Schüleraustausch in Bolivien
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Schüleraustausch in Bolivien

AFS-Austauschschülerin Leonie in Bolivien
AFS-Austauschschülerin Leonie in Bolivien

Bolivien ist das Land der Extreme, das dich faszinieren und vielleicht auch fesseln wird: Der Amazonas und die Tropen oder die Anden mit schneebedeckten Gipfeln werden dich genauso begeistern wie die Salzwüste oder die vielen Vulkane.

 

Komm für dein Schul(halb)jahr nach Bolivien, erleb deinen Alltag vollkommen neu, in einer ganz anderen Welt. Lern deinen Alltag auf Spanisch zu meistern und ganz nebenbei dein Englisch zu verbessern. Werde Teil deiner bolivianischen Gastfamilie – mindestens auf Zeit, vielleicht sogar für immer. Und finde heraus, warum so viele Leute, die einmal in Bolivien waren, immer wieder kommen.




Bolivien
AFS-Austauschschülerin Hannah unterwegs in Bolivien
AFS-Austauschschülerin Hannah unterwegs in Bolivien

Bolivien hat alles – außer Meer. Denn zusammen mit Paraguay sind es die einzigen Binnenländer Lateinamerikas. Das ärgert das stolze Volk noch immer ein wenig, denn vor etwa 100 Jahren hat es seinen Pazifikhafen und den darum liegenden Landstrich an den Nachbarn Chile verloren. Trotzig wird deshalb tatsächlich jedes Jahr der „Tag des Meeres“ begangen – einer von gefühlt unzähligen Festen, Feier- und Gedenktagen. Aber das Meer wirst du bestimmt nicht vermissen: Bolivien besteht aus sieben Klimazonen, alle so unterschiedlich, dass du dir ein bisschen wir Alice im Wunderland vorkommen kannst: Beobachte Flamingos, die vor lila Bergseen posieren oder fahre Ski im höchsten Wintersportgebiet der Erde. Entdecke Felsen, die wirken wie versteinerte Bäume oder erkunde das bolivianische Amazonasgebiet.

 

In Bolivien wird es ganz bestimmt nicht langweilig, dafür sorgen schon die großartigen Menschen. Der Anteil der indigenen Bevölkerung liegt hier noch bei etwa 70 Prozent – viel mehr als im Rest Südamerikas. Diese Ureinwohner bewahren ihre Kultur, Sitten und Bräuche, die du überall antreffen wirst. Sie prägen das Stadtbild und lassen Bolivien noch bunter wirken.

Schule

Der Unterricht beginnt je nach Schule häufig zwischen 7 und 8 Uhr und dauert bis in den frühen Nachmittag hinein – oftmals isst du in der Schule zu Mittag oder (je nach Entfernung) zuhause. Oftmals gibt es 1-3 Tage in der Woche Sport und die Schülerinnen und Schüler bleiben länger. Die Nationalhymne zu singen ist in Bolivien ganz normal – vielleicht musst du dich erstmal daran gewöhnen und es ausprobieren, es stärkt auf jeden Fall das Gemeinschaftsgefühl in der Klasse. Die Fächer sind denen ähnlich, die du zuhause hast; je nach Schule gibt es zusätzliche Angebote wie z.B. eine Theater-AG.

 

Mit großer Wahrscheinlichkeit wirst du eine Privatschule in Bolivien besuchen. Bei „privat“ musst du aber nicht gleich an teure Colleges oder Internate denken. Die Schulen werden in Bolivien einfach nicht nur vom Staat betrieben, sondern auch von privaten Anbietern wie Kirchen und unterscheiden sich nicht sehr von öffentlichen Schulen. Deine Mitschülerinnen und Mitschüler werden es dir bestimmt nicht schwer machen, dich einzuleben und Freundschaften zu schließen. Die Lehrkräfte sind in Bolivien echte Autoritäten aber sehr herzlich und um das Wohl ihrer Schülerinnen und Schüler stets bemüht.

