• Kontakt
  • Facebook
  • Twitter
  • Youtube
  • Blogger

Ich möchte gerne, dass Chile wird wie Deutschland

Claudia, Chile, 2009/10,

An dem Tag, als ich nach Deutschland gekommen bin, haben mich meine Gastmutter, vier Gastgeschwister und eine Freundin von ihnen am Bahnhof abgeholt. Die Freundin ist heute mit mir zusammen in der Klasse und wir verstehen uns jetzt sehr gut. Am Bahnhof ich war wirklich aufgeregt. Der erste Eindruck war sehr sehr gut. Danach sind wir nach Hause gefahren. Alles war sehr grün und die Häuser sind sehr schön. Als wir angekommen sind, habe ich den Rest der Familie kennengelernt. Jetzt habe ich zehn Gastgeschwister und meine Gasteltern. Sie haben mir ihr Zuhause gezeigt. Ich fand das wirklich sehr groß. Es ist sehr schön, der Garten ist perfekt und meine Gastmutter dekoriert das Haus sehr schön. Außerdem ist mein Schlafzimmer entzückend! Danach aßen wir Kuchen und dann habe ich das Dorf kennengelernt, in dem ich ein Jahr lang wohne werde. Das Dorf hat mir sehr gefallen. In diese Moment, ich wusste nicht ob alle Deutsche genauso sind, aber meine Gastschwestern sind echt so schnell gelaufen!

Die ersten Sachen, die mir aufgefallen sind, waren die Straßen, weil die sehr sauber und ordentlich sind. Es gibt keine streunenden Hunde und keinen Müll. Es ist normal, dass die Leute helle Haare und Augen haben. Mit meiner Familie ist es wahrhaftig eine gute Zeit für mich. Sie haben mich mit viel Liebe empfangen. Ich finde, sie sind eine sehr nette Familie und ich hatte Glück sie gefunden zu haben. Seit ich angekommen bin, habe ich viele Dinge mit ihnen zusammen erlebt. Wir sind schon zweimal verreist. Das waren zwei Wochenenden, die haben so viel Spaß gemacht!

Meine Gastfamilie und meine Schule

Meine zwei Gastschwestern, die fast genauso alt sind wie ich, laden mich immer ein, irgendwohin zu gehen, wenn sie Zeit haben. Das ist sehr nett!Ich habe auch drei kleine Gastgeschwister, die ich echt lieb habe. Manchmal gehen wir spazieren oder spielen zusammen, usw. Es ist sehr nett, wenn die ganze Familie zusammen ist. Ich finde das macht viel Spaß, leider ist die Sprache noch ein Problem für mich. Ich fühle, dass meine Gastfamilie mich gut aufnimmt und sich um mich kümmert. In dem ersten Monat in Deutschland habe ich ein Praktikum gemacht, dort meine Gastschwester Kira, arbeitet. Das war total toll und eine schöne Erfahrung. Und ich konnte meine Schwester viel mehr kennen lernen. Wir haben uns so gut verstanden. Meine Schule ist sehr entspannt und leicht. Ich beteilige mich noch nicht aktiv an den Unterrichtsstunden, weil ich parallel zum Deutschkurs gehe, aber wenn ich etwas beitragen kann, mache ich das. Die Lehrer sind sehr nett und helfen mir immer.Mit meinen Mitschülern habe ich weiter keinen Kontakt. Ich mag den Unterrichtraum sehr, weil er eine Heizung hat und immer schön warm ist. Im meiner Schule in Chile müssen wir im Unterricht tausend Jacken anziehen. Die Pausen sind lang und normalerweise bleibe ich in der Cafeteria mit meinen Mitschülerinnen. Es ist sehr gemütlich. Es sind nicht so viele Unterrichtsstunden wie in Chile. Hier ist die Schule früh zu Ende, also gibt es weniger Stress und mehr Freizeit. Das beste Ding auf das ich mich besonders freue, ist, dass wir zum Ende des Schuljahres den Abschluss haben!

Ich habe mehr Kontakt mit den Leuten vom AFS. Vielleicht ist so, weil wir die gleiche Sprache sprechen. Aber wir treffen uns nicht oft. Meine Mitschüler sind jünger als ich und wir haben nicht die gleichen Interessen, außer mit manchen Mitschülerinnen, wie Gina (dem Mädchen, das am Bahnhof war, als ich angekommen bin). Wir haben eine sehr schöne Zeit, wenn wir zusammen sind. Sie passt auch auf meinen kleinen Gastbruder Tom auf. Mit den Freunden meiner Gastschwestern, gibt es mehr Interaktion, das passt mehr. Meistens treffen wir uns, wir sprechen oder wir gehen auf Partys. Also, ich meine, die Freunde sind nicht ganz wichtig für mich, weil ich alles, was ich brauche, in meiner neuen Familie gefunden habe, zum Beispiel, zu sprechen, Freude, Liebe, Zärtlichkeit, Gemütlichkeit, Hilfe, usw.

