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Ein erstaunliches Jahr

Tianyu, China, Volksrepublik, 2008/09,

Die Zeit in Deutschland ging schnell herum, mein Austauschjahr ist fast zu Ende. In der zweiten Hälfte meines Austauschjahres habe ich viel erlebt. Mein Deutsch ist ja langsam besser geworden. Ich kann viel verstehen im Unterricht, ich kann auch fast alle Hausaufgaben in den Fächern mitmachen. Ich versuche auch Arbeiten mitzuschreiben. Ich kann gute Noten bekommen in Englisch und Mathe. Manchmal bekomme ich auch gute Noten in anderen Fächern. Ich habe mehrere Freunde kennen gelernt, sie sind auch ganz nett und freundlich. Wir sprechen und essen unsere Schulbrote zusammen in der Pause. Wir gehen auch ins Kino usw.

Ich bin auch in die Chinesisch AG gegangen, um zu helfen. Dass freut mich, dass viele Schüler Chinesisch lernen möchten. Ich singe auch weiter im Chor. Das macht Spaß. Wir haben auch mehrere Konzerte gehabt. Was mir am meisten Freude macht, ist, dass ich mit meiner Familie viele Städte und Länder kennen gelernt habe. Reisen macht so viel Spaß, und mit meiner Familie war es sehr nett. Wir waren in Belgien, Dänemark, Niederland und in vielen Städten von Deutschland. Vieles hat sich verändert in diesem erstaunlichen Jahr. Ich bin erwachsener geworden!

Ich bin erwachsener geworden

10 Monate vorher war ich ein abhängiges Mädchen, weil ich ein Einzelkind zu Hause bin. Ich bin verwöhnt von den Eltern. Ich war auch naiv. Ich konnte nicht denken wie eine wirkliche 16-jährige Schülerin. Aber nach 10 Monaten bin ich sehr unabhängig. Ich mache keine Hausarbeit zu Hause in China, aber jetzt bereite ich manchmal Abendessen vor oder decke den Tisch. Ich kann auch viele Probleme, die im Leben passieren, selbst lösen.

Ideologisch, ich kann auch schon in einer Reife denken, wie eine wirkliche Erwachsene. Ich bin ja auch mutig, dass ich in einem ganz anderen Land leben kann. Ich liebe die frische Luft, weite Wiesen, saubere Strassen, die familiäre Atomsphäre von Deutschland. Und die Beziehungen zwischen den Menschen werde ich am meisten vermissen. Das freut mich sehr, dass ich eine gute Beziehung mit meiner Familie und meiner Klasse gehabt habe in diesem Jahr. Ich fand das sehr freundlich und warm, wenn Leute sich treffen, sich unarmen oder sich küssen. Das sieht ganz warmherzig aus.

Ich mag deutsches Essen

Ich liebe Deutschland, aber auf der anderen Seite vermisse ich mein Heimatland auch sehr. Ich freue mich meine Eltern und Freunde wieder zu sehen. Wieder in die chinesische Schule zu gehen finde ich auch spannend. Und was ich besonders toll finde ist, dass ich wieder chinesisches Essen bekommen kann. Ich mag deutsches Essen, es ist lecker und gesund. Aber trotzdem, chinesisches Essen ist das Essen, dass ich schon 16 Jahre gehabt habe! Ich war einmal in der Hauptstadt Berlin und habe dort Urlaub gemacht. In den 10 Tagen habe ich viel über die deutsche Geschichte und Politik erfahren. Ich war einmal im Reichstag. Das ist ein Parlamentsgebäude. Wir sprechen auch über die EU oder Deutsche Politik im Unterricht in Powi. Das ist das Fach über Politik und Wirtschaft.

Ich war auch in vielen Museen in verschiedenen Städten von Deutschland. Davon habe ich vieles über die Geschichte von Deutschland kennen gelernt. Zum Beispiel: Technik Museum, Jüdisches Museum , Berliner Mauer, oder Eastside Galerie usw. Schlösser fand ich auch interessant . Ich habe viel gelernt über deutsche Kaiser und Könige, und vergleiche sie mit meiner Kultur. Im Geschichtsunterricht in der Schule diskutieren wir auch viel.

Tipps für neue Hopees

Ich denke, die vier wichtigsten Komponenten für einen Austauschschüler sind: Gastfamilie, Schule, Freundschaft und Freizeit.

Familie : Wenn du eine gute Beziehung mit deiner Familie aufbauen möchtest, dann musst du mit deiner Familie viel erzählen, was passiert ist und was du erlebt hast. Das trainiert auch beim Deutsch lernen. Wenn du Probleme hast oder Heimweh hast musst du besonderes mit deiner Familie sprechen. Und ich fand auch wichtig einander zu vertrauen. Die Familie nach 10 Monaten zu verlassen finde ich als Austauschschülerin am schwersten. Meine Familie ist auch traurig dass ich wieder wegfahre.

Schule: Die Schule nimmt auch die meist Zeit des Austauschjahres in Anspruch. In der Schule, denke ich, egal ob du ganz gut Deutsch sprechen kannst oder nicht, versuche trotzdem alles mitzumachen. Hausaufgaben, Arbeiten, Projekte, Präsentationen usw. Wenn du mitmachst, bekommst du ein Gefühl der Erfüllung und Glück.

Freundschaft: Viele Freunde kennen zu lernen ist toll. Du bekommst Freunde in der Schule und Freunde, die auch Austauschschüler aus verschiedenen Ländern sind. Du kannst vieles mit ihnen in deiner Freizeit machen. Sie helfen dir auch im Unterricht oder bei der Sprache.

Freizeit: Freizeit besitzt sich auch einen wichtigen Platz in diesem Jahr. Weil Austauschschüler keinen Stress in der Schule haben, müssen sie nicht die ganze Zeit vor dem Schreibtisch sitzen und arbeiten. Als ein Austauschschüler musst du deine Freizeit gut organisieren. Unternimm das woran du Interesse hast, egal Sport, tanzen, singen, malen oder etwas anderes. Versuch auch manchmal dich mit Freunden zu verabreden um zusammen ins Kino, ins Theater oder ins Museum zu gehen. Allgemein, sei aktiv in allen Sachen, die du interessant findest in deiner Freizeit.

Ich habe Glück eine Austauschschülerin zu sein. Ich werde auch gerne als Volunteer für AFS weiter arbeiten und helfen.

Ich habe ein erstaunliches Jahr gehabt, und ich hoffe, dass die neuen Hopees auch vieles lernen und erleben können in ihrem Austauschjahr.

Tianyu aus China 2008/09