Freiwilligendienst in Indien - weltwärts, ijfd, csp

Freiwilligendienst in Indien

Bei deiner Freiwilligenarbeit in Indien wirst du wahrscheinlich auf traditionell indische Art und Weise empfangen: mit Blumenkränzen, Kerzen und Bindhis. Atme Luft, die nach Curry schmeckt und sieh dich an den leuchtenden Farben auf dem Markt satt. Wirf einen Farbbeutel beim Holifestival, mach dich stark für die überwältigende Natur oder pack in einem Bildungsprojekt mit an. Die indische Musik, Bollywood-Filme und das würzige vegetarische Essen sind nur einige der Dinge, die dir bei deinem Freiwilligendienst in Indien sicher schnell ans Herz wachsen werden.

Infos Indien

Indiens Landschaft ist sehr vielfältig. Strände, Palmen, Berge und Urwälder treffen auf Metropolen mit mehreren Millionen Einwohnern. Inderinnen und Inder fühlen sich zumeist tief verbunden mit ihrer Familie, ihrer Religion, ihren Tieren und der Umwelt. Das traditionelle Gesellschaftsbild der Frau am Herd wandelt sich momentan. Die jüngeren Generationen sind oft kritischer, digitalisierter und freier. Und viele Inderinnen und Inder telefonieren gern. Sehr gern! Anders als wir Deutschen nehmen sie Anrufe immer an, wenn das Smartphone klingelt. Wundere dich also nicht, wenn sie euer Gespräch abrupt abbrechen. Auch das Essen spielt in Indien eine größere Rolle. Du wirst nicht gefragt, wie es dir geht. Du wirst vielmehr gefragt, ob du schon gegessen hast. Meist steht fünf Sekunden später ein Teller mit Essen vor dir. Unser Tipp: Vegetarierinnen und Vegetarier kommen in Indien voll auf ihre Kosten.

 

Damit du nicht in Fettnäpfchen trittst, hier einige Tipps: In Indien begrüßen sich die Menschen mit dem „Namaste“-Gruß. Dabei legst du die Handflächen aneinander, hebst sie auf Brusthöhe und senkst leicht den Kopf. Auf gar keinen Fall sollten Frauen kurze oder knappe Kleidung tragen. Männer verzichten am Besten auf kurze Hosen. Wenn du jemanden heranwinken willst, strecke deinen Arm nach vorne aus und bewege die Hand nach unten. Die europäische Bewegung verstehen Inderinnen und Inder nämlich als Beleidigung! Die linke Hand gilt zudem als unrein. Iss und berühre andere nur mit der rechten Hand. Außerdem antworten Inderinnen und Indern aus Höflichkeit nie mit einem klaren „Nein“. Fordere mit deinen Fragen also kein „Nein“ heraus. Sei vorsichtig beim Fotografieren: Viele Gebäude dürfen nicht abgelichtet werden. Und nimm es mit der Pünktlichkeit nicht so genau. Damit sich dein Magen langsam eingewöhnt, verzichte anfangs auf ungeschältes Obst, frisch gepresste Fruchtsäfte, rohes Gemüse, Speiseeis und Eiswürfel. Leitungswasser ist und bleibt tabu.

Einsatzfelder für Freiwilligenarbeit in Indien

Sprichst du gut Englisch und bist körperlich fit? Dann passt ein Freiwilligendienst in Indien hervorragend zu dir. Die Projekte befinden sich in Dörfern und Großstädten in den südindischen Bundesstaaten Tamil Nadu und Karnataka.
 
