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Käfer-Abenteuer und Toleranz

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„US-Day“ schlägt Brücken zwischen Kontinenten / Erfahrungen fürs Leben

Geschichten aus erster Hand gab es gestern in Hülle und Fülle. Ob Abenteuer, Bildung oder blanke Not – Erfahrungen in fremden Ländern haben eine besondere Intensität und erweitern den Horizont. Der „US-Day“ servierte Informationen, Anregungen und Tipps für einen Aufenthalt in den USA.

Das Interesse zu den Themen Sprachaufenthalt, „Freiwilliges Soziales Jahr“ oder Auswanderung ist hoch. Angemeldet waren über 150 Schüler, so Katrin Gerhard vom Veranstalter, dem Bremen United States Center (BUSC). Einige von ihnen stellten selbst Projekte vor, wie beispielsweise die Schüler des Schulzentrums Bördestraße, deren Aufzeichnung von ihrem Workshop „The Young Americans“ mit Tanz und Musik die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zog. Sie hatten ihren Workshop mit 49 eingeladenen Amerikanern durchgeführt. Gewohnt haben die Gäste in den Familien.

Mit Gastfamilien kennt sich der AFS besonders gut aus. Die Abkürzung steht für „American Field Service“ und deutet auf den Ursprung der gemeinnützigen Organisation hin, die von jungen Amerikanern für freiwillige Krankentransporte während der zwei Weltkriege gegründet wurde. 1948 gab es den ersten vom AFS organisierten Schüleraustausch. Heute vermittelt der AFS Aufenthalte in über 60 Länder. Lisa Chichowitz und Christian Grauvogel vom AFS-Stand waren selbst in den USA beziehungsweise Venezuela. „Wir haben eine neue Sichtweise auf viele Dinge gewonnen, sind toleranter und selbstbewusster geworden“, sagten sie. Die Sprache werde zum erfreulichen Nebeneffekt. Dass das Bedürfnis, Englisch zu lernen, steigt, weiß Eileen Westermann von „Inlingua“. „Heute sind es nicht mehr nur im Export tätige und Manager, sondern auch Handwerker, Pförtner oder Vorstände, die Englisch brauchen“, sagt Westermann. Auch die Zahl der deutschen Auswanderer steigt. „Es ist fast wie vor 150 Jahren“, sagte Lilia Schulz vom Deutschen Auswandererhaus. 120 000 seien es vergangenes Jahr gewesen. Fragen zu US-Einreise-Visa wurden in der diskreten „Bürgerstunde“ beantwortet.

Über 20 Infostände, sieben Vorträge und die US-Generalkonsulin Karen Johnson vereinten geballtes Fachwissen. Musik, Film und die Bremer Rollergirls sorgten für Unterhaltung.
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