• Kontakt
  • Facebook
  • Twitter
  • Youtube
  • Blogger

Der Kurzzeitaustausch war super!

Alisa, Spanien, 2009,

Der Kurzzeitaustausch war super!

Hallo, ich bin Alisa und komme aus Schleswig-Holstein. Ich war die letzten 3 Monate mit AFS in Spanien, um an dem neuen Trimesterprogramm teil zu nehmen. Ich habe an der Ostküste, in Vila-Real, gelebt, einer Stadt in der Nähe von Valencia.

Meine Gastfamilie bestand aus meiner Gastmutter, meinem Gastvater, meinem kleineren Gastbruder und außerdem noch meinem älteren Gastbruder, den ich aber nur in der ersten Woche kennen gelernt habe, da er dann zum Studieren weggegangen ist. Meine Familie gehörte zu den besser verdienenden Bürgern und wir haben in einem großen Haus mit Pool gelebt, das aber leider etwas abseits der Stadt lag. Die meisten Spanier leben in Wohnungen direkt in der Stadt und manche von ihnen haben noch ein Sommerhaus auf dem Land.

Mein Gastvater war der Direktor an meiner Schule. Aus diesem Grund konnte er mir die Schulbücher, die man sonst kaufen muss, für die 3 Monate ausleihen. Wenn meine Schule zu Ende war, sind wir drei (mein Bruder war auch an der Schule) nach Hause gefahren und meistens war meine Gastmutter dann auch schon da und hat das Mittagessen gekocht. Mittags haben wir immer sehr lange am Tisch gesessen und über den Tag, die Schule und alles Mögliche geredet. Auch abends gegen 21.30 Uhr gab es nochmals eine warme Mahlzeit und danach hat die ganze Familie zusammen Fernsehen geguckt. Am Sonntag kam dann immer die Familie, meine Gastgroßeltern und Gasttante, Gastonkel und der Gastcousin und wir haben immer zusammen Paella gegessen, ein typisch Spanischen Reisgericht.

Meine Zeit an einer spanischen Schule

In der Schule habe ich schon gleich am ersten Tag Freunde gefunden. Das war sehr schön, denn sie konnten mir dann helfen die Räume zu finden, Formulare auszufüllen (man musste in der jeweils ersten Stunde eines Faches einen Zettel mit den persönlichen Daten wir Name, Alter, Straße, aber auch Beruf der Eltern und die Sprache, die man in der Familie spricht, da man in der Region nicht nur Spanisch, sondern auch Katalanisch spricht, und noch viele andere Fragen). Natürlich habe ich so auch gleich mit ihnen die Pausen verbringen können. In Spanien fängt die Schule erst um 8.30 Uhr an und dann hat man immer 3 Stunden hintereinander, ohne kurze Pausen dazwischen. Nach einer Pause kommen dann wieder 3 Stunden Unterricht. Meistens war dann also um 14 Uhr Schluss, nuzwei Mal die Woche hatte ich bis um 15 Uhr Schule. Spanier haben eigentlich die gleichen Fächer wie wir in Deutschland.

An meiner Schule gab es leider keinen extra Spanisch-Kurs und da ich vorher auch noch kein Spanisch gelernt habe, war es in den meisten Fächern sehr schwer für mich etwas zu verstehen. Aber meine Schule macht generell sehr viele Schüleraustausche und so waren in den 3 Monaten, die ich dort war Klassen aus Deutschland, der Schweiz, Italien und Tschechien für jeweils eine Woche, mit denen ich dann auch immer viel gemacht habe und somit schöne Städte wie Barcelona, Peñíscola, Morella und natürlich Valencia besucht habe. Es war auch gut, dass ich mit den Klassen mitgefahren bin, um die Städte zu sehen, denn Spanier reisen nicht gerne, auch nicht um nur Städte in der Nähe anzugucken. Also bin ich mit meiner Gastfamilie nie weggefahren, aber das war nicht schlimm - sie war trotzdem eine super Familie und ich habe ja viel gesehen. ;-)

Freizeit

Nach der Schule konnte ich die Freizeit selber gestalten. Bei gutem Wetter lag ich natürlich oft am Pool, aber ich habe auch sehr viel mit meinen Freunden gemacht. Besonders in der ersten Woche war es sehr interessant in der Stadt, da dort ein Fest war, bei dem auch Stiere frei durch die Straßen gerannt sind! Im Gegensatz zu Deutschland, unternimmt man tagsüber nichts mit seinen Freunden, sondern man trifft sich erst abends nach dem Abendbrot oder man geht direkt mit seinen Freunden essen. Dies habe ich sehr oft mit meinen Freunden gemacht und wir hatten großen Spaß dabei. Außerdem habe ich angefangen Tennis zu spielen.

Ich denke ich bin ein bisschen selbstbewusster geworden und natürlich habe ich so auch viele neue Freunde gefunden. Ich finde es gut, dass es die Möglichkeit gibt, auch für kurze Zeit ins Ausland zu gehen um zu sehen, wie das Leben dort ist, auch wenn ich mir im nachhinein gewünscht habe noch länger da zu bleiben. Das Treffen in Brüssel fand ich auch sehr toll, da man dann diejenigen kennenlernen konnte, die in der eigenen Familie gelebt haben. Meine drei Monate in einem anderen Leben haben mir sehr gut gefallen und ich wäre sehr gerne noch länger da geblieben!!!