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Sonnenblumen am Flughafen

Shigeyoshi, Japan, 2008/09,

Sonnenblumen am Flughafen

Als ich am Flughafen angekommen bin, hat eine Frau zu mir „Scheiße“ gesagt, trotzdem ich nur da gestanden habe. Also habe ich damals gedacht, dass die Deutschen kaltherzig sind. Ich habe mich auch im deutschen Flughafen verirrt, weil der Flughafen kompliziert ist. Dann haben mir aber andere Menschen geholfen, also habe ich geglaubt, die Deutschen sind kaltherzig aber nett.

Der Zug mit dem wir zu meiner Stadt gefahren sind war ganz voll. Die Betreuer haben auf dem Boden gesessen. Ich habe vorher gelesen, dass die Deutschen immer nur auf dem Stuhl oder Sofa sitzen. Dann habe ich gedacht, deutsche Burschen sind sehr unhöflich gegen die Gesellschaft.

Ankunft bei meiner Gastfamilie

Als ich in Bielfeld angekommen bin, hat meine Gastfamilie gewartet. Ein großer Junge ist erschienen. Ich habe nicht gemerkt dass er mein Gastbruder ist, trotzdem ich sein Gesicht vom Foto gekannt habe. Ich habe geglaubt er ist so groß wie ich. Das er größer ist als ich war für mich eine Überraschung. Er hat einen Betreuer von AFS gefragt, wo ich bin, deshalb habe ich gemerkt, dass er mein Gastbruder ist. Danach hat er seine Eltern geholt und wir haben Kontakt aufgenommen. Das alle aus meiner Gastfamilie eine Sonnenblume für mich mitgebracht haben, hat mich sehr gefreut!

Am ersten Abend habe ich meine Gastgeschenke, die ich aus Japan mitgebracht habe, meiner Gastfamilie geschenkt. Ich hoffe, sie haben ihnen gefallen. An dem Tag habe ich sie nach den Hausregeln gefragt. Das war schwierig für mich und für sie, weil ich nicht gut Deutsch und Englisch sprechen und hören konnte, obwohl ich einen Fragezettel vorbereitet hatte. Der wichtigste Punkt war, dass ich mutig gewesen bin. Ich bin sogar ins Wohnzimmer gegangen.

Im ersten Monat habe ich mit meiner Gastfamilie viel gemacht. Zum Glück schreibe ich Tagebuch, also kann ich alles nachlesen. Einiges möchte ich schreiben.

Japanische Gewürze und Spaziergang auf dem Friedhof

Also, am zweiten Tag, Samstag bin ich mit meinem Gastvater zum Asienshop gegangen. Ich habe die Sojasauce, die Bulldogsauce, und japanischen Curry gekauft. Am Abend habe ich sofort Gemüsebraten mit japanischen Gewürzen gekocht. Das schmeckte nicht so wie in Japan, aber meine Gastfamilie hat „Gut“ gesagt, also war das kein Problem. Am dritten Tag sind wir auf dem Friedhof spazieren gegangen. Weil bei uns der Friedhof kein Platz für einen Spaziergang ist, finde ich das ein bisschen komisch, aber schön. Lustig ist, im Bad habe ich erstenmal die Toilette verstopft. Damals bin ich von Panik ergriffen worden. Ich habe überlegt, ob ich Bescheid sagen muss, zum Schluss habe ich zur Gastmutter gesagt, was passiert ist, und sie hat das Problem gelöst.

Am Ende des Septembers bin ich zur Oma von meiner Gastmutter gegangen. Da haben wir im Garten die Äpfel und Birne geerntet. Mein Gastbruder ist auf den Birnbaum geklettert und hat den Baum geschwungen. Dabei ist eine Birne auf meinen Kopf gefallen. Wir haben uns kaputt gelacht.

Unterschiede zwischen Deutschland und Japan

Zwischen meiner deutschen Schule und meiner japanischen Schule gibt es große Unterschiede. Mein erster Eindruck war, es gibt keine schlafenden Schüler. Alle sind ernst und melden sich viel. Ich habe mich gewundert, warum keiner schläft, warum alle wach sind?

