Erfahrungsbericht AFS-Kurzzeitaustausch
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Ich hab mich sehr auf American Football gefreut

Niclas, USA, 2018, USA Privatschule

Bevor ich in den USA war, wusste ich nicht wirklich viel, außer was in den allgemeinen Medien berichtet wurde und aus dem Unterricht und somit nur einige wenige Sachen. Deshalb hatte ich keine großen Vorstellungen. Jedoch hatte ich mich sehr auf das American Football gefreut, Angst hatte ich keine. Jedoch war ich sehr nervös und hatte großen Respekt. Die Vorbereitungsveranstaltungen haben mir viel Spaß gebracht und ich habe mich mit Leuten unterhalten, die sich ein einer ähnlichen Situation befanden.

Meine Gastfamilie in den USA

Das erste Zusammentreffen mit meiner Gastfamilie war sehr aufregend und ich wusste erst mal nicht, wie ich mich verhalten sollte. Aber das Gefühl ging ganz schnell weg, weil ich mich verhalten kann, wie ich bin und meine Gastmutter, die mich am Flughafen abgeholt hatte, hat sich auch sehr auf mich gefreut und da wusste ich, dass die nächsten 12 Wochen eine super Zeit werden.
 
Meine zwei ukrainischen Gastschwestern (15&17) habe ich zwei Tage später getroffen und meinen Gastbruder (10) habe ich fünf Tage nach meiner Ankunft kennen gelernt, weil er erst dann aus den Ferien mit seiner Tante nach Hause kam.
Meine Gastfamilie war super nett und freundlich. Das hat mir das Einleben in den neuen Alltag mit Schule und Wochenende sehr leicht gemacht. An den Wochenenden musste ