AFS Schüleraustausch Presseservice

Endlich Ferien!

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Geschrieben von: Dreingau Zeitung   
ZHAOQING/DRENSTEINFURT. Seit einem halben Jahr ist die 16-jährige Sina Höffmann nun schon als Austauschschülerin in China. Und zum ersten Mal während dieser Zeit konnte sie sich nun gleich über mehrere Wochen Ferien freuen.

„Im südchinesischen Zhaoqing heißt es für meinen Auslandsaufenthalt in diesen Tagen: Halbzeit! Und genau passend dazu genieße ich auch gerade vier Wochen der in China rar gesäten Ferien. Anlässlich dessen haben ich und ungefähr 100 weitere Austauschschüler in China aus der ganzen Welt uns Mitte Januar eine kleine Auszeit gegönnt – meine Austauschorganisation AFS hat einen einwöchigen Trip in die Provinz Yunnan im Landesinneren organisiert.

Dörfer, Felder, Reisterrassen

Yunnan ist weniger entwickelt als die ostchinesischen Provinzen, in denen in der Regel die Austauschschüler untergebracht sind, und so gab es eine Menge von der ‚anderen Seite Chinas‘ zu sehen – kilometerweit kann man sich kaum sattsehen an den kleinen Dörfern und scheinbar unendlichen Feldern und Reisterrassen, die sich direkt neben der Straße entlangschlängeln.

Wirklich große Städte gibt es hier neben unserem Ankunftsort, der Provinzhauptstadt Kunming, nicht, stattdessen eine Vielzahl altertümlicher Bauwerke und sogar ganze Städtchen, die noch im altertümlichen chinesischen Stil erhalten sind – natürlich für die Touristen herausgeputzt –, in denen am Wegesrand noch durchgehend ein kleiner Wasserkanal verläuft, die Gebäude nicht höher als die Bäume am Straßenrand sind und die Ortsansässigen handgemachte Spezialitäten der dort heimischen ethnischen Minderheiten verkaufen. Des weiteren gab es buddhistische Tempelanlagen und traditionelle Tänze zu bewundern.

Lang erwartetes Wiedersehen

Neben den Sehenswürdigkeiten selbst war der Trip aber auch gleichzeitig das lang erwartete Wiedersehen mit vielen Leuten, von denen man sich letztes Jahr Ende August in Beijing verabschiedet hatte, kurz bevor jeder von uns sich damals endgültig aufgemacht hat ins vollkommen Unbekannte. Es war also ebenso ein großer Erfahrungsaustausch, bei dem man mal wieder voller Erstaunen feststellen konnte, wie viel man trotz des recht eintönigen Alltags in einer chinesischen Kleinstadt schon erlebt hat – vor allem in den Momenten, in denen man sich schon selbst dabei erwischt, wie man sich über westliche Umgangsformen wundert.

Mittlerweile wieder bei meiner Gastfamilie angekommen, plane ich noch einen kurzen Ausflug nach Guangzhou. Ansonsten freue ich mich aber auch schon darauf, dass die Schule in einer Wochen wieder losgeht und ich in die zweite Hälfte meines China-Jahres starten kann."



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