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Ganz Deutschland ist hinter seiner Mannschaft

Hannah, Vereinigte Staaten von Amerika, 2009/10,

Ganz Deutschland ist hinter seiner Mannschaft

Ich glaube, dass ich mit dem Wichtigsten anfangen soll: Bestimmt war Fußball für mich etwas Neues. Ja klar spielen wir auch Fußball in den USA (zum Beispiel, mein Cousin lebt für Fußball) aber der Sport ist bei uns nicht so populär. Am Anfang des Weltmeisterschaft, konnte ich kaum verstehen wie die Deutschen so verrückt wegen des Sport sein können. Plötzlich waren die Fahnen raus und die Luft voller Trompeten. Obwohl ich kein großer Fußball Fan bin, hatte ich gern mit meinen Freunden zugeguckt. Etwas was mir besonders an Fußball gefällt, ist dass ganz Deutschland hinter seiner Mannschaft ist. Bei den meisten Sportarten zu Hause wie Baseball und Football sind die Fans mehr geteilt, weil es keine amerikanische Mannschaft gibt, sondern Mannschaften der verschiedenen Städte. So war es für mich schön mit den Deutschen zu jubeln. Ich hoffe sehr, dass Deutschland die Weltmeisterschaft gewinnt.

Einen anderen Sport, den ich hier kennengelernt habe, ist die Formel 1. In den USA hatte ich immer das andere große Motor Wettrennen NASCAR mit meinem Vater geguckt. Ich war auch ein mal auf dem Indianapolis 500 Ring als ich erst fünf Jahre alt war. Als ich mit meinem Gastvater und meiner Gastschwester zum Nürburg Ring zu einer Oldtimer Schau ging, war es für mich nostalgisch. Nicht nur der Ring aber auch die alten Autos bei der Schau hatte ich schön gefunden. Jetzt glaube ich, ich mag die Formel 1 Rennen mehr als die NASCAR Rennen, weil es spannender ist (Hauptsache die Autos fahren nicht alle einfach im Kreis). Ich bin jetzt neugierig auf dass, was zu Hause mit meinem Vater passieren wird, weil er noch die NASCAR Rennen mag und ich die Formel 1.

Karneval

Es gibt keine Möglichkeit Karneval zu beschreiben. Die Leute haben mir gesagt, dass man es nicht beschreiben kann, jetzt weiß ich, dass es stimmt. Ich meine dass Karneval so ein verrücktes, wunderbares Fest ist, dass man es erleben muss und ich habe es erlebt. Obwohl die Deutschen nicht wirklich Halloween feiern und wenige ein Kostümdafür anziehen, ist Karneval ein guter Ersatz. Vielleicht ist es noch besser. Jetzt, nach zehn Monaten habe ich mehr Verständnis für deutsche Politik als früher. Im meinen ersten paar Monaten hier gab es die große Wahl für den Bundeskanzler und obwohl ich zugeguckt hatte, hatte ich es nicht wirklich verfolgt. Deutsche Politik ist viel komplizierter mit den vielen Parteien und die immer wechselnden Koalitionen. Ich glaube, dass ich die Bundestagswahl verpasst habe aber es gab vor nicht langer Zeit eine Landtagswahl im Nordrhein-Westfalen. Dieses Mal hatte ich mehr mitgekriegt.

Vor zehn Monaten als ich noch im New York war, hätte ich nicht gedacht, dass mein Jahr so sein würde. Eigentlich hatte ich mir vorgestellt, dass es nicht so schwierig wäre sich einzugewöhnen wie es dann wirklich war. Ich hatte mir vorgestellt, dass es am Anfangunglaublich schwer sein würde und dann nach den ersten Monaten leichten werden würde. In der Realität hat es bis zum dritten oder vierten Monat gedauert,bis ich mich wirklich zu Hause fühlte. Ich hatte auch am Anfang falsch geglaubt, dass ich fließend Deutsch können würde und obwohl mein Deutsch ziemlich gut ist, wurde ich nicht sagen dass es fließend ist. Trotzdem bin ich zufrieden damit.

Meine Freunde sind Teil meines Lebens

Manchmal wünsche ich mir, dass ich noch einen Monate hier hätte, oder vielleicht bis zum Ende des Sommers bleiben könnte, weil ich so viel vermissenwerde, besonders die Sachen, die es in den USA nicht gibt. Zum Beispiel gibt es keine Apfelschorle, keine richtigen Brötchen oder Frikadellen und am wichtigsten es gibt kein Knoppers aber meine Freunde haben mir ein großes Packet zum mitnehmen geschenkt. Ich werde bestimmt meine Freunde und Familie sehr vermissen. Sie sind jetzt ein wichtiger Teil meines Lebens, so dass ich mir kaum die Zukunft ohne sie vorstellen kann. Wer hätte gedacht, dass dieses Jahr genau so endet, wie es angefangen hat; wieder ein Zuhause verlassen?

Trotzdem freue ich mich auf das nach Hause fliegen. Ich bin seit so langer Zeit weg, dass viel ohne mich zu Hause passiert ist. Alle meine Freunde haben die Highschool fertig gemacht und fangen im August an zu studieren. Ich will diesen Sommer mit ihnen viel machen bevor sie weg fahren. Ich freue mich auch auf Oktober, weil meine Schwester und ihr Mann ihr Kind bekommen und ich eine Tante werde! Es ist schwer ein Austauschjahr in ein paar Sätzen zusammenzufassen. Jedoch glaube ich, dass mein stärkster Eindruck von Deutschland von den Menschen kommt. Die Deutschen sind richtige freundliche Leute. Manchmal scheinen sie ein bisschen unpersönlich aber wenn man sie kennengelernt hat, sind sie zuverlässige Freunde. Ich habe die Deutschen und ihre Land lieb.

Hannah aus den USA, 2009/10