Ich wollte mal fragen, ob du weißt, wieviele deutsche Austauschschüler durch AFS nach Neuseeland gekommen sind
NEUSEELAND: Das schönste Ende der Welt!!! |
| Geschrieben von: Christina, Neuseeland 2006/07 |
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Kia Ora! Neuseeland: Aotearoa, Mittelerde, oder einfach: das schönste Ende der Welt!!! Ich habe das beste Jahr in meinem Leben in der Kleinstadt Rangiora (15.000 Einwohner) verbracht, am anderen Ende der Welt. Als ich im Flugzeug nach Neuseeland saß, schien alles ziemlich unwirklich aber doch begann damals mein aufregendes Abenteuer! Nach 27 Stunden Flug kam ich endlich an, im „Land der großen weißen Wolke“. Schon vom Flugzeug aus erkennt man das typische Bild Neuseelands: grüne Hügellandschaft mit Schafen und vereinzelt Häuser. Ich habe auf der Südinsel gewohnt, landschaftlich sehr verschieden zu der Nordinsel (eher tropisch). Ich war 10min vom Pazifik entfernt, 30min zur größten Stadt der Südinsel Christchurch, (300.000 Ew.), 30min bis zu einem Skigebiet (neuseeländische Alpen) und 2Std bis zum Regenwald. In Neuseeland ist dies keine Seltenheit. Die Landschaft hat mich auch nach 11 Monaten dortigen Wohnens fasziniert, besonders die Entfernungen. Man hat alles in „Reichweite“. Aber nicht nur die Landschaft faszinierte mich dort, auch die Herzlichkeit der Neuseeländer. Alle sind gastfreundlich und relaxt. Ich habe in einem Generationen Haus gewohnt. Meine Familie besteht aus vier Gastgeschwistern (13-21), meiner „Großmutti“ und meinen Gasteltern. Wir haben in einem großen Haus mit Garten gewohnt, was in Neuseeland Standard ist. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten ohne Zentralheizung auszukommen. Aber man lernt Wärmflaschen und einen Ofen sehr zu schätzen. Die Temperaturen waren in meiner Region auch sehr mild, im Winter bis zu 8grad und um Weihnachten 30 grad. Mein normaler neuseeländischer Tag begann mit der Schule. In Schuluniform gekleidet ging es mit meinen Geschwistern um 8.30 Uhr in die Schule. Sie ist sehr verschieden zu meiner Schule in Berlin. Ich hatte außergewöhnliche Fächer und habe u.a. auch Maori gelernt, die Sprache der Ureinwohner. In der Schule war ich in der „Kapahaka Gruppe“ tätig, wo wir getanzt und gesungen haben und der Maori Kultur näher gekommen sind. Man macht auch sehr viel Sport in der Schule, da dies ein wichtiger Bestandteil des Kiwi Alltags ist. Fast alle Menschen sind Rugby fanatisch und ein Schultag ohne ein Rugbyspiel in der Pause ist undenkbar. Von der Schule aus habe ich sehr viele Trips gemacht und dadurch Neuseeland und die Menschen kennen gelernt. Auch werde ich meiner Gastfamilie niemals vergessen was sie für mich getan hat. Ich hab sehr viele Ausflüge und Reisen unternommen, wovon ich hier einige meiner Eindrücke erzählen will. Ich war mit meiner Familie und Freunden oft wandern, was sich in Neuseeland anbietet. Die Landschaft kann man oft erst genießen wenn man mit einem Bagpack los zieht und nach 10 Tagen in „Huts“ schlafend, wieder bei einer Straße ankommt. Außerdem habe ich mit einem Freund eine außergewöhnliche Nordinseltour gemacht, wobei ich die Kiwis besser kennen gelernt habe, da wir in verschiedenen Familien übernachtet haben. Ich habe es gewagt- den Sprung in die Tiefe mit nur einem Gummiseil an den Beinen. Bungy springen war ein Erlebnis, dass ich niemals vergessen werde! In Neuseeland kann man jede mögliche Extremsportart betreiben, die man sich vorstellen kann. Was habe ich mit nach Hause genommen? Was vermisse ich? Ich habe viele neuseeländische Rezepte mit genommen, und die Küche vermisse ich allgemein. Pavalova, Dairy Milk Chocolate und die leckeren Mahlzeiten meiner Gastmutter werden mir ewig in Erinnerung bleiben. Auch das Gefühl eine zweite Heimat zu haben ist unbeschreibbar!! Ich habe in diesem Jahr viele Erfahrungen gesammelt und Freunde in der ganzen Welt gefunden mit denen ich regelmäßig in Kontakt bin. Ich bin mir sicher, dass ich sie und meine Gastfamilie eines Tages in Neuseeland, am schönsten Ende der Welt, wieder in die Arme schließen werde!!!
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