Die anderen Unterschiede sind folgende. Deutsche Schüler reinigen die Schule nicht. Das finde ich toll, weil bei uns die Schüler selber putzen müssen. Die Schulen in Japan sind nicht so sauber weil sie nicht das Putzen ernst nehmen. Deutsche Schulen sind früher vorbei, und zwar ca. 3 Stunden. Das finde ich auch toll, weil in dieser Zeit die Schüler ihre Hausaufgabe machen können. Dann haben sie am Abend Zeit zum Fernsehen. Es gibt in meiner deutschen Schule keine Veränderung in den Klassen. Ich finde, das ist nicht so gut, weil die Schüler nicht so viele andre Leute kennen lernen können trotzdem sie in dieselbe Schule gehen.

Aktivitäten in der Freizeit

Das AFS Komitee in meiner Stadt hat bisher relativ viele Aktivitäten vorbereitet. Zum Beispiel eine Münsterreise, eine Berlinreise, eine Geburtstagsfeier, eine Weihnachtsfeier, und natürlich das Orientationcamp. In dieser Zeit habe ich ein malaysisches Mädchen und einen Jungen kennen gelernt. Die Beiden sind schon mit der Winteranreise gekommen. Weil das Mädchen auch in meiner Stadt gewohnt hat und in dieselbe Schule gegangen ist, haben wir sehr angefreundet.

Seitdem ich in Deutschland bin, habe ich viel Freizeit. Also habe ich neue Hobbys ausprobiert, und zwar Hockey und Klettern. Wegen der Erfahrungen habe ich den Sport gesucht, der selten ist und in Japan nicht so beliebt ist. Normalerweise kann ich nicht so gut Ballspiele spielen, aber ich habe eine Fähigkeit das Hockey zu spielen. Zwar ist mein Training mit Mädchen, da ich ein Anfänger bin, aber ich habe viel Spaß! Dies Training mit Mädchen ist passend für mich. Klettern macht auch Spaß. Ich gehe immer mit meinem Gastbruder, da Klettern sein Hobby ist. Und ein gemeinsames Hobby ist gut zur Kommunikation. Beide Hobbys sind für mich anstrengend, aber ich spiele sie gerne.

Basketballspiel angeschaut

Jetzt habe ich einige Deutsche Freunde. Ich habe mit ihnen ein Basketballspiel in dem mein Freund gespielt hat geguckt. Ich habe zum erstenmal das Basketballspiel nicht durch den Fernseher geguckt. Das hat mich begeistert und mir richtig gefallen. Natürlich hat die Mannschaft von meinem Freund gewonnen. Kurz vor Weihnachten haben mich meine Freunde eingeladen, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Aber das Problem war, es gab eine Mädchengruppe und eine Jungengruppe, beide haben mich an demselben Tag eingeladen. Ich habe entschieden, mit den Mädchen zu gehen, weil in Japan die Einladung vom Mädchen war, und das mich sehr gefreut hat. Deshalb habe ich die Jungegruppe ärgert. Die Entschuldingung war richtig schwierig, aber mein Freund hat irgendwie verstanden.

Der Weihnachtsmarkt war wirklich klasse! Ganz schöner und ganz großer als in Japan. An meinem Geburtstag habe ich erstenmal mit den Freunden gefeiert. Da waren ins Gesamt 13 Leute (x4Mädchen x4Junge Meingastfamilie). Schon schöner Groß. Im Tag habe ich zwei japanische Essen vorbereitet. Obwohl ich die Beiden zum ersten Mal gekocht habe, hatte ich mithilfe der meine Gastfamilie den Erfolg. Schmeckt Nhhh hat mein Gastvater gesagt. Nach dem Essen habe ich die Geschenke ausgepackt. Bisschen zu viel Kochbuch aber alle sind überlegten Sachen, und wunderbar. Danach haben wir die Spiele zu spielen versucht, und zwar Kakason. Aber die Mädchen hat meinen Gastbruder ärgert, weil sie seinen Erklärung nicht zugehört haben. Dann haben wir uns spontan in den kleinen Gruppen verteilt. Meine Gruppe hat mit der Karte MaoMao, 66 und Rummikub gespielt, andere Gruppe hat auch mit Karte gespielt, ein andere Gruppe hat ein Film geguckt. Das war’s. Ich habe gelernt, Mädchen und Junge umeinander Verstehen ist schwierig.

Im Februar werde ich mit meinen Freunden das Fußballspiel zu gucken ins Stadion gehen. Das freue ich mich schon!

Shigeyoshi aus Japan, 2008/09