Freizeit & Freunde
AFS-Austauschschülerin Elsa entdeckt bolivianische Traditionen
AFS-Austauschschülerin Elsa entdeckt bolivianische Traditionen

Auch wenn die Schule wichtig ist, hast du doch genügend Freizeit. Denn der Tag endet spät in Bolivien - zu Abend wird meist erst gegen 22 Uhr gegessen. Das ist vielleicht etwas ungewöhnlich für dich, aber tagsüber wirst du keinesfalls verhungern. Überall auf den Straßen bieten indigene Frauen leckerste Speisen, wie gefüllte Teigtaschen, zum Kauf an. Meistens finden sich in der Familie alle am späten Nachmittag zu Kaffee und Kuchen ein und danach kannst du dann noch einmal etwas mit deinen Gastgeschwistern oder neuen Freundinnen und Freunden unternehmen.

 

Bolivianische Jugendliche treffen sich meist sehr ungezwungen: Die meisten Dörfer und Städte sind so aufgebaut, dass es in ihrer Mitte eine Plaza gibt, den zentralen Platz. Hier stehen Bänke und finden sich Verkaufsstände mit Getränken und Speisen, oft auch Restaurants, Cafés und Kinos. Wer gerade Zeit und Lust hat, begibt sich also zur Plaza – dort sind bestimmt auch immer ein paar Leute, die man kennt. Dort entscheidet ihr dann, was ihr machen wollt: auf der Plaza quatschen, ins Kino gehen oder ihr macht etwas ganz anderes. Ist einmal niemand da, dauert es sicher nicht lange, bis jemand kommt – oder du lernst neue Leute kennen. Das geht eigentlich überall in Bolivien richtig schnell.

Gastfamilie

Die meistens Bolivianerinnen und Bolivianer können gar nicht genug Zeit mit ihrer Familie verbringen und sind meistens sehr stolz auf sie – und bestimmt auch auf dich als neues Familienmitglied. Bestimmt wirst du erst einmal im Sportclub oder der Kirchengemeinde vorgestellt und deine Ankunft ist Anlass, wirklich alle Familienmitglieder aus dem gesamten Land einzuladen und dich vorzustellen.Mit deinen Gastgeschwistern oder anderen gleichaltrigen Verwandten kannst du sicherlich schnell neue Freundschaften schließen.

 

Während werktags nur zusammen gegessen – und richtig viel gequatscht – wird, gehört mindestens ein Tag am Wochenende ausschließlich der Familie. Entweder finden sich alle Familienmitglieder in einem Zuhause ein oder es werden Ausflüge unternommen. Das bietet sich oft an, da es viele Feierlichkeiten mit Paraden und Umzügen gibt – nicht nur den Karneval, der hier richtig groß und bunt ist. Wundere dich nicht, dass alle – auch Besuch – nach dem Mittagessen tatsächlich erst einmal Siesta halten: Von einer Sekunde auf die nächste ist es mucksmäuschenstill im Haus und alle ziehen sich in ihre Zimmer zurück, schlafen oder lesen, bevor es dann im bunten Alltag weiter geht.

Programminfos
Programm Schulhalbjahr (4-5 Monate) Schuljahr (9-10 Monate)
Preis 7.790 € 8.290 €
Ausreise im Sommer Ja Ja
Ausreise im Winter Ja Ja

Die Ausreise im Sommer erfolgt zwischen Juli und September, je nach Zielland.

Die Ausreise im Winter erfolgt zwischen Januar und April, je nach Zielland.

 

Bei AFS kannst du dich durchgehend für dein Schuljahr oder Schulhalbjahr im Ausland bewerben.

 

Die besten Chancen auf dein Wunschland und ein Stipendium hast du, wenn deine Bewerbung
- für die Sommerabreise des kommenden Jahres zwischen Mai und Oktober
- für die Winterabreise des kommenden Jahres zwischen Januar und Mai
bei uns eingeht.

 

Falls du den Zeitraum verpasst hast, kein Problem: Du kannst dich für die Sommerabreise bis April und für die Winterabreise bis November vor deiner Ausreise auf noch freie Plätze bewerben. Sprich uns gerne an, wenn du wissen möchtest, ob dein Wunschland noch verfügbar ist!

