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Leben positiv beeinflussen

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2008 rief das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gemeinsam mit Entsendeorganisationen wie AFS den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ ins Leben. Als eine der Organisationen der ersten Stunde kann AFS jetzt auf die Erfahrungsberichte der ersten beiden Teilnehmer-Jahrgänge zurückgreifen. Die gewonnen Erkenntnisse belegen den Erfolg des Programms und die erfolgreiche Arbeit von AFS: Die Teilnehmer berichten, dass weltwärts ihr Leben und auch das der Menschen an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort positiv verändert hat. Für die Sommerausreise 2011 können Interessierte noch bis zum 30. September ihre Bewerbungen bei AFS einreichen.

Hamburg, 20. September 2010. Der zweite AFS-Jahrgang des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes weltwärts ist zurück in Deutschland. Die Erfahrungen der Teilnehmer belegen, dass die Initiative sowohl das Leben der gastgebenden als auch der teilnehmenden Menschen bereichert und beeinflusst. Da die deutschen Freiwilligen meist in ärmeren Regionen der Welt eingesetzt werden, erleben sie immer wieder, wie wenig selbstverständlich viele aus Deutschland bekannte Annehmlichkeiten im Rest der Welt sind. Die unmittelbare Auseinandersetzung mit der jeweiligen Situation sensibilisiert die weltwärts-Teilnehmer gleichzeitig für die Sorgen und Nöte der Menschen vor Ort. Dadurch können sie oft mit kleinen Aktionen und Initiativen einen großen Unterschied für die Menschen an ihrem Aufenthaltsort ausmachen.

So wie etwa Marlen Sartorius. Die damals 20-Jährige arbeitete 2009 an einer Grundschule in Südafrika und stellte fest, dass diese weder einen Spielplatz noch eine Bücherei besaß. Durch persönliches Engagement konnte sie Sponsoren gewinnen und ausreichend Geld für beide Vorhaben sammeln. Binnen weniger Monate waren Bücherei und Spielplatz im Bau und Marlen „super glücklich und stolz auf sich.“ Eine andere Erfolgsgeschichte erlebte Tamara Köke. Die 21-Jährige arbeitete 2009 in Ghana in einem Flüchtlingsprojekt, wo sie allein erziehenden Müttern beibrachte, Taschen zu nähen. Um zusätzlich Geld für das Projekt zu sammeln, hatte sie die Idee, den Weiterverkauf der Taschen nach Deutschland zu organisieren. Angespornt durch den großen Erfolg unterstützt sie das Projekt auch noch nach ihrer Rückkehr von Deutschland aus.

Durch den unmittelbaren Kontakt mit dem fremden Alltag öffnet weltwärts auch die Augen für die Besonderheiten im Leben der Menschen vor Ort und deren Umgang damit. Viele deutsche Teilnehmer müssen sich für die Dauer ihres Aufenthalts beispielsweise von Wörtern wie „schnell“, „kurz“ und „pünktlich“ verabschieden oder ihre Nasen und Gaumen an exotische Erlebnisse gewöhnen. Sie berichten nach ihrer Rückkehr, dass sie deutlich toleranter und gelassener geworden seien und dem deutschen Alltag mit all seiner Hektik erheblich entspannter begegnen als vor ihrer Abreise.

Erfolgsgeschichte weltwärts
weltwärts wurde 2008 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit als entwicklungspolitischer Freiwilligendienst ins Leben gerufen. Das BMZ kooperiert bei weltwärts mit über 260 Organisationen und übernimmt maximal 75 Prozent der Durchführungskosten. AFS Deutschland ist einer der wichtigsten und größten weltwärts-Partner des BMZ. Aktuell betreut die Organisation 315 Freiwillige in Auslandsprojekten – das sind etwa 7 Prozent von insgesamt 4.400 Freiwilligen im Jahr 2010. Der Vergleich zu den 195 Teilnehmern des Jahres 2009 – eine Steigerung um 61,5 Prozent – belegt die nachhaltige, erfolgreiche Arbeit von AFS.

Wer Interesse an fremden Kulturen und Lebensbedingungen mitbringt und lernbereit und weltoffen ist, kann sich über AFS für das staatlich geförderte weltwärts-Programm bewerben. Die Einsatzdauer beträgt zwölf Monate, arbeiten kann man unter anderem in den Bereichen Demokratie & Menschenrecht, Gemeindeentwicklung und Bildung.

Bewerbungen für die Abreise im Sommer 2011 sind bis 30. September 2010 möglich.

Über AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.

Die deutsche Organisation arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg; in Berlin, Wiesbaden und Stuttgart gibt es weitere Regionalbüros. Neben dem Schüleraustausch ermöglicht AFS die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. AFS kooperiert mit Partnerorganisationen in mehr als 50 Ländern. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder. 2008 feierte AFS in Deutschland unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen 60-jähriges Jubiläum.


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