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Ein weltweites Netzwerk an Freunden

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Geschrieben von: Schwarzwälder Bote   
SCHONACH. Internationaler Umtrieb herrscht bei der Familie von Felix und Sabine Hörmann in Schonach. Grund dafür sind die Austauschschüler, die die Familie regelmäßig bei sich aufnimmt.

Und das machen die beiden mit sehr viel Herzblut, wie im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten ganz schnell klar wird. Die beiden sind selber Eltern von zwei Söhnen. Julian ist 19 und hat gerade seine Ausbildung als Veranstaltungskaufmann in Hannover begonnen. Simon ist 21 und arbeitet im schweizerischen St. Moritz als Hotelfachmann.

Im Moment beherbergt man in der Triberger Straße einen Austauschschüler aus der Türkei. Gazi Arman ist 18 Jahre alt. Seinen Schulabschluss hat er schon in der Tasche, nach Deutschland kam er, um hier die Sprache zu erlernen. Mitte nächsten Jahres kehrt er zurück nach Izmir und möchte dann in Istanbul Telekommunikation studieren.

Aber er ist zurzeit nicht der einzige Gast: zwei weitere ehemalige Austauschschülerinnen sind zurzeit zur Besuch. Lavinia Savio kommt aus Parma in Italien und weilte 2009/2010 in Schonach. Und Veronika Brusted aus Trondheim in Norwegen war 2006/2007 bei Familie Hörmann. Eigentlich wollte auch noch Natascha Kartunova kommen, aber die Russin aus St. Petersburg hatte verpasst, ein Visum zu besorgen.

Alle Gastschüler wurden vom AFS (American Field Service) vermittelt. Die Austauschschüler können bei der Vermittlung zwar ein Wunschland angeben, wo sie letzten Endes aber landen, entschiedet der AFS. Die Jugendlichen gehen dann im Gastort zur Schule, bei den Gästen der Hörmanns war es jeweils das Schwarzwaldgymnasium in Triberg.

Aber natürlich ist die Schule nicht alles, in der Freizeit lernen die ausländischen Gäste Land und Leute kennen, wie es in einem Urlaub kaum möglich wäre. "Wir stellen kein Programm zusammen, was wir mit den jungen Leuten machen. Wir unternehmen einfach spontan etwas", erklärt Felix Hörmann. Und seine Frau erläutert, dass die Gastschüler, sie nennt sie "unsere Kinder", immer voll in die Familie integriert werden. Jeder hat seine Aufgaben und seine Pflichten.

Und mit Sohn Julian ging es oftmals abends weg, in Kneipen, Discos oder zu Partys von Freunden. So kam auch nie Heimweh auf, wie die drei Austauschschüler erklärten. Viel Spaß machte ihnen vor allem die Fastnacht, aber auch Weihnachten und der Winter, berichtet Gazi Arman. Denn aus seiner Heimat kenne er so was nicht.

Eine tolle Sache für alle Beteiligten also. Die Gastfamilie lernt einiges aus der Kultur der Gastschüler und die lernen Land und Leute kennen und schließen viele Freundschaften. Die Familie Hörmann will auf jeden Fall weiterhin Gastfamilie sein. Im Februar kommt auch schon der nächste Besuch: Eine junge Dame aus Bolivien.

Von Claudius Eberl
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