In einem Schulprojekt hilfst du Lehrerinnen und Lehrern zum Beispiel beim Englisch- oder einfachem Mathematikunterricht. Bei kleineren Kindern gibt es außerdem häufig Mal- und Zeichenunterricht. Platzierungen in Projekten für Kinder eignen sich ausschließlich für Personen, die multitaskingfähig sind und gerne Dinge anpacken wollen. Eine kreative Ader und die Leidenschaft zu Musik, Kunst und Sport nutzen dir hier viel. Du kochst, arbeitest im Garten, putzt, hilfst den Kindern bei den Hausaufgaben und spielst mit ihnen. In einem anderen Projekt bringst du mental und körperlich beeinträchtigten Menschen Alltagstätigkeiten bei – zum Beispiel das Zusammenfalten von Kleidung oder das Fegen eines Raumes. Bei den Umweltprojekten kannst du zum Beispiel beim “Water Harvesting” dabei helfen, Brunnen und Gräben in Stand zu setzen oder wieder anzulegen und erfährst so alltagspraktisch, wie vor Ort mit Wasserknappheit umgegangen wird. Oder du unterstützt ein Projekt mit benachteiligten Menschen in der Landwirtschaft und in der Büroarbeit. Wenn du am Liebsten mit Tieren arbeiten möchtest, kannst du dich in der Arbeit mit Straßenhunden engagieren.
 
Deine Kolleginnen und Kollegen tun sich wahrscheinlich schwer damit, Termine und Absprachen einzuhalten. Lass dich davon nicht zur Weißglut treiben. Das ist die indische Art und Weise, Sachen anzugehen. Mit der Zeit lachst du sicher darüber.

FSL IndiaWir arbeiten in Indien mit unserer Partnerorganisation FSL India zusammen. FSL India wurde im Jahr 2000 gegründet und engagiert sich für internationale Freiwilligendienste. Sie ist eine der größten Organisationen in diesem Bereich in Indien. Weiterhin setzt sich die Organisation für die Mobilität der Jugend und eine nachhaltige Entwicklung ein. FSL Indien arbeitet mit vielen Organisationen weltweit zusammen und nimmt Freiwillige aus vielen verschiedenen Nationen auf. Du hast so die Chance, Kontakte zu anderen ausländischen Freiwilligendienstlern aufzubauen.

Freizeit und Freunde

Von A nach B kommst du in Indien am besten mit einer Rikscha. Für größere Distanzen steigst du besser in einen Bus oder Zug.
 
Kulturell hat Indien jede Menge zu bieten: Lass dich von alten Legenden und Mythen verzaubern und bestaune alte Kulturstätten, Galerien und Kunstsammlungen. Fast überall in Indien spielt die Religion eine große Rolle. So bilden majestätische Tempel, Moscheen und Kirchen wichtige Zentren für die Gesellschaft.
 
Auf einer Tiersafari beobachtest du den Bengal-Tiger, Nashörner, Bisons, Leoparden und Krokodile vom Rücken eines Elefanten im dichten Dschungel aus. Wusstest du, dass Yoga ursprünglich aus Indien stammt? Hier lernst du von den Besten, um deinen Körper und deinen Geist in Einklang zu bringen. Vielleicht sogar im spirituellen Hippie-Bundesstaat Goa. Außerdem zählen Rugby, Hockey und Fußball zu den beliebtesten Sportarten. Schließe dich doch während deiner Freiwilligenarbeit in Indien einem Verein an.

Unterkunft in Indien

Für deinen Freiwilligendienst in Indien bringt AFS dich entweder in einer Gastfamilie, im Projekt oder in einer Wohngemeinschaft mit mehreren Freiwilligen oder anderen Inderinnen und Indern unter.
 
Die Familie steht in Indien im Mittelpunkt. Familienbezeichnungen werden sehr weit gefasst: Junge Cousinen und Cousins fünften Grades oder auch Nachbarskinder und Bekannte heißen „sister“ und „brother“, Erwachsene „auntie“ und „uncle“ und die älteste Generation „dadiji“ (Großmutter) und „dadaji“ (Großvater). Alle gehören zusammen. Wenn eine Feier ansteht, kommen wahrscheinlich um die 50 Leute zusammen. Sie tragen traditionelle indische Kleidung, kochen gemeinsam Essen und tanzen fröhlich zur Musik. Hochzeiten dauern sogar mehrere Tage. Bestimmt wirst du während deines Freiwilligendienstes gerne dazu eingeladen. Auch im Alltag herrscht zuhause häufig ein reges Treiben. Irgendjemand kommt immer spontan zu Besuch oder ihr unternehmt vielleicht gemeinsame Ausflüge, fahrt an den Wochenenden in ein Restaurant oder besucht die Großeltern. Es kann passieren, dass du kein eigenes Zimmer hast, sondern es mit anderen Freiwilligen oder Mitgliedern der Familie teilst. Nicht all unsere Gastfamilien sprechen Englisch. Doch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit klappt es mit der Verständigung.
 
