Wer eignet sich besonders für einen China-Austausch?
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Hast du das Zeug zum Austauschschüler in China?

Lea 2010/2011 in China
Lea 2010/2011 in China

Wir leben in Zeiten, in denen überall Internet zur Verfügung steht, man alles sofort bestellen und haben kann. Wo geht man dann noch aus seiner Komfortzone heraus? Wo lauert das wirkliche Abenteuer?

 

In China denken sich jährlich 20 Jugendliche und entscheiden sich für das Land als Ziel ihres Schüleraustausches.

 

Doch was für Typen Mensch eignen sich für China? Was müssen die Jugendlichen mitbringen? Und was bringt das Jahr ihnen?

AFS-Austauschschülerin und -Ehrenamtliche Lea, die 2010/2011 ein Schuljahr in Changzhou, China berichtet von ihrer Erfahrung und verrät, wer besonders das Zeug dazu hat, in ein richtiges Abenteuer einzutauchen.

 

Du warst 17, als du dich für China als Austauschland entschieden hast. Wie kam es dazu?

 

Ich wusste, dass ich einen Schüleraustausch machen will – und dass es nicht in die USA gehen soll. Da die Tochter meiner Patentante ein Schuljahr in Thailand verbracht hat wusste ich auch, dass es nicht notwendig ist, die Landessprache vorher zu beherrschen.

 

Auf dem AFS-Auswahlwochenende war dann eine gerade zurückgekehrte Ehrenamtliche, die begeistert von ihrem Jahr in China berichtet. Also habe ich es einfach mal auf die Liste der möglichen Länder gesetzt.

Seitdem du aus China zurückgekommen bist, hast du viele Schülerinnen und Schüler für ihren Aufenthalt in China vorbereitet. Wer entscheidet sich generell für China als Gastland? Gibt es da einen gewissen "Typ"?

Lea mit ihrer Gastfamilie bei ihrem Besuch 2017
Lea mit ihrer Gastfamilie bei ihrem Besuch 2017

So ganz pauschal kann man das natürlich nicht sagen. Aber es fällt schon auf, dass diejenigen die sich für China entscheiden oft schon reifer sind. Aber man merkt auch, dass häufig die Eltern unterstützend dahinter stehen und die notwendige Offenheit und Weitsicht besitzen.

 

Aber die Schülerinnen und Schüler, die sich für China entscheiden, sind auch öfter etwas extrovertiert und selbstbewusster. Und sie sind Neugierig auf etwas völlig anderes! Sie haben sich bewusst für ein Abenteuer entschieden.

Jüngere Schülerinnen und Schüler haben es sogar noch etwas einfacher. Und deutlich wichtiger als Selbstbewusstsein ist die Offenheit sich auf das Fremde einzulassen!

 

War das auch bei dir so?

 

Schon. Wobei ich im Austauschjahr nochmal deutlich selbstbewusster geworden bin. Und ich wollte nicht einfach etwas Bekanntes prüfen, was man viel im Film und Fernsehen gesehen hat. Sondern etwas völlig Neues, Unbekanntes erleben.

 

Für meine Mutter war die Länderzusage für China ein viel größerer Schock als für mich. Aber sie hat mir vertraut und gesehen, dass es eine riesige Chance für mich war. Einen Austausch nach China muss man wollen, da geht man nicht einfach auf ‚Gut Glück‘ hin. Ohne die Unterstützung der Eltern geht das kaum.

Was würdest du denjenigen raten, die darüber nachdenken, ob China das richtige Land für sie ist?

Lea als Austauschschülerin 2010/2011
Lea als Austauschschülerin 2010/2011

Überlegt es euch! Es wird eine einmalige Erfahrung, die man so nie wieder machen kann. Und Chinesisch zu beherrschen ist nicht nur ziemlich toll, sondern auch später ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal im Beruf.

 

Außerdem ist man oft mit anderen Austauschschülern aus aller Welt in einer Stadt untergebracht. So ist man nicht alleine auf sich selbst gestellt und es entstehen Freundschaften fürs Leben.  

 

Und überlegt euch danach, ehrenamtlich aktiv zu werden, denn in den Jahren nach meinem Austausch habe ich mindestens nochmal genau so viel gelernt wie im Jahr selber! Man nimmt auch selbst deutlich mehr aus der Erfahrung mit als diejenigen, die sich danach nicht engagieren.

Ein Austauschjahr in China ist auch nicht sehr teuer, oder? Ist das auch ein Aspekt?

 

Oftmals ja. Ein Jahr in China kostet zwar 9.790 Euro, aber es gibt tolle und besonders gute Stipendienmöglichkeiten über die Mercator-Stiftung. Die Chancen auf das Stipendium stehen gut, das ist immer noch ein zusätzliches Argument für das Land.

 

Lust bekommen auf einen Schüleraustausch in China?

Im dritten Teil wird uns Lea davon berichten, wie das Austauschjahr sie geprägt hat und was sie heute, sechs Jahre später noch immer mit China zu tun hat.

Hier findest du den spannenden ersten Teil mit dem Thema "Wie geht man in China zur Schule ohne Chinesisch zu können?".

Ein Jahr ist dir zu lang? Dann schau doch mal bei unseren Kurzzeitprogrammen rein.