Erfahrungsbericht Auslandsjahr

Das Schulsystem ist total anders und ich finde es gut

Ina, Großbritannien, 2018, Schuljahr im Ausland mit AFS-Stipendium
AFS-Austauschschülerin Ina mit ihren Gasteltern
AFSerin Ina mit ihren Gasteltern

Ich bin seit bereits vier Monaten in Wales und bin überglücklich. Am Samstag, dem 02.09. ging meine große Reise los. Nach einigen nervenaufreibenden Stunden Flug, bin ich gegen Abend in meinem neuen Zuhause angekommen. Meine Gasteltern, Roo und Carwin haben mich warmherzig begrüßt und waren von Anfang an liebenswürdig und sehr nett. Ich habe mich direkt wie Zuhause gefühlt, da sie mich ein klein wenig an meine Großeltern erinnern. 

Die erste Zeit mit meiner Gastfamilie

Inas Gasteltern bei einem gemeinsamen Ausflug
Inas Gasteltern bei einem gemeinsamen Ausflug

Ich war noch gar nicht ganz über die Türschwelle getreten, da kam mir meine Gastschwester Sheyanne bereits entgegengerannt und hat sich mir um den Hals geworfen. Sie kommt aus Alaska und wir hatten schon seit einigen Monaten zuvor über Social - Media Seiten Kontakt. Ich habe ebenfalls einen Gastbruder namens Christopher, welcher die meiste Zeit in seinem Zimmer verbringt und Computerspiele spielt, oder Aufgaben von seiner Universität erledigt.

 

Ich liebe es eine Schwester zu haben! Man hat immer jemanden um über Probleme zu reden und wenn man mal nicht weiß, was man anziehen soll, hilft sie auch immer aus. Sheyanne ist eine meiner besten Freundinnen hier geworden.

 

Die ersten Wochen sind wie im Flug vergangen. Meine Gasteltern haben uns die Gegend gezeigt und wir waren im Schuluniform Shop und sogar am Strand. Eine Woche nach meiner Ankunft hat uns meine Gastmutter mit auf das „BBC Proms in the Park“ Konzert genommen, wo britische Livemusik gespielt wurde.

 

Es regnet hier so gut wie jeden Tag und ist um einiges frischer als in Deutschland, aber selbst das kann meine Stimmung nicht trüben. Ich habe mich schnell an alles hier gewöhnt, zum Beispiel, dass die Autos auf der anderen Straßenseite fahren, oder an das ungewöhnliche Bussystem. Meine Gastmutter war dabei eine große Hilfe. Sie hat uns auf verschieden Trips genommen und alles erklärt, was wir wissen müssen.

Meine Schule in Wales

Bereits kurz darauf fing Schule für uns an. Ich besuche die Gowerton School und fahre täglich mit dem Bus zur Schule. In meinem Jahrgang sind noch fünf andere Austauschschüler. Aleksander aus Dänemark, Kimber, Annika und Sheyanne aus Amerika und Misa aus Japan. Alle sind super nett. 

 

Am ersten Tag durften wir uns für drei Fächer entscheiden und ich habe Photography, Art und Film-Studies gewählt. Ich habe meine Entscheidung noch nicht einmal bereut. Das Schulsystem ist total anders und ich finde es gut. So lernt man mehr Leute kennen und kann mehr Freunde machen. Den größten Unterschied zu Deutschland sind allerdings die Lehrer hier. Alle Lehrer, bei denen ich bis jetzt Unterricht hatte, waren super motiviert und wollten uns wirklich den Unterrichtsstoff näher bringen.

 

Es ist selbst für mich leicht mitzukommen und alles zu verstehen. Des Weiteren ist das Klima in den Klassen ganz anders, als ich es kenne. Alle Schüler haben Achtung und Respekt vor den Lehrern und reden nicht dazwischen etc. Außerdem sind alle Fächer sehr anschaulich und praktisch orientiert und es gibt kaum Frontalunterricht. Auch das Klima unter den Schülern ist viel entspannter und offener, als ich es von Zuhause her kenne.

Neue Freunde und spannende Ausflüge

Freunde zu finden ist also keine große Hürde für mich gewesen, da die Schüler auf einen zugehen und an einem interessiert sind. Besonders mit den anderen Austauschschülern habe ich ein sehr gutes Verhältnis und wir haben praktisch jedes Wochenende bisher etwas gemeinsam unternommen und alles was Swansea und Cardiff so zu bieten haben erkundet.

 

Meine Schule (Gowerton School) hat im Oktober einen Trip nach Paris organisiert, woran die anderen Mädels und ich teilgenommen haben und es war ein unglaubliches Erlebnis! Wir haben den Eiffelturm und das Schloss von Versailles besichtigt und noch vieles mehr.

 

Im November sind wir dann mit myEducation nach London gegangen und haben den Big Ben gesehen, waren auf dem London Eye und sind über die Tower Bridge gegangen.

Ein wundervolles Erlebnis

Dieses Auslandsjahr ist wirklich ein einzigartiges und wundervolles Erlebnis. Ich habe bereits so viel gelernt und erlebt und bin unglaublich dankbar dafür. Ich bin in meiner ersten Beziehung und mache Erinnerungen, die mir für ein Leben lang erhalten bleiben. Englisch zu sprechen ist jetzt bereits ganz natürlich und leicht für mich. Ganz im Gegenteil, wenn ich mit meinen Eltern skype, fallen mir oft nur die englischen Wörter ein und ich muss ihnen beschreiben was ich eigentlich meine.

 

Ich bin so dankbar für die Chance ein Auslandsjahr in Großbritannien zu verbringen und möchte mich von ganzen Herzen bei meinem Stipendiengeber, welcher dieses Erlebnis für mich möglich gemacht hat, bedanken!