Wenn du direkt im Projekt untergebracht wirst, entfällt für dich ein langer Arbeitsweg. Ein angenehmer Vorteil. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn du bei deinem Freiwilligendienst in Indien in einem Projekt arbeitest, in dem Kinder die gesamte Woche über betreut werden.
 
Es gibt in Indien zusätzlich die Möglichkeit der Guest Houses. Dort teilst du dir, wie in einer WG, die Zimmer mit internationalen Freiwilligen und Inderinnen und Indern.

Termine & Bewerbung

Es gibt, programmbedingt, verschiedene Fristen für eine Bewerbung und Ausreise nach Indien. Eine nähere Erklärung unserer Programme findest du hier.

 

Im weltwärts / IJFD Programm ist die Ausreise zwei Mal im Jahr möglich, beachte bitte die entsprechenden Bewerbungsfristen.

 

Im 5-11monatigen CSP Programm ist der Programmstart zu Beginn eines jeden Monats möglich, die Bewerbungsfristen entsprechen denen der geförderten Programme.

 

Im CSP Kurzzeit-Programm ist der Programmstart zu Beginn eines Monats möglich. Bewerbungen nehmen wir bis 3 Monate vor geplanten Programmstart entgegen.

 

Bitte bewirb dich für die Ausreisen Januar bis Juli mit dem Formular für die Winterausreise und für die Ausreisen von Juli bis Dezember mit dem Formular für die Sommerausreise.

 

Umso früher du dich bewirbst, umso größer sind die Chancen, in deinem Wunscharbeitsfeld platziert zu werden.

Programmleistungen & Preise

Das Angebot umfasst:

Für die Leistungen im weltwärts und IJFD Programm beachte bitte die entsprechenden Programmseiten: weltwärts und IJFD.

 

Für das CSP Programm sind folgende Leistungen enthalten:

- Vor- und Nachbereitungsseminar in Deutschland

- Hin und Rückflug ab Deutschland

- Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung

- Auswahl und Vermittlung in eine Einsatzstelle

- Unterstützung bei der Visumsbeantragung

- Transfer vom/zum Flughafen in Indien bei Ankunft/Rückkehr

- Intensives Einführungsseminar bei Anreise vor Ort

- Unterbringung in einer bezahlten Gastfamilie / WG oder im Projekt

- ggf. Fahrtkosten vom/zum Projekt

- monatliche Auswertungstreffen vor Ort

- Betreuung und 24-Stunden Erreichbarkeit

- Notfallservice in Indien

- Sicherungsschein

Preise:

Das geförderte Programm weltwärts ist kostenneutral. Der Aufbau eines Förderkreises ist erwünscht, stellt aber keine Bedingung für die Programmteilnahme dar. (Details)

 

Das geförderte Programm Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD) ist kostenneutral. Der Aufbau eines Förderkreises ist erwünscht, stellt aber keine Bedingung für die Programmteilnahme dar. (Details)

 

3 Monate Community Service: 2.990 €

5 Monate Community Service: 5.990 €

11 Monate Community Service: 7.290 €

Das sagen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Vinzent, weltwärts - "Ich habe ein atemberaubendes Land mit faszinierenden Menschen kennen gelernt. Ich hatte ein Projekt, das mich glücklich gemacht hat, ich habe Freunde kennengelernt und wurde mit offenen Armen empfangen."

 

Marlene, weltwärts - "Ich habe in diesem Jahr nicht die Welt verändert. Ein Anspruch, den ich auch nie hatte. Doch habe ich mich persönlich in diesem Jahr sehr weiterentwickelt und eine andere Perspektive kennen gelernt."