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Erfahrungsbasiertes Lernen

Die Umsetzung der AFS-Lernziele

AFS unterstützt die jungen Programmteilnehmenden und auch die Gastfamilien dabei, die interkulturellen Lernziele zu erreichen. Sie werden angeregt, bestehende Weltansichten kontinuierlich zu erforschen, alternative Sichtweisen zu erkunden und ihre Denkweise, ihr Verständnis und ihr Verhalten zu überdenken.

Auch wenn die meisten AFS-Programme formale Bildungsaspekte wie den Schulbesuch beinhalten, und allesamt die Möglichkeit für informelles situatives Lernen im Alltag bieten, fokussiert sich AFS primär auf den Aspekt der nicht-formalen Bildung. Diese ist gut organisiert, findet jedoch außerhalb des klassischen Klassenzimmerumfeldes statt.

Ausgebildete ehrenamtliche Betreuer und Trainer begleiten den Lernprozess mit einem zielorientierten und zeitlich strukturierten Lehrplan. Dazu gehören Orientierungsveranstaltungen, monatliche Kontakttreffen und individuelle Reflexionsmöglichkeiten anhand von Workbooks oder Tagebüchern. Dabei liegt der Schwerpunkt stets auf den Bedürfnissen der Teilnehmenden und auf der praktischen Anwendbarkeit für den zukünftigen persönlichen und beruflichen Gebrauch.

AFS glaubt an die Stärken des erfahrungsbasierten Lernens. Hierbei steht der Lernende im Mittelpunkt. Er wird dazu anregt, seine Erfahrungen strukturiert zu reflektieren und sie zu analysieren, um Bedeutungen herzuleiten. Anhand der gewonnen Erkenntnisse kann er dann neue Verhaltensweisen ausprobieren und bestehende anpassen.

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Nach dem Modell von David Kolb werden Erfahrungen und neues Wissen in einem 4-Phasen-Zyklus in den Phasen "Konkrete Erfahrung" und "Aktives Experimentieren" aufgenommen. Um sie in sinnstiftende Erkenntnis umzuwandeln, überdenken Lernende diese Erfahrungen in der Phase "Beobachtung und Reflexion". Daraus leiten sie in der Phase "Abstrakte Begriffsbildung" eine Bedeutung ab. Dieses neue Wissen kann in der Phase "Aktives Experimentieren" neu eingesetzt und in neuen Situationen überprüft werden. Die Lernenden können in jeder der vier Phasen in den Lernzyklus einsteigen. Während einer Austauscherfahrung machen die Teilnehmenden eine Vielzahl neuer Erfahrungen, weshalb eine pädagogische Begleitung unter Berücksichtigung aller Lernphasen von umso größerer Bedeutung für einen erfolgreichen und nachhaltigen Lernprozess ist.