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Ich habe viel über die andere Kultur und mich selbst gelernt

Magdalena, Argentinien, 2007,

Ich habe viel über die andere Kultur und mich selbst gelernt

Eigentlich wollte ich schon während meiner Schulzeit für ein ganzes Jahr ins Ausland gehen. Mich faszinierte jedoch das Kurzzeitaustausch-Programm von AFS unter anderem aufgrund des gegenseitigen Austauschs so sehr, dass ich mich relativ spontan um einen Platz nach Argentinien bewarb. Schon kurze Zeit später bekam ich eine Zusage und durfte daraufhin im Jahr 2007/ 2008 an dem Kurzzeitaustausch teilnehmen.

Die Zeit, die ich bei meiner Gastfamilie in Buenos Aires erleben durfte, und die Zeit, während der meine argentinische Austauschpartnerin bei uns in Deutschland wohnte, haben mein Leben und meine persönliche Entwicklung unglaublich stark geprägt. Schon während der Zeit des Gegenbesuchs konnte ich sehr viel über die argentinische Kultur lernen und auch viel in Bezug auf das deutsche Leben wahrnehmen, was mir erst durch den Besuch meiner Austauschpartnerin auffiel.

Leben in Villa Ballester

Während meiner Zeit in Argentinien lebte ich in Villa Ballester, einem Vorort von Buenos Aires, wo ich auch gemeinsam mit meinen Gastgeschwistern auf eine deutsche Schule ging. Dieses Gebiet ist unter anderem stark durch Armut und Kriminalität geprägt, was für mich natürlich in der Anfangszeit schwierig war, ich jedoch mit der Zeit erlebte, dass dies zum dortigen Alltag gehört. Dabei lernte ich, dass man bestimmte Regeln und Vorsichtsmaßnahmen einhalten muss, sich dann jedoch auf das Leben einlassen kann.

Ich lebte mich schnell ein und genoss von Anfang an das Kennenlernen und Entdecken der kulturellen Unterschiede und des argentinischen Lebens. Besonders die Aufgeschlossenheit, die Freundlichkeit und die Lebensfreude, die die meisten Argentinier ausstrahlen, faszinierten mich sehr. Überall wurde ich herzlich empfangen und mit Neugierde und Offenheit begrüßt! Aber nicht nur die menschlichen Begegnungen, sondern auch das Erfahren verschiedener argentinischer Bräuche und Gewohnheiten haben meine Zeit in Argentinien geprägt. So gehörten unter anderem das für Argentinien typische nachmittägliche Mate-Trinken und wochenendliche Asado-Grillen mit der ganzen Familie, dazu.

Die schönste Zeit meines Lebens

Jede einzelne Begegnung und Erfahrung haben meine Zeit in Argentinien ausgemacht und sie zu den wohl schönsten und aufregensten drei Monaten meines bisherigen Lebens werden lassen! Ich habe sehr viel über andere Menschen, Kultur und Lebensweisen und über mich selbst gelernt. Ich hätte nie gedacht, dass eine so kurze Zeit ein Leben so sehr beeinflussen und prägen kann und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich die Bericht Schüleraustausch Baden-Württemberg, März 2010 Seite 3 Möglichkeit bekommen habe, diese Erfahrungen zu machen! Auch in Bezug auf meine Gastfamilie hätte ich nie gedacht, dass in diesen drei Monaten eine so enge Bindung und Freundschaft entstehen könnte! Bis heute habe ich regelmäßigen und sehr engen Kontakt zu meiner argentinischen Familie und ich kann es kaum erwarten, sie so bald wie möglich wieder zu besuchen!

Seit meiner Rückkehr aus Argentinien arbeite ich ehrenamtlich beim AFS mit, was mir riesigen Spaß macht und wobei ich schon unglaublich viel lernen konnte! Im Sommer 2009 wurde ich zur Kurzzeitkoordinatorin des Komitees Tübingen gewählt. Dies finde ich sehr toll, da ich den Kurzzeitaustausch von AFS als eine unglaublich tolle Chance für Jugendliche ansehe, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln, und ich das Programm auch weiterhin so gut ich kann unterstützen möchte!