• Kontakt
  • Facebook
  • Twitter
  • Youtube
  • Blogger

Viele meiner Freunde sagen schon, dass ich immer mehr malayisch werde...

Lucas, Malaysia, 2010,

Viele meiner Freunde sagen schon, dass ich immer mehr malayisch werde...

Kinder wie die Zeit vergeht. Letztens noch verabschiedete ich mich von meinen Eltern am Flughafen und heute schon blicke ich auf fünf schöne und aufregende Monate zurück und dabei überlege ich, wie die nächsten sieben wohl werden könnten. In diesem ersten Drittel ist schon viel passiert. Ich habe schon drei Familien kennen gelernt, da ich leider bereits zwei Mal wechseln musste, habe Chinese New Year gefeiert, viel Spaß mit Freunden in Kuala Lumpur gehabt und das wichtigste natürlich: Ich habe viele neue nette Menschen kennen gelernt. Ob in der Schule, der Familie oder unterwegs. Man trifft fast immer Leute, die sich für Dich und seine Geschichte interessieren.

Ankunft in Kuala Lumpur

Nach unserer Ankunft am Flughafen in Kuala Lumpur, wurden wir von AFS-Mitarbeitern abgeholt und in ein Hotel gebracht. Dort wurde uns eine ganze Menge über die Kultur im Gastland beigebracht um die gröbsten Fehler am Anfang zu vermeiden. So zieht man beispielsweise die Schuhe aus, bevor man eine Haus oder eine Wohnung betritt und benutzt hauptsächlich die rechte Hand um etwas zu geben oder zu nehmen. Als wir mit diesem Teil fertig waren, wurde es spannend: Wir sollten unsere Gastfamilien treffen. Nach der offiziellen Übergabe sollte für mich der erste und letzte Monat in dieser Familie beginnen.

Chinesisches Neujahresfest und Schulbeginn

Da ich verhältnismäßig starke Probleme mit der Zeitumstellung hatte, hat meine Familie entschlossen mich erst später, nach dem chinesischen Neujahrsfest, in die Schule zu schicken. Also haben wir in der ersten Zeit das Fest vorbereitet und auch gefeiert. Wir haben sehr viele Verwandte und Freunde besucht, gegessen und Spaß bei den traditionellen Glücksspielen gehabt, die an Chinese New Year gespielt werden. Dann endlich bin ich für ganze zwei Tage in die Schule gegangen und es war sehr aufregend. Die ganze Schule ist zu mir gekommen und wollte mir die Hand schütteln. Dann musste ich mich noch vor der ganzen Schule in der Versammlung vorstellen.

Nach dem ersten Monat stand dann das zweite offizielle Camp an. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich mit der Familie so sehr gestritten, dass ich entschieden habe, sie schnellstmöglichst zu verlassen. Das war dann auch kein Problem und schon nach dem Camp bin ich nur noch zurückgekehrt um meinen Koffer zu packen.

Meine neue Gastfamilie

Nach einer Woche bei einer AFS-Betreuerin in Kuala Lumpur sollte ich dann weiter, zu meiner neuen Gastfamilie, in den hohen Norden Malaysias, reisen. Sie hat mich also in den Bus gesetzt und es begann ein neues Kapitel in meinem Jahr. In Kangar, der Hauptstadt des nördlichsten Bundesstates, wurde ich vom Bus direkt von meiner neuen Familie abgeholt. Es war ein junger Mann, mit seiner Frau und fünf Kindern. Er war sehr freundlich und hat mich bei sich aufgenommen. Schon einen Tag später, sollte ich zur Schule gehen. Es war fast so wie in meiner ersten Schule, nur dass ich mich nicht vor allen vorstellen brauchte.

Kennenlernen von Land und Kultur

Seit diesem Tag besuche ich immer noch die gleiche Schule und bin dort sehr glücklich. Nur leider musste ich meine Familie noch einmal wechseln, weil jener junge Mann mich aus finanziellen Gründen nicht mehr bei sich halten konnte. Nun habe ich also wieder einmal eine neue Familie und bin dort sehr glücklich. Wir unternehmen sehr viel und ich kann das Land und dessen Kultur sehr gut kennen lernen. Viele meiner Freunde sagen auch schon, dass ich immer mehr malaysisch werde und mich wie einer verhalte. Mal schauen, wie es weiter geht….