Völkerverständigung am Puls der Zeit |
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Die aktuellen Teilnehmerzahlen bei Deutschlands größter Jugendaustauschorganisation AFS für das Schuljahr 2010/2011 zeigen: Schüleraustausch ist in Deutschland weiterhin sehr gefragt und passt sich an aktuelle Gegebenheiten und Anforderungen an. Die Teilnehmer werden jünger, kommen häufiger von Realschulen und reisen in immer mehr Länder. Hamburg, 6. Mai 2010. Auch dieses Jahr werden wieder mehr als tausend deutsche Schüler mit AFS auf der ganzen Welt interkulturelle Erfahrungen sammeln. Die Mehrheit der Schüler kommt aus den Jahrgangsstufen neun oder zehn und ist bei der Abreise 15 bis 16 Jahre alt. Das Verhältnis von Schülerinnen zu Schülern liegt bei 60 zu 40 Prozent, wobei in Süddeutschland seit einiger Zeit mehr Mädchen an einem Schüleraustausch teilnehmen als im Bundesdurchschnitt. Immer noch sind die meisten Teilnehmer am Schüleraustausch Gymnasiasten, doch die Zahl der Austauschschüler aus Gesamt- sowie Realschulen nimmt kontinuierlich zu. Nach Ansicht von AFS nutzen allerdings noch längst nicht genügend Haupt- und Realschüler die vielen Vorteile und Chancen eines Schüleraustauschs für die persönliche und berufliche Entwicklung. Die Organisation wird sich daher in Zukunft verstärkt an Gesamt- und Realschulen wenden und Lehrern, Eltern sowie Schülern die Bedeutung eines Auslandsaufenthalts näher bringen. Besonders bemerkenswert ist dieses Jahr die stark erhöhte Nachfrage nach den neuen AFS-Semesterprogrammen, die im September 2009 erstmals bundesweit angeboten wurden. Die aktuelle Teilnehmerzahl von 42 ist eine deutliche Steigerung gegenüber den 9 Schülern, die im Schuljahr 2009/10 für ein halbes Jahr mit AFS ins Ausland gegangen sind. Der Anstieg ist nach Ansicht der Austauschorganisation vor allem eine Folge der Schulzeitverkürzung durch die Gymnasialreform und des damit verbundenen knapperen Zeitbudgets: „Eltern und Schüler wollen zwar die tollen Chancen und Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalts nutzen, können aber hierfür nicht immer ein ganzes Jahr investieren“, sagt AFS-Programmdirektorin Annette Domhan. „Diesen Wünschen tragen wir Rechnung und bieten entsprechende Halbjahresaufenthalte an. Jedoch empfehlen wir Interessenten nach wie vor, ein ganzes Schuljahr im Ausland zu verbringen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die zahlreichen positiven Effekte für das gesamte weitere Leben des Austauschschülers erst nach einem ganzen Schuljahr voll zum Tragen kommen.“ Ganz oben auf der Liste der Wunschländer stehen – wie schon seit Jahrzehnten – westlich geprägte, englischsprachige Länder wie die USA, Kanada, Neuseeland und Australien. Die aktuellen Länderwünsche zeigen jedoch, dass Bewerber, die mit AFS ins Ausland wollen, offener für neue Ziele geworden sind. Neben den vier Spitzenreitern sind 2010 vor allem südamerikanische Länder wie Costa Rica und Argentinien sowie die EU-Länder Frankreich, Schweden und Spanien gefragt. Asiatische Länder wie Thailand oder China werden ebenfalls immer häufiger als Ziel gewählt, die absoluten Teilnehmerzahlen liegen hier im niedrigen zweistelligen Bereich. Da AFS die Zahl der angebotenen Länder weiter ausbaut (aktuell sind Bosnien-Herzegowina und Serbien neu im Programm), wird sich der Trend hin zu weltweiten Destinationen außerhalb des englischen Sprachraums weiter verstärken. Bereits jetzt bietet AFS mit rund 50 Destinationen die größte Ländervielfalt aller deutschen Austauschorganisationen. Natürlich geht auch AFS auf die jeweils aktuellen Wünsche seiner Klientel ein, unterstützt dabei aber nicht automatisch jeden Modetrend in Sachen Schüleraustausch. Einige der aktuellen Angebote im Markt sind aus Sicht von AFS nicht empfehlenswert. Die langjährigen Erfahrungen der Organisation zeigen, dass Kurzaufenthalte von wenigen Wochen eher den Effekt einer Urlaubsreise haben und in der Regel kaum langfristige Vorteile für die persönliche Entwicklung des Teilnehmers bringen. Vor allem, wenn passend zum Aufenthalt auch noch die Wunschschule im Wunschort gewählt wird: „Bei derartigen durchgestylten Aufenthalten findet längst nicht so eine intensive Beschäftigung mit den Menschen und der Kultur des Landes statt wie bei einem AFS-Austausch“, ist sich Domhan sicher. „Sowohl die Gastfamilien als auch die Schulen werden relativ stark nach den Vorstellungen der Austauschschüler ausgewählt und sollen so dafür sorgen, dass die Umstellung zum Heimatland möglichst gering ist. Aber erst, wenn die Situation vor Ort eine Beschäftigung mit dem Alltag erfordert, machen Gastschüler die umfassenden Erfahrungen, die ihnen die interkulturellen Kompetenzen vermitteln, von denen sie ihr Leben lang profitieren.“ Über AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. Die deutsche Jugendaustauschorganisation arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg; in Berlin, Wiesbaden und Stuttgart gibt es weitere Regionalbüros. Neben dem Schüleraustausch und dem Gastfamilienprogramm ermöglicht AFS (ehemals „American Field Service“) die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder. Im Jahr 2008 feierte AFS unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen 60-jähriges Jubiläum. Pressekontakt AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. Susan Lange Leitung PR & Marketing Tel.: +49 040 399222-36 Fax: +49 040 399222-99 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. Web: www.afs.de |
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