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Venezuela - Temperamentvolles Land

AFS-Partner seit: 1978

Hauptstadt: Caracas

Amtssprache: Spanisch und indigene Sprachen

Klima: tropisch-feucht bis alpin

Land

Geografie und Klima

Venezuela liegt im äußersten Norden Südamerikas. Flächenmäßig misst das Land knapp über 900.000 km2 und ist damit fast 3 Mal so groß wie Deutschland. Während sich das Land an der Küste und in den weiten Ebenen kaum über den Meeresspiegel erhebt, steigt es im gebirgigen Gebiet im Südosten bis auf 2500m und im Nordwesten mit einigen Andengipfeln sogar bis über 5000m an. Die Temperatur schwankt über das Jahr gesehen nur geringfügig, wobei der Jahresdurchschnitt bei 25°C liegt. Die Temperatur ist in den höheren Gebieten niedriger. In den Gebirgsregionen wird es besonders in den Nächten kalt genug, dass einige Andengipfel im Schnee liegen. Wie es in tropischen Lagen üblich ist, gibt es auch in Venezuela nur zwei Jahreszeiten: Eine eher trockene, genannt verano (Sommer) und eine eher feuchte, genannt invierno (Winter). Der Unterschied zwischen den beiden Jahreszeiten liegt weniger an der Temperatur als an der Menge der Niederschläge. Normalerweise dauert die trockenere Zeit von Dezember bis April oder Mai, den Rest des Jahres ist es feucht

Bevölkerung

Venezuela hat knapp 27,4 Mio. Einwohner. Die größte Bevölkerungsgruppe sind die Mestizen (Menschen mit gemischter indischer, afrikanischer und hispanischer Abstammung).

Sprache

Die offizielle Landessprache ist Spanisch, wobei Unterschiede in der Aussprache existieren. Das venezolanische Spanisch wird daher Castellano genannt. Die indigenen Sprachen sind seit 1999 ebenfalls als Amtssprachen anerkannt.

Politik & Religion

Venezuela ist eine föderale Republik parlamentarischer Prägung und seit 1958 demokratisch. Der Präsident wird direkt und für eine Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Er ist Staatsoberhaupt und ernennt gleichzeitig das Kabinett. Der Großteil (ca. 96%) der venezolanischen Bevölkerung praktiziert den katholischen Glauben.

Leben & Kultur

Familienleben

Die Venezolaner erhalten stets ihre fundamentale Lebensfreude. Der Zusammenhalt in der Familie wird ebenfalls groß geschrieben. Eltern sind um ihre Kinder sehr besorgt, besonders um die Mädchen. Oft gibt es zwischen Brüdern und Schwestern klare hierarchische Strukturen. Von den älteren Brüdern und Schwestern wird erwartet, dass sie sich um die jüngeren Geschwister kümmern und auch bei deren Erziehung helfen. Wenn die Großeltern älter werden, ziehen sie meistens zur jüngeren Generation. Von venezolanischen Jugendlichen erwartet man, dass sie ihre Eltern fragen, bevor sie aus dem Haus gehen. Venezolanische Eltern erwarten von ihren Kindern, dass sie die Familienregeln kennen und sich daran halten. Jugendliche wohnen normalerweise so lange bei ihren Eltern, bis sie heiraten.

Esskultur

In den meisten venezolanischen Familien ist das Essen ein wichtiger Bestandteil im Alltagsleben. Zu den alltäglichen Nahrungsmitteln Venezuelas gehört die „Arepa“. Dieses Maisbrötchen begleitet viele Mahlzeiten und wird häufig schon vor dem eigentlichen Menü mit einem leichten Aufstrich gereicht. Das Nationalgericht der Venezuelaner heißt „pabellón criollo“ (Reis mit schwarzen Bohnen und Rindfleisch). Es ist üblich das Essen zu loben und sich während und nach den Mahlzeiten miteinander zu unterhalten. Essen auf dem Teller übrig zu lassen ist nur dann akzeptabel, wenn das Essen in großen Portionen serviert wurde. Ansonsten wird immer aufgegessen.

Schule & Freizeit

Schule

Das venezolanische Schulsystem umfasst elf Jahre Schule: neun Jahre Elementarschule (verpflichtend) und zwei Jahre Sekundarstufe. Mit der Universität schließen sich noch fünf Jahre Studium an. Die Sekundarstufe ist normalerweise in zwei Zweige, zwischen den gewählt werden kann, aufgeteilt: Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Ansonsten gibt es keine Wahlfächer. Alle Schüler wählen einen Zweig und werden dann in allen dazugehörigen Fächern unterrichtet. Meistens bieten Schulen ein paar außerschulische Aktivitäten an. Allerdings haben auch viele der AFS-Ehrenamtlichen gute Verbindungen zu örtlichen Organisationen, die es Schülern ermöglichen, an Sport, Gymnastik, Musik oder Kunst teilzunehmen.

Freizeit

Unter der Woche treffen sich die Jugendlichen untereinander zu Hause, reden, hören Musik, trinken Kaffee, usw. Am Wochenende gehen sie gern ins Kino, zum Tanzen oder zu Partys bei Freunden. Jugendliche werden normalerweise von ihren Eltern gebracht und am Ende des Abends wieder abgeholt.