Alfreð Finnbogason: Wie ein AFSer in die Welt zog und Fußballstar wurde
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Wie ein AFSer in die Welt zog und Fußballstar wurde

Das nächste Mal werdet Ihr die Sportschau sicherlich noch aufmerksamer verfolgen: Schon gewusst, dass in der 1. Fußball-Bundesliga ein AFSer mitspielt?! Der aus Island stammende Alfreð Finnbogason war 2006/07 mit AFS in Italien, auf der schönen Insel Sardinien. Der heute 29-Jährige spielte bereits bei verschiedenen europäischen Fußballclubs, u.a. in Belgien, Schweden, Niederlande, Griechenland und Spanien. Seit 2016 ist er als Stürmer beim FC Augsburg unter Vertrag.
 
Bei der WM in Russland sorgte Alfreð für eine Überraschung: Er schoss für sein Heimatland Island ein entscheidendes Tor gegen Argentinien und vermasselte damit den Südamerikanern ihren WM-Auftakt! Derzeit dreht er nach einer Verletzungspause auch in der Bundesliga wieder ordentlich auf. Wir stellen euch den mittlerweile 2-fachen Familienvater vor.

Alfreð, Dein Austauschjahr mit AFS liegt nun schon über zehn Jahre zurück. Wie war es damals als Isländer in Italien – hast du dich gleich wohlgefühlt?

Die ersten Tage waren schon schwer, weil ich alleine in einem Land war, in dem fast niemand englisch gesprochen hat. Aber ich habe mich schnell an das Land und die Leute gewöhnt und es war ein sehr schönes Erlebnis, mit einer italienischen Familie zu wohnen. Es war ein super Jahr, aus dem ich viel mitnehmen konnte.

Hast du noch Kontakt zu jemand aus deinem Austauschjahr – deiner Gastfamilie oder Freunden vielleicht?

Ja, ich war erst letzten Sommer in Sardinien bei meiner Gastfamilie. Es hat sich kaum etwas verändert, das war schön zu sehen. Außerdem habe ich noch Kontakt zu einigen ehemaligen Klassenkameraden.

Was möchtest du Jugendlichen mitgeben, die sich heute überlegen für einen Schüleraustausch ins Ausland zu gehen? Würdest du es weiterempfehlen?

Ja klar! Ich war damals noch kein Profi, deswegen hatte ich die Möglichkeit das zu machen. Meine Schwestern sind dann auch ein Jahr nach Peru, Argentinien und Dänemark gegangen. Ich würde jedem empfehlen, das zu machen, wenn man die Möglichkeit hat. Man lernt sehr viel dabei.

Wie hast du dich im Austauschjahr weiterentwickelt?

Ich habe eine neue Sprache gelernt, eine neue Kultur entdeckt und neue Freunde gefunden. In kurzer Zeit habe ich sehr viele Erfahrungen gesammelt.

Rückblickend, wie beurteilst du Dein Austauschjahr, inwiefern hat es dich geprägt? Welchen Einfluss, welchen Impact hatte die AFS-Erfahrung auf deinen Lebensweg und deinen beruflichen Werdegang?

Man sieht, wie andere Leute leben und wohnen. Reisen und viel Zeit in einem anderen Land verbringen öffnet einem die Augen. Die Welt ist noch viel größer und vielseitiger als man denkt. Mir als Fußballprofi hat das dann auch geholfen, wenn ich den Verein gewechselt habe und dort in ein neues Umfeld gekommen bin. Dort konnte ich die Erfahrungen aus meinem Jahr in Italien gut anwenden.

Glaubst du, dass du heute da wärst, wo du bist, ohne diese Erfahrung?

Schwer zu sagen. Ich glaube schon, weil ich schon immer viel investiert habe in meinen Traum, Profi-Fußballer zu werden. Aber die Erfahrungen waren trotzdem wichtig für mich.

AFS bedankt sich für das Interview. Die Fragen für AFS stellten Stefanie Lohrmann und Alena Beutler (2018).