• Kontakt
  • Facebook
  • Twitter
  • Youtube
  • Blogger

Mein Austauschjahr in Deutschland

Skoontla, Thailand, 2010/2011,

Mein Austauschjahr in Deutschland

Als ich gerade in Deutschland angekommen bin, hatte ich den Eindruck, dass Deutschland ein Entwicklungsland ist und die Leute eine gute Lebensqualität haben. Ich finde es gut, dass die Deutschen gute Planer sind und pünktlich sind.

Vom ersten Monat an, hat mich meine Gastfamilie sehr gut aufgenommen, obwohl ich noch kein Deutsch sprechen konnte. Wir haben am Meisten auf Englisch gesprochen. Wir haben in den ersten Monaten viel zusammen erlebt. Meine Gastfamilie hat mir Darmstadt gezeigt. Sie haben mir bei den Hausaufgaben von der Sprachschule geholfen, beim korrigieren. Ich habe meine erste Pizza mit meiner Gastmutter und Gastschwester gebacken. Wir sind an meinem Geburtstag nach Heidelberg gefahren. Wir sind manchmal spazieren gegangen, wenn das Wetter gut war. In den Herbstferien haben wir Urlaub in Süddeutschland gemacht, da habe ich viel erlebt und ich habe zum ersten Mal Schnee gesehen. Alles hat mir bisher sehr gut gefallen.

Schule

Ich gehe in die neunte Klasse der Eleonorenschule, Darmstadt. In den ersten Monaten war es für mich schwierig, weil ich noch nicht so gut deutsch konnte. Ich habe in den ersten Wochen im Unterricht fast nichts verstanden. Deshalb war es manchmal langweilig. Aber ich denke, es dauert noch ein bisschen bis ich etwas verstehe. Im Januar habe ich zwei Wochen Praktikum gemacht. Da habe ich erfahren, was man in der Firma (Schenckprocess) täglich macht. Danach habe ich einen Praktikumsbericht geschrieben. Es gibt viele Unterschiede zwischen der Schule in Deutschland und der in meinem Heimatland, zum Beispiel, meine Schule in Bangkok ist größer als die Schule hier. Es gibt etwa vierzig bis fünfzig Schüler in einer Klasse, wir haben jeden Tag lange Schule, sieben order acht Stunden pro Tag und eine Stunde dauert fünfzig Minuten. Wir haben jede zweite Stunde zehn Minuten Pause und eine Stunde Mittagspause. Die Fächer unterscheiden sich nicht groß. In Bangkok habe ich Chinesisch und Religion (Buddhismus).

Neue Freunde

Ich habe in Deutschland viele Freunde kennengelernt, auch Deutsche und AFS-Freunde. Ich habe manchmal über mein Heimatland erzählt. Manchmal haben wir uns über unsere Erfahrungen oder Kulturen unterhalten. Wir, AFS-Schüler, haben uns manchmal nach der Schule getroffen. Bei AFS-Aktivitäten mache ich immer mit. Ich gehe jeden Monat zum Schülertreffen. Ende Februar habe ich ein Midstay in Osnabrück gemacht. Da habe ich viel erlebt. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und in einer anderen Region von Deutschland gewohnt. In meiner Freizeit mache ich meine Hobbys. Ich spiele Klavier, gehe schwimmen, lese Bücher, gehe shoppen und koche Thailändisch. Ich habe ein neues Hobby: Ich gehe in Gymnastik.

In Thailand finden es manche Leute unhöflich, wenn jemand zu direkt ist

Mir fällt auf, dass es viele Unterschiede gibt zwischen Deutschland und meinem Heimatland. Das Wetter ist sehr anders. In Thailand gibt es nicht so viel Unterschiede zwischen jeden Jahreszeiten, es ist das ganze Jahr warm und es regnet viel. Wir haben keinen Schnee. Das Essen ist auch anders. Bei uns essen wir sehr viel Reis. Wir essen warm zum Frühstück, Mittag und Abend. Es gibt auch Brot in Thailand aber nicht so viele Arten wie in Deutschland. Sonntag ist für uns auch Feiertag. Aber die Supermärkte und manche Geschäfte sind geöffnet. Wir können am Sonntag ins Restaurant gehen, shoppen gehen oder ins Kino gehen. Die Leute finde ich auch ein bisschen anders. Die Deutschen sind mehr direkt und ehrlich. In Thailand finden es manche Leute unhöflich, wenn jemand zu direkt ist. Ich finde es besser, dass es in Deutschland kürzer Ferien aber öfter gibt. Bei uns gibt es zwei Mal lange Ferien, einen Monat lang im Oktober und drei Monate lang von Mitte Februar bis Mitte Mai. Es gibt noch etwas in Deutschland, das finde ich interessant. Ich finde es sehr gut, dass es Fahrpläne für den Bus gibt, man kann gut managen und muss nicht so lang warten. Ich finde den Unterricht in der Schule gut, dass die Schüler etwas sagen können beim sich melden. In Thailand hören wir und schreiben wir am Meisten. Ich finde es nicht gut, weil die Lehrer nicht wissen, ob die Schüler es richtig verstanden haben. Ich finde gut, dass man in Deutschland nur ein Mal am Tag warm isst. Weil man nicht viel kochen muss und nicht so dick wird. Aber in Thailand, obwohl wir drei Mal am Tag warm essen, werden wir nicht dick. Thailändisches Essen ist weniger fett, leichter und mit mehr Kräutern.

Ich habe bisher viele neue Erfahrungen in meinem Austauschjahr in Deutschland gemacht, manchmal war es schwierig, manchmal was es leicht. Ich habe viele neue Sachen gemacht, was ich vorher noch nie gemacht hatte. Ich bin sicher, wenn ich wieder nach Hause gehe, vermisse ich Deutschland sehr. Wenn ich noch eine Chance habe, gehe ich wieder Deutschland besuchen.

Geschrieben von: Skoontla aus Thailand, 2010/2011