Erfahrungsbericht AFS-Kurzzeitaustausch

2016 war mein Jahr

Johanna, Neuseeland, 2016, AFS-Kurzzeitaustausch
AFSerin Johanna mit ihrer neuseeländischen Gastschwester
Johanna mit ihrer neuseeländischen Gastschwester

2016 war mein Jahr! Mein Reisejahr.

 

Alles begann Anfang Februar, als ich mich kurz vor knapp vor Ende der Bewerbungsfrist für den Neuseeland-Kurzzeitaustausch beworben habe, ohne zu wissen, auf was ich mich einlasse…

 

Ich war dann eine der Glücklichen, die zusammen mit 15 anderen am 30. Juni 2016 den unglaublich langen Flug von Frankfurt nach Wellington antreten durfte.

Meine neuseeländische Gastfamilie

Blick auf Wellington
Wellington

Nach der Landung ging alles ziemlich schnell – keine Zeit für Zögern oder Fragen nach dem „wie wird es wohl werden?“ - und ich wurde von meiner Gastmutter Mary und meiner Austauschpartnerin Brittany äußerst herzlich mit einer Umarmung begrüßt.

 

Mit meiner Gastfamilie habe ich mich super verstanden und mich bei ihr sehr wohl gefühlt. Wir haben viel zusammen unternommen, Ausflüge gemacht und mir nicht nur Wellington gezeigt, sondern wir waren auch in Auckland und in verschiedenen Städten auf der Südinsel während den Schulferien.

Meine Schule

AFSerin Johanna in Schuluniform vor ihrer neuseeländischen Schule
Johanna vor ihrer Schule in Wellington

In Neuseeland bin ich zwei Monate lang auf eine private Mädchenschule gegangen – ein ziemlicher Unterschied also zu dem, was ich aus Deutschland kannte. Man erkennt schnell Unterschiede, wie z.B. das digitalisierte Schulleben, eigenes Schul-WLAN, Schuluniformen oder die Art des Lernens. Ich bin jedenfalls jeden Tag gerne in die Schule gegangen und habe mich dort auch sehr gut mit den Lehrern und Mitschülerinnen verstanden – und fand es immer spannend, zu sehen, wie was beigebracht wurde und auch, dass es Fächer wie Home Economics, also Kochen und Backen, gibt.

Fazit

Schiff in neuseeländischer Landschaft

Der Schüleraustausch hat mich, würde sich sagen, persönlich und charakterlich ziemlich vorangebracht.

 

Ich habe einmal über den Tellerrand blicken können und in einem anderen Land buchstäblich auf der anderen Seite der Welt gelebt, mit allem, was dazugehört: neuer Umgebung und Sprache, fremde Leute und Unterschiede. Aber genau das zeichnet ja einen Austausch ja auch aus: dass man sich selbst aus seinem Wohlfühlbereich wagt und Unbekanntes ausprobiert.

 

Ich bin selbstständiger und unabhängiger geworden, habe neue Erfahrungen gesammelt, meinen Horizont erweitert, wunderbare neue Menschen kennengelernt, mich in ein anderes Land ‚verliebt‘ und ganz nebenbei mein Englisch verbessert.

Der Besuch meiner Austauschpartnerin in Deutschland

Als meine Austauschpartnerin ein halbes Jahr später nach Deutschland gekommen ist, hatten wir ein noch besseres Verhältnis – wir hatten immer etwas zu reden, haben auch viel zusammen unternommen und ihr Deutschland so gut wie möglich gezeigt. Genau wie ihre Familie meine zweite Familie geworden ist, ist sie auch Teil von unserer Familie geworden (so pathetisch das auch klingt^^).

 

Ein halbes Jahr später hat sie uns noch einmal besucht und ich habe, auch nach zwei Jahren, immer noch Kontakt mit meiner Gastmutter und schreibe regelmäßig mit meiner Austauschpartnerin, die ich sehr bald jetzt nach der Schule während meines Au pair-Jahres in Neuseeland wiedersehen werde.

 

Wen es ins Ausland zieht, dem kann ich einen Schüleraustausch nur empfehlen! Es ist eine so tolle Erfahrung und die Erinnerungen und Kontakte bleiben (hoffentlich) ein Leben lang.