Freizeit

Jetzt, habe ich wirklich Freizeit. Die verbringe ich damit, Deutsch zu lernen. Ich gehe manchmal zum Stall, wo ich das Praktikum gemacht habe, um ein bisschen zu helfen, wenn ich kann. Manchmal treffe ich Freunde oder verbringe Zeit mit meiner Gastgeschwister. Am bestens finde ich, dass meine Gastmutter und meine Gastschwestern, Kira und Leonie, Pferde lieben und sie reiten sehr toll. Meine Gastmutter hat mir die Gelegenheit gegeben Reitunterricht zu nehmen! Ich habe das nicht so lang gemacht, aber trotzdem, liebe ich das! Das ist etwas Neues für mich. Eigentlich möchte ich gerne mehr Zeit dafür haben.

Es gibt viele Unterschiede zwischen meinem Heimatland und Deutschland. Es ist eine gänzlich andere Kultur, die mir gefällt kennen zu lernen. Zum Beispiel: in Chile ist normal, dass die Leute sich grüßen mit einem Kuss auf der Wange, egal ob du kennst oder nicht. Hier in Deutschland, ist das nicht so, ein Kuss ist nur für jemanden, den man kennt. Am Anfang dachte ich, das sind ,,kalte-leute“, aber ich habe bemerkt, dass es Tausend andere Möglichkeiten gibt, Zuneigung zu zeigen, als einen Kuss. So hat meine neue Familie mir gezeigt, dass ein Kuss auf der Wange nicht wirklich wichtig ist. Hier sind die Leute respektvoller mit dem Rest der Leute, mit der Umwelt, den Tieren, den Fahrradfahrern, usw. Hier kann man Fahrrad fahren ohne so viel Gefahr, weil die Autofahrer respektvoll sind. In Chile es ist sehr gefährlich. Einmal, aus Angst vor den Autofahrern. Zum anderen, wenn du dein Fahrrad in einem öffentlich Platz wie einem Bürgersteig oder einer Bus Station parkst, findest du das vielleicht ohne Sitz oder ohne Räder oder einfach kein Fahrrad wenn du zurückkommst.

Die Pünktlichkeit ist erstaunlich

Die Landschaft ist sehr verschieden. Hier gibt es Wälder, grünes Gras und viele Bäume, es ist sehr schön. Die Jahreszeiten kann man sehr deutlich sehen, z. B, in Herbst, war es das erste Mal, dass ich die Blätter habe fallen gesehen. Und im Winter regnet und schneit es. In Chile, wohne ich in „der Atacama Wüste“ und es ist ganz anders. Die Pünktlichkeit ist erstaunlich. Sie kommen nie zu spät zu einem Termin oder einer Verabredung. Hier habe ich gelernt, pünktlich zu sein und alles schneller zu machen. Ich meine auch, die Deutsche sind sehr organisiert.

Eine andere Sache, die mir aufgefallen ist: sie trinken Wasser mit Gas, Das war komisch, es ist nicht normal für mich. Am Anfang mochte ich das nicht, aber jetzt bin ich es schon gewohnt und ich trinke es gerne. Ich Kann noch mehr erzählen. Das sind aber die wichtigsten Sachen. Der Entwicklungsstand in Deutschland erstaunt mich, auf politischem, sozialem, soziokulturellem, wirtschaftlichem Niveau. Zum Beispiel das Ausbildungsystem. Deutschland ist ein Sozialstaat, der mit viel Arbeit und Anstrengung entstanden ist. Ich finde auch, die Geschichte sehr interessant, die Deutschland viele Jahre lang gehabt hat und ich möchte gerne mehr darüber wissen. Die Technologie ist sehr fortschrittlich.

Ich möchte gerne, dass Chile wird wie Deutschland, aber es gibt noch viel Arbeit. In Deutschland zu sein, hat mir geholfen, zu sehen, wie die Dinge in unterschiedlichen Ländern funktionieren. Das ist wirklich für mich interessant.

Abschließend möchte ich sagen, dass alle Personen, die ich in Deutschland kennengelernt habe, sehr wichtig für mich sind. Besonders meine Gastfamilie, ich kenne sie nicht so lange, trotzdem kann ich sagen, dass sie anständige und liebe Leute sind. Ich habe die Familie lieb gewonnen. Ich bin ganz glücklich, dass sie mich aufgenommen haben und ich hoffe nie den Kontakt mit ihnen zu verlieren.

Cluadia aus Chile, 2009/2010