Zehn Monate in der Fremde |
| Geschrieben von: TAGEBLATT Online | |||
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Austauschschülerin aus Massachusetts lebt in Wischhafen LANDKREIS. Rachel Lipkowitz aus dem US-Staat Massachusetts wohnt seit Oktober als Austauschschülerin bei einer deutschen Gastfamilie in Wischhafen. Die 19-Jährige, die bereits einen Schulabschluss hat, reiste mit der Organisation AFS und bekam ein Stipendium von der amerikanischen Regierung. Jugendreporterin Rebecca von Roenn berichtet. Rachel hat eine nette Gastfamilie gefunden und freut sich, noch bis Juli in Deutschland bleiben zu können. Die Frage nach Heimweh verneint Rachel ganz klar: "Ich habe neue Freunde gefunden und oft keine Zeit, an Zuhause zu denken." Mit der Sprache kämpft sie noch: "Die Wörter sind okay, aber die Grammatik ist schwer für mich", sagt sie. Trotzdem macht sie gute Fortschritte, wie ihre deutschen Freunde meinen. "Einen Kulturschock habe ich nicht erlitten, aber ich wusste nicht, wie sehr sich Leute in einen Bus drängeln können", sagt Rachel lachend. Das Busfahren ist etwas lästig für die Austauschschülerin: Obwohl sie einen Führerschein besitzt, darf sie hier kein Auto fahren, weil sie keinen Versicherungsschutz hat. Mittlerweile hat sich die 19-Jährige an die verhasste Kälte gewöhnt und fühlt sich trotzdem sehr wohl. Auch das Essen gefällt ihr in Deutschland. "Deutsches Essen ist nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders", sagt die Vegetarierin. "Besonders auffällig ist für sie der Unterschied zwischen den USA und Deutschland im Sportunterricht: "Es herrscht kaum Kampfgeist, so wie bei uns", erklärt die 19-Jährige. Wie in Amerika tanzt sie auch hier leidenschaftlich Ballett. Sie trainiert viel, aber nicht so oft und hart wie in ihrer Heimat. Ein wöchentliche Ritual ist für Rachel das Internet-Telefonieren mit ihrer Familie am Sonntag - obwohl es wegen der Zeitverschiebung schwierig ist. Die Amerikanerin ist glücklich hier. Sie weiß, dass sie ihre Familie und ihre alten Freunde bald wiedersieht, deswegen ist sie nicht traurig und genießt die Zeit in Deutschland. "Ich will unbedingt noch auf ein deutsches Rockkonzert gehen und viel reisen", sagt Rachel. Sie besuchte schon München, Hannover, Bremen und andere Städte. Was ihre Zukunft betrifft, weiß die Austauschschülerin noch nicht genau, was sie machen will - aber etwas mit der Sprache Deutsch sollte es schon sein.
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