AFS-Erfahrungsbericht Schüleraustausch Mexico
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Die mexikanische Kultur ist sehr bunt, laut und lebensfroh

Nadja, Mexiko, 2016, Schuljahr im Ausland mit Kreuzberger Kinderstiftung-Stipendium

Vorab möchte ich mich ganz herzlich dafür bedanken, dass das Stipendium der Kreuzberger Kinderstiftung, mir ermöglicht hat ein wundervolles, erfahrungsreiches und unvergessliches Jahr in Mexiko zu erleben. Natürlich bedanke ich mich auch ganz herzlich bei AFS, denn die Vorbereitungs-Seminare waren sehr wichtig für mich um zu verstehen was in meinem Auslandsjahr zu beachten ist.

 

Ich lebe schon seit ca. vier Monaten in der Stadt “Ixtepec” (Oaxaca) im Südlichen Teil Mexikos. In dieser Zeit habe ich viele Momente erlebt, erfahrungen gesammelt und viele Menschen kennengelernt, die ich niemals vergessen werde. Schon nach zwei Monaten konnte ich eine Konversation auf Spanisch führen. Ehrlich gesagt ist es mir nicht sehr schwer gefallen die Sprache zu erlernen.

Meine Stadt Ixtepec und ihre Traditionen

Das ganze Jahr über ist es hier sehr warm aber in der Zeit zwischen Oktober bis Februar ändert sich das Klima und es wird sehr windig. Der erste Tag und die erste Begegnung mit meiner Gastfamilie war sehr aufregend und emotional für mich, aber ebenso für die 10 AFS Austausch Schüler aus verschiedenen anderen Ländern, die auch ihr Auslandsjahr in Ixtepec verbringen. Wir alle wurden ganz herzlich von unseren Gastfamilien in Empfang genommen.

 
Mittlerweile habe ich mich hier sehr gut eingelebt und fühle mich wohl.

 
Die Mexikanische Kultur ist sehr bunt, laut und lebensfroh, hat sehr viele Traditionen und eine interessante Historische Vergangenheit. Ixtepec/Oaxaca gehört der Region des “Istmos” zu. Die Menschen hier sind sehr offen, gastfreundlich und man ist bei Ihnen immer herzlich Willkommen.
 
Ixtepec hat seine eigenen Feste die nicht in ganz Mexiko gefeiert werden, wie z.B die sogenannten “Vela”, sie finden jeden September statt. Zu diesem Anlass tragen die Frauen eine Tracht. Bei den “Velas” werden die “Königinnen” von Ixtepec gekrönt. Ebenso finden auch im September die “Calendas” statt, sie sind ähnlich zu vergleichen wie der St. Martins Zug in Deutschland.

Beobachtungen in den ersten Wochen

Einige Dinge fielen mir in den ersten Wochen sofort auf, die anders sind als in Deutschland.
Hier gibt es viele sozusagene grosse “Dreiräder” sie heissen “Triciclo”. Was mich gewundert und zum schmunzeln gebracht hat sind die “Mototaxi”, also ein Mofa-Taxi auf drei Rädern. Da es nicht viele verschiedene Grossmarktketten gibt, gibt es stattdessen viele “kleine” Läden. Aber was mich auf einer Seite ein wenig traurig macht, ist, dass auf den Strassen viele abgemargerte Hunde leben, die teilweise auch Verletzungen mit sich tragen.

Meine Schule - Unterschiede zu Deutschland

Ich bin hier auf einer Weiterführenden Schule Namens “CBTis 91”.
Eine Schuluniform zu tragen ist Pflicht. (Ich Persönlich finde das System mit der Uniform-Plicht sehr gut, da es keine Diskriminierungen unter den Schülern gibt).

Die Klassenräume sehen im vergleich zu denen in Deutschland anders aus.
 
- Statt grüne Kreide Tafeln gibt es hier in jedem Raum “Whiteboards”.
- Statt einzelne Tische und Stühle gibt es hier Tischbänke (so wie in den USA).
- Es gibt wenige Unterrichtsfächer, somit wiederholen sich die Fächer mehrmals in der Woche.
- Die Lehrer werden viel mehr respektiert.
 
Ich habe in der Schule auch einige Freundschaften geschlossen.
Meine Freunde aus meiner Klasse helfen mir viel dabei einiges auf Spanisch zu verstehen und erklären mir alles mit Ruhe und Geduld.

Familie und Feiern

Mit meiner Gastfamilie komme ich Super zurecht. Es gab bisher in dieser ganzen Zeit überhaupt keine Probleme oder Auseinandersetzungen. Ich lebe zusammen mit meinen Gasteltern und meiner gleichaltrigen Gastschwester in einem Haus. Ich habe zwar auch einen älteren Gastbruder aber er studiert momentan weitweg in einem anderen Staat. Ich habe hier ein eigenes Zimmer.

 

Mit meiner Gastschwester verstehe ich mich bestens, Sie ist gleichzeitig wie eine beste Freundin für mich, ich kann mit ihr über alles reden. Wir feiern oft familiäre Feste, da hier der Familienzusammenhalt sehr wichtig ist. Meistens sind es nur Karaoke Abende oder ein Abendessen mit der ganzen Familie.

Bis jetzt habe ich wundervolle Orte gesehen

Bis jetzt habe ich wundervolle Orte von Oaxaca und von Chiapas gesehen. Ich habe gemerkt, dass man einige Dinge in seinem Heimatland erst dann vermisst, wenn man sie für eine lange Zeit micht mehr hat und man schätzt diese Dinge dann viel mehr. Ich würde auch in Zukunft noch gerne hier nach Mexiko zurück kommen wollen.

 

Nochmals vielen lieben Dank!