auch die vorübergehende Trennung von Familie, Freunden und Heimatgemeinde verkraften. Manuel Huonker hat damit nach eigener Einschätzung wenig Probleme: »Ich bin froh, dass ich rauskomme«, sagt er. Weniger die Eltern als seine Großmutter seien besorgt, und mehrere seiner Freunde legten gleichzeitig ein Auslandsjahr ein. Bei der Auswahlveranstaltung hatte er drei Länder angegeben, in die er gehen wollte: Südafrika, Kenia und Ägypten. Nun wird es Kenia, und er wird voraussichtlich in einem Projekt arbeiten, in dem es um außerschulische Bildung geht. 75 Prozent der Kosten von 9000 Euro trägt das BMZ, und die Entwicklungshelfer, so auch Huonker, müssen Sponsoren gewinnen, um die restlichen 1800 Euro aufzubringen. Das hat auch den Zweck, die Idee der Entwicklungshilfe stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Der Winterlinger will nicht nur Familie, Freunde und Verwandte ansprechen, sondern auch örtliche Firmen. Über seine Erlebnisse wird er dann nach der Rückkehr per Vortrag informieren. Von Lorenz Hertle |
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