Realschüler: Jobchance Schüleraustausch |
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Die boomenden Märkte der Zukunft liegen auch für viele deutsche Firmen außerhalb Europas. Dadurch ergeben sich in vielen Berufen weltweit eine Menge toller Jobchancen für deutsche Facharbeiter. Diese müssen allerdings neben guten Fremdsprachenkenntnissen auch über interkulturelle und soziale Kompetenzen verfügen. Schüleraustauschprogramme sind eine gute Möglichkeit, diese Fertigkeiten zu erwerben und daher insbesondere auch für Realschüler empfehlenswert. Hamburg, 18. November 2010. Immer mehr deutsche Unternehmen tätigen ihre Geschäfte zunehmend selbst direkt im Ausland oder arbeiten mit ausländischen Partnern zusammen. Insbesondere Firmenniederlassungen deutscher Unternehmen in aktuellen Wachstumsregionen der Weltwirtschaft wie China, Südostasien, Süd- und Mittelamerika oder Osteuropa benötigen schnell einmal Facharbeiter und andere Spezialisten vor Ort, um Aufbauarbeit zu leisten und einheimische Arbeitskräfte zu qualifizieren. Dies gilt vor allem für technische Berufe wie Mechatroniker oder Facharbeiter im Werkzeug- oder Maschinenbau sowie ganze Branchen wie Automobil- oder Luft- und Raumfahrtindustrie. Gleichzeitig benötigen international tätige Unternehmen aus kaufmännischen Branchen wie Handel und Logistik oder aus dem Hotel-, Tourismus- und Gaststättengewerbe Mitarbeiter, die weltweit in international besetzten Teams arbeiten können. Und zu guter Letzt bringt die wachsende Globalisierung immer mehr ausländische Investoren und Unternehmen nach Deutschland. All diese unterschiedlichen Entwicklungen haben eine Gemeinsamkeit: Sie betreffen eine Vielzahl von klassischen Ausbildungsberufen für Realschüler. Unternehmen suchen daher händeringend nach Schulabgängern mit hervorragenden Fremdsprachenkenntnissen und hohen sozialen und interkulturellen Kompetenzen. Die Erfahrung von AFS und einer Vielzahl von Wirtschaftsexperten zeigt, dass insbesondere Schüleraustauschprogramme jungen Menschen diese wichtigen Schlüsselqualifikationen vermitteln. Austauschschüler profitieren immer Vor allem Schüler, die auf scheinbar attraktive Länder wie USA, Kanada oder Australien verzichten und stattdessen gezielt in Wachstumsregionen der Weltwirtschaft wie China, Südostasien, Süd- und Mittelamerika oder Osteuropa gehen, haben dort später hervorragende Karrierechancen. Aber unabhängig vom jeweiligen Gastgeberland profitieren Austauschschüler hinsichtlich ihrer späteren beruflichen Entwicklung grundsätzlich von den besonderen Fertigkeiten, die sie während ihres Aufenthalts erwerben. Fremdsprachenkompetenz Im Beruf gibt es oft Sachverhalte, die nur dann ausreichend kommuniziert und erörtert werden können, wenn die Gesprächsteilnehmer im Wortsinne dieselbe Sprache sprechen. Wer ein Jahr in einem fremden Land lebt, entwickelt, sobald die ersten Sprachbarrieren überwunden sind, schnell einen fließenden Sprachgebrauch. Die so erworbenen sprachlichen Fähigkeiten bleiben auch nach der Rückkehr erhalten, wenn sie regelmäßig genutzt werden. So kann im Idealfall ein deutscher CNC-Fräser in seinem späteren Berufsleben genauso gut mit seinem chinesischen Kollegen in Shanghai über ein Werkstück sprechen wie eine deutsche Hotelfachfrau an der türkischen Riviera einen einheimischen Hotelgast in dessen Muttersprache willkommen heißen und informieren kann. Interkulturelle Kompetenz Während seines Aufenthalts lernt ein Gastschüler eine fremde Kultur aktiv von innen heraus kennen. Durch diese Integration in den Lebensalltag der Menschen weiß er um die spezifischen Besonderheiten sowie Befindlichkeiten des Landes und seiner Menschen und kann so als Gleicher unter Gleichen mit ihnen umgehen und interkulturelle Fettnäpfchen vermeiden. Darüber hinaus kann er durch seine interkulturelle Kompetenz ganz allgemein Brücken zwischen an sich fremden Gesprächspartnern bauen und etwa seinen Chef vor einem Geschäftstreffen mit einem japanischen Unternehmer in Yokohama in die Feinheiten der Verbeugungsrituale und Visitenkartenübergabe einweisen. Persönliche Reife Ein Austauschschüler profitiert aber auch von seinen Erlebnissen, wenn sein späteres Berufsleben keinen direkten Bezug zum Ausland hat. Als Gast in einem fremden Land muss er sich immer wieder völlig neuen Herausforderungen stellen und diese größtenteils selbstständig lösen. Durch diesen täglichen Umgang mit neuen Erlebnissen und Eindrücken kann er später auch viel souveräner mit ungewohnten Situationen umgehen als Jugendliche ohne entsprechende Erfahrungen. Dadurch entwickelt er nicht nur schneller seine eigene Identität und seinen Charakter, sondern auch eine Vielzahl von wichtigen Kompetenzen wie Flexibilität, Toleranz, Respekt, Geduld, Verständnis und Weltoffenheit. Und diese persönliche Reife ist ein Mehrwert, der in allen späteren Lebens- und Berufslagen einen wichtigen Vorteil darstellt. Wer spontan genug ist und bereits im kommenden Schuljahr ins Ausland möchte, kann sich sofort auf der Webseite von AFS um einen Austauschplatz für das Schuljahr 2011/2012 bewerben. Obwohl der offizielle Bewerbungsschluss bereits vorbei ist, hat AFS noch Plätze in spannenden Ländern wie Brasilien, Argentinien, Malaysia, Thailand, China, Türkei oder Russland frei. Für die Teilnahme sind übrigens keine besonders guten Sprachkenntnisse oder Schulnoten erforderlich. Und damit auch Kinder aus sozial schwächeren Familien von den vielen Vorteilen eines Austauschs profitieren können, stellt AFS zusammen mit verschiedenen Partnern Stipendien zur Verfügung. Detaillierte Informationen zum umfassenden Stipendienangebot von AFS befinden sich auf der Webseite www.afs.de. Hier finden Interessierte außerdem weitere aktuelle Informationen und Hinweise zum Schüleraustausch sowie den AFS-Blog mit spannenden Erlebnissen und Eindrücken der Teilnehmer. Über AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. Die deutsche Jugendaustauschorganisation arbeitet gemeinnützig und ist Träger der freien Jugendhilfe. Die Zentrale sowie ein Regionalbüro haben ihren Sitz in Hamburg; in Berlin, Wiesbaden und Stuttgart gibt es weitere Regionalbüros. Neben dem Schüleraustausch und dem Gastfamilienprogramm ermöglicht AFS (ehemals: „American Field Service“) die Teilnahme an Freiwilligendiensten im sozialen, kulturellen und ökologischen Bereich. Der Verein finanziert sich aus den Teilnahme- und Vereinsbeiträgen, durch Spenden, Stiftungsmittel und öffentliche Gelder. 2008 feierte AFS in Deutschland unter der Schirmherrschaft der damaligen Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen 60-jähriges Jubiläum. Pressemitteilung als pdf herunterladen |
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