Erfahrungsberichte
Stipendien

Ein Drittel unserer Austauschschülerinnen und -schüler erhalten ein Teilstipendium. AFS bietet eine Vielzahl von Stipendien an: zum Beispiel AFS-eigene Stipendien, Unternehmensstipendien und Stipendien von Stiftungen.

 

Speziell für Bolivien gibt es folgende Stipendienmöglichkeiten:

Stipendium Höhe Dauer Für
Lateinamerika-Stipendium 500–3.000 € Schuljahr und Schulhalbjahr Jugendliche, die an Lateinamerika interessiert sind
AFS-Bundeslandstipendium 500–3.000 € Schuljahr und Schulhalbjahr Jugendliche aus allen Bundesländern
Stipendium „Engagiert im Sport“ bis 2.000 € Schuljahr Jugendliche, die in einem Sportverein engagiert sind

Weitere Stipendienmöglichkeiten für dieses und andere Länder findest du auf unserer Stipendienseite.

Programmablauf und Betreuung

Gut gewappnet in die Welt

AFS-Schülerinnen zeigen auf Weltkarte

Damit du selbstbewusst in deinen Austausch starten kannst, bereiten wir dich intensiv vor. AFS ermöglicht dir den Besuch von zwei bis drei Wochenendseminaren, auf denen du gemeinsam mit anderen Austauschschülerinnen und -schülern die eigenen Erwartungen reflektierst, Hintergrundwissen zum Gastland erwirbst und Tipps im Umgang mit ungewohnten Situationen erlernst. Weitere Themen sind der Umgang mit typischen AFS-Regeln sowie die AFS-Betreuung. Durchgeführt werden die Vorbereitungsseminare von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in der Regel selbst ehemalige AFS-Austauschschülerinnen und -schüler sind. Sie helfen dir mit vielen nützlichen Hinweisen für die Zeit im Gastland.

Auch vor Ort sorgfältig betreut

Schon am Flughafen empfängt dich eine AFS-Ansprechperson. Du und deine Gastfamilie erhalten außerdem eine persönliche Betreuerin, bzw. einen persönlichen Betreuer. Diese Person steht euch mit Rat und Tat zur Seite und kann bei Bedarf vermitteln. AFS-Betreuerinnen und -Betreuer wohnen in der Nähe oder zumindest in derselben Region wie deine Gastfamilie. Auch die jeweilige AFS-Geschäftsstelle im Gastland hilft dir gerne weiter. Für alle Fälle gibt es in jedem Partnerland eine AFS-Notrufnummer, unter der täglich rund um die Uhr AFS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter erreichbar sind.

Im Gastland nimmst du an 2-3 weiteren Seminaren teil, die dir helfen, deine Erlebnisse zu verarbeiten.

Leistungen

Unsere Austauschprogramme für ein ganzes oder ein halbes Schuljahr beinhalten folgende Leistungen:

  • Reisekosten (Hinreise ins Gastland von dem von AFS festgelegten Abreiseort in Deutschland und Rückreise)
  • Kranken- und Unfallversicherung
  • Aufenthalt als Gastkind in einer Familie
  • Besuch einer weiterführenden Schule im Gastland
  • Betreuung der Schülerinnen, Schüler und Gastfamilien durch AFS bzw. unsere Partnerorganisation
  • Internationale Koordination
  • Mindestens zwei Vorbereitungs- und zwei Nachbereitungsseminare
  • Orientierungs- und Auswertungsveranstaltung im Gastland
  • 24-Stunden Erreichbarkeit
  • Reisearrangements in Notfällen
  • Unterstützung bei der Reise / teilweise Flugbetreuung
  • Betreuung der Eltern im Heimatland
  • Unterstützung und Beratung beim Visumsantrag
  • Insolvenzversicherung nach §651 k BGB
  • Informationsmaterialien

Tipp: Wenn du die Preise verschiedener Austauschorganisationen miteinander vergleichen willst, solltest du darauf achten, dass diese Preise auch die gleichen Leistungen beinhalten! Weitere Informationen erhältst du in unserer Teilnahmevereinbarung und in der Schüleraustausch-Broschüre.