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Hier in Deutschland ist das alles anders

Jirka, Tschechische Republik, 2009/10,

Hier in Deutschland ist das alles anders

Nach Deutschland bin ich am 12. September gekommen. Der erste Eindruck war natürlich groß und schön der Flughafen in Frankfurt, wohin wir mit dem Flugzeug von Praha geflogen sind. Von Frankfurt sind wir weiter nach Köln mit dem Zug gefahren. In Köln war schon meine Familie, und wir sind zusammen nach Hause (Langenfeld) gefahren.

Anfangs war alles schwierig, alles war neu: neue Schule, neues Zuhause, neue Familie, ... Ich glaube, dass ich mich erst nach drei Wochen in der neuen Umgebung eingelebt habe, weil meine Familie super toll ist und sie mir bei allem, was ich brauche, helfen.

Meine Gastfamilie

Meine Gastfamilie hat 4 Personen und mich: die Gastmutter, der Gastvater und zwei Gastgeschwister, einen Gastbruder und eine Gastschwester. Meine Gastmutter arbeitet unregelmäßig (keine festen Arbeitszeiten) und darum ist sie oft zuhause. Mein Gastvater arbeitet aber regelmäßig von acht Uhr morgens bis achtzehn Uhr abends. Mein Gastbruder heißt Philip. Er ist 17 Jahre alt. Er geht in die gleiche Schule wie ich. Wir spielen zusammen Badminton und gehen zum In-line Skating. Meine Gastschwester heißt Valerie. Sie ist 14 Jahre alt und sie reitet gerne.

Ich heiße Jirka. Ich bin 16 Jahre alt. Ich gehe auf das Gymnasium in Langenfeld. Meine Hobbys sind Badminton, In-line Skating, Rad fahren, Computer spielen. Meine tschechische Familie ist wirklich groß. Ich habe Vater, Mutter und drei Geschwister. Wir wohnen in einem kleinen Dorf in einem Einfamilienhaus. Hier in Deutschland ist das alles anders. Ich wohne mit meiner Gastfamilie in einer Stadt und in unserem Haus wohnen noch zwei Familien. Ich habe ein Zimmer in Souterrain, und das ist ein bisschen schlecht, aber nicht so...

Ausflug nach Brüssel

Die erste große Aktivität mit AFS war ein Ausflug nach Brüssel. Das war ein super tolles Erlebnis. Am ersten Tag haben wir die bekanntesten Orte besichtigt. Am nächsten Tag haben wir uns mehr ausgeruht und im Hotel aufgehalten und sind nur wenig in die Stadt gegangen. Das war gut, aber wirklich ein zu kurzer Ausflug. Die zweite große Aktivität mit AFS war ein Ausflug zur Weihnachtsmann-Parade in Neubrandenburg. Wir haben an der Parade mit einem AFS Wagen teilgenommen. Das war toll. Das gibt es in Tschechien nicht, also war das etwas Neues.

Dann haben wir auch einen Ausflug mit der Familie nach Bayern zu dem Bruder meiner Gastmutter gemacht. Bayern ist wirklich optisch ein anderes Land und die Natur ist da anders schön. Am ersten Tag waren wir an einem See und einem Wildpark, wo wir viele Wildschweine gesehen haben. Wir haben ein bisschen zu fressen für sie mitgenommen und alle haben sie gefüttert. Es war lustig, zu sehen, wie die Wildschweine um das Fressen gekämpft haben. Am zweiten Tag waren wir in München im Deutschen Museum. Ich habe da viele verschiedene und interessante Sachen gesehen. Es hat mir viel Spaß gemacht. Ich habe da ganz viele Photos gemacht.

Die Schule ist kein großes Problem mehr

Mein Gastbruder Philip hat einen Freund Marco in meiner Stufe. Marco hat mich am ersten Schultag in allen Stunden vorgestellt. Das war eine große Hilfe für mich. Ich glaube, dass die Schule jetzt für mich nicht mehr ein so großes Problem ist wie am Anfang. Hier in Deutschland habe ich in der Schule nur zehn Fächer (Mathematik, Deutsch, Englisch, Erdkunde, Biologie, Musik, Sport, Informatik, Sozialwissenschaften, Physik), die ich mir aussuchen konnte. In Tschechien können wir nicht wählen, wir haben dort teilweise andere Fächer (außerdem noch Chemie, Geschichte, Tschechische Sprache, aber z. B. kein Religion oder manche Fremdsprache). In den letzten Tagen hatte ich ein Praktikum (wie jeder in der elften Stufe in Gymnasien in NRW). In Tschechien gibt es keine Praktika, so dass das wirklich super war für mich. Ich war in der Universität zu Köln. Ich habe viele verschiedene Vorlesungen besucht.

Mit meinen Freunden ist das ein bisschen schwer. Ich glaube, dass ich welche habe, aber ob wirkliche Freunde sind, weiß ich nicht. Erste Freundschaften entstanden in der Schule. Das waren die Freunde von Marco. Weitere Freunde waren auch andere Austauschschüler, aber ich treffe nicht so oft mit ihnen. Ich wohne in Langenfeld und die nächsten sind in Solingen, also weit weg. Aber im Februar kommt ein neuer AFS-Student nach Langenfeld, so dass ich einen neuen Freund finden werde (ich hoffe, dass er mit mir sprechen kann). Aktivitäten mit Freunden waren nicht so häufig, aber schon ein paar. Ich glaube, dass ich zweimal in Disco und einmal mit Freunden beim Karneval war. Aber mit Freunden mache ich auch Badminton und Inline-Skating, so dass ich meiner Meinung nach genug Aktivitäten habe.

Jirka aus der Tschechischen Republik, 2009/2010 Stipendiengeber: Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds