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Alle Leute hier sind nett und höflich

Tina, Dänemark, 2007/08,

Alle Leute hier sind nett und höflich

Jeg hedder Tina og jeg er et år i Denmark. Jeg tror bor i Denmark er made godt. (Ich heisse Tina und bin ein Jahr in Dänemark. Ich glaube in Dänemark zu leben ist sehr gut).

Hallo mein Name ist Tina und ich verbringe mein Austauschjahr in Dänemark. Ich lebe in der in Westseeland liegenden Stadt Stenlille. Meine ersten Eindrücke waren sehr positiv, denn die Menschen in Dänemark haben die gleichen Gewohnheiten wie wir Deutschen. Es gibt nur kleine Unterschiede. In Deutschland essen wir zum Mittag warmes Essen, hier in Dänemark ist es zum Abendbrot, aber das ist keine große Umstellung. Was mir hier in Dänemark aufgefallen ist, dass die Leute hier viel öfter Danke sagen als in Deutschland. Aber dafür haben die Dänen nicht wirklich ein Wort für Bitte. Um das Wort Bitte in Dänemark auszudrücken, muss ein ganzer Satz gesagt werden.

Dänen sind freundlich und aufgeschlossen

Dieser positive Eindruck von Dänemark ist bis heute geblieben. Alle Leute hier sind sehr nett und höflich. Sie akzeptieren jemanden gleich, auch wenn sie diese Person nicht wirklich kennen. Viele Leute sagen, dass die Dänen nicht so viel reden, wenn sie eine Person noch nicht so gut kennen. Ich habe aber eine andere Erfahrung gemacht. Meine Familie ist sehr aufgeschlossen und freundlich. Die Freunde und Familien meiner Familie haben mich sehr freundlich aufgenommen und reden auch viel mit mir. Ich denke durch all diese Umstände fühle ich mich sehr wohl und geborgen hier.

Manchmal habe ich Phasen, in denen ich meine Familie in Deutschland vermisse, aber dadurch, dass meine Familie in Dänemark viel unternimmt, vergesse ich es sehr schnell wieder. Sie spüren auch, wenn es mir nicht gut geht und da lächeln sie noch öfter und helfen mir einfach diese Phase zu überwinden. Ich war früher sehr zurückhaltend und sehr schüchtern. Es war mir peinlich, in ein Geschäft zu gehen oder Leute, die ich nicht kannte, anzusprechen und ihnen eine Frage zu stellen. Heute weiß ich, dass es die Arbeit der Leute ist, Fragen zu beantworten oder sie sich mit diesem Thema auskennen. Ich kann hier einfach in Geschäfte gehen und Fragen stellen.

Fast alle Filme auf Englisch

Dieses Auslandsjahr hat mir sehr geholfen, mich selbst zu finden, selbstbewusster zu werden und nicht vor schwierigen Dingen zurückzuschrecken. Und auch wenn man heute einen schlechten Tag hat, muss man immer nach vorn schauen, denn es wird irgendwann immer besser oder ändert sich so zum positiven, wie man es vorher nicht erwartet hätte. Ich habe auch mein Englisch verbessert, denn die Anfangssprache war für mich Englisch, um mich überhaupt verständigen zu können. Denn selbst das Fernsehen ist hier in Englisch. Die einzigen Filme, die synchronisiert werden sind Trickfilme und Filme für kleine Kinder. Alle anderen Filme sind in der Originalsprache mit dänischen Untertitelen.

Fotomodel für einen Tag

Auf die Frage, welche Szenen ich beschreiben würde, wenn ich keinen Fotoapparat hätte und wieder zu Hause wäre, muss ich sagen, ich habe hier bis jetzt eine so tolle Zeit erlebt, dass ich gar nicht wüsste, was ich da zuerst erzählen sollte. Ich hatte wunderschöne Szenen von Anfang an von meiner Ankunft bis jetzt. Mir ist aufgefallen das Dänemark sich sehr um die Jugendlichen kümmert. Die sogenannten Kommunen, wie bei uns Landkreise, bieten für die Jugendlichen kostenlose Freizeitprogramme an. Ich war zum Beispiel bei "Fotomodel für einen Tag", Babysitterschein und andere. Diese Programme sind alle kostenlos. Hier wird zum Beispiel auch Reiten angeboten, wenn man sich dafür entscheidet, muss man nichts bezahlen, auch der Transport wir von der Kommune organisiert und bezahlt.

Ich denke es ist wirklich schade, dass es solche Angebote nicht in Deutschland gibt, denn ich denke dann würden nicht so viele Jugendliche in den Bushaltestellen oder in Parks sitzen und trinken oder Gegenstände demolieren. Für die Jugendlichen in Dänemark sind Partys und Freunde sehr wichtig. Sie haben nicht so viel Zeit für viele andere Hobbys, denn sie haben alle einen Job und der nimmt viel Zeit in Anspruch.

Was mich bei den dänischen Jugendlichen überrascht hat ist, dass sie nicht darauf achten, ob jemand Designersachen trägt oder nicht. Wer Designersachen tragen möchte und auch das Geld dafür hat, trägt es, wer sich in anderen Sachen wohl fühlt, trägt das.

Was ich zukünftigen AFSern auf den Weg geben würde ist: Seid einfach ihr selbst, versucht nicht euch anders zu geben als ihr seid und seid offen für alles Neue.