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Geschrieben von: MySauerland.de
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13.10.2010 - Attendorn. Für Jessica (Chia Le) Kong aus Hong Kong begann am 11. September mit ihrer Landung auf dem Frankfurter Flughafen ihr „Abenteuer Deutschland“. Seitdem lebt die 16-jährige Hong Kong - Chinesin bei ihrer Gastfamilie in Attendorn und besucht für ein Schuljahr die Jahrgangsstufe Zehn des St. Ursula Gymnasiums.
Im Jahr 2009 dachte Jessica erstmalig darüber nach, Hong Kong im Rahmen eines Schüleraustausches für längere Zeit zu verlassen. Da zu diesem Zeitpunkt in der Familie einer Freundin eine Austauschschülerin lebte, wurde Jessica auf die 60 Jahre alte Austauschorganisation „AFS - interkulturelle Begegnungen e.V.“ aufmerksam. Zu ihrer großer Freude erhielt sie ein Stipendium und auch ihr Wunsch, das Austauschjahr in Deutschland zu verleben, ging in Erfüllung. Parallel dazu bewarb sich im April diesen Jahres Familie Leusmann aus Attendorn bei AFS als Gastfamilie und erhielt daraufhin Kurzbewerbungen von drei Austauschschülerinnen, welche nach Meinung von AFS gut in die Familie passen könnten. Einstimmig fiel die Wahl auf Jessica, da diese angab, sehr naturverbunden und tierlieb zu sein und sich schon immer einen Hund gewünscht habe. „Absolut perfekt“, so die Meinung von Familie Leusmann samt ihrer jungen Mischlingshündin. Schnell begann die Kontaktaufnahme, zunächst über E-Mail und dann per Videogespräch über „Skype“. Es wurden, mit Hilfe von „Google Translate“ stundenlange Gespräche in Englisch geführt und der Beginn des Auslandsjahres auf beiden Seiten bald sehnlichst erwartet. Am 11. September war es dann endlich soweit. Nach zwölf Stunden Flug erreichte Jessica den Frankfurter Flughafen, wo sie bereits von ihrer Gastfamilie erwartet wurde. Dank „Skype“ steuerte sie sofort freudig strahlend auf ihre Gasteltern und ihren Gastbruder zu, die sie herzlich in Empfang nahmen. Nach der Erledigung aller Formalitäten durch die freiwilligen Helfer von AFS, stand der Fahrt nach Attendorn nichts mehr im Wege. Hündin Finja begrüßte das neue Familienmitglied erfreut, nicht nur wegen der chinesischen Snacks. Am nächsten Tag wurden erstmal Haus und Umgebung bestaunt. „It is so natural!“ bekräftigte die 16-Jährige beim Anblick von so viel Grün und der gesunden Luft. Der Geruch von frischem Gras war völlig neu und die erste Kuh führte zu wahren Begeisterungsstürmen. Die vielen neuen Eindrücke verhinderten zunächst den Jetlag, der aber mit etwas Verzögerung doch noch eintraf. Nach vier Tagen ingewöhnungszeit stand donnerstags der 1. Schultag auf dem Programm. Aufgrund der fehlenden Deutschkenntnisse wurde für Jessica der bilinguale Zweig ausgewählt. Doch der Schulalltag ist natürlich besonders am Anfang mit großen Schwierigkeiten verbunden, nicht nur sprachlich! Ein zusätzlicher Deutschkurs soll Grundlagen bringen, doch Deutsch lernt sich nicht in drei Wochen! Aber täglich gibt es Fortschritte. Und „Ach so!“ und „Egal“ passt ja fast immer. Es bleibt spannend, wie es mit Jessica weiter geht und was sie demnächst über die Unterschiede zu Hong Kong, speziell im Schulalltag zu berichten weiß.
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