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Ein Jahr in einem Sportkindergarten

Elena, Dänemark, 2010/11, EVS

Ein Jahr in einem Sportkindergarten

m August ging es los, für ein ganzes Jahr sollte ich in ein Land, welches ich bis dahin nur aus ein paar Wochen Urlaub kannte. Am Anfang war ich sehr froh darüber, dass ich in der Schule doch relativ viel Englisch gelernt hatte und die Skandinavier auch sehr gut Englisch sprechen, denn von dem Dänisch, das um mich herum geredet wurde, verstand ich leider noch kaum ein Wort!

Hobbies und neue Kontakte gefunden

Das machte es natürlich nicht besonders leicht, sich einzuleben und Hobbies zu finden (schließlich hat man als Freiwillige ja auch Freizeit). Das „Anderssein“ lernt man in einer solchen Situation nochmal ganz anders kennen. Aber durch die Hilfe meiner Gastfamilie und auch durch Kontakte aus dem Projekt (hier waren es Eltern von Kindergartenkindern) waren schnell ein paar Hobbies gefunden und ich lerne ein paar mehr Dänen kennen.

On-Arrival Training

Im September ging es auch schon zum On-Arrival Training, wo ich sehr viele andere Freiwillige traf. Man konnte sich mit ihnen austauschen, viele Kontakte knüpfen und kam zudem noch dazu, etwas mehr vom Gastland kennenzulernen! Ein paar Wochen später ging es dann auch los an der Sprachschule, obwohl ich bis dahin die wichtigsten Sachen eigentlich schon im Kindergarten gelernt hatte („Ich hab mir in die Hose gemacht..“ oder „Nein, lass das!“ ;-) )

Der dänische Winter

Dann kam der lange, relativ kalte, dunkle dänische Winter, den aber zu einem großen Teil das „große“ und umfangreiche dänische Weihnachten ausmachte. Diese und einige andere dänische Traditionen und Sitten lernte ich kennen und gewöhnte mich auch so langsam daran. Zumindest an die meisten. Dass man z.B. in Dänemark eigentlich nie „Guten Appetit“ sagt, sondern einfach anfängt zu Essen, wenn man etwas auf dem Teller hat, konnte ich mir in einem ganzen Jahr nicht wirklich angewöhnen.

Reisen

Im Dezember war außerdem noch das Midterm Meeting. Ich sah alle die netten Leute, die ich am ersten Seminar getroffen hatte, wieder und wir hatten ein paar schöne Tage in Kopenhagen, in denen wir viel über unsere bisherigen Fortschritte und weitere Ziele nachgedacht und geredet haben. Wie auch das erste Seminar war es wieder sehr motivierend! Außerdem gab es während des ganzen Jahres kleinere und größere Aktionen von AFS Dänemark, bei denen ich andere Freiwillige aus der Region, wo ich war, kennen lernte. So z.B. auch im Mai eine Tour an den nördlichsten Punkt Dänemarks. Das Frühjahr war generell ein bisschen „Reisezeit“, um noch etwas mehr und ein paar verschiedene Ecken von Dänemark kennen zu lernen und auch mit dem Kindergarten konnten wieder etwas größere Touren unternommen werden.Und die Zeit begann auf einmal zu rasen und ging schneller vorbei als man jemals gedacht hätte. So wurde es plötzlich Juli, die Sommerferien begannen und ich musste mich von den ersten Kindern verabschieden. Die letzten Wochen waren sehr hart, so gut hatte ich mich letztendlich eingewöhnt und eigentlich wäre ich in dieser Zeit am liebsten einfach dort geblieben!

Abschließend würde ich jedem einen Freiwilligendienst empfehlen und werde selber dieses Jahr sicherlich immer in guter Erinnerung behalten. Ich habe unglaublich viel gelernt und viele nette Leute kennen gelernt (nicht zuletzt dadurch, dass wir im Projekt zwei Freiwillige waren und alles zusammen erlebt haben!). Die Leute im Projekt waren sehr nett und hilfsbereit und wir waren eigentlich überall dabei und haben auch von den Kindern sehr viel gelernt (vor allem die Sprache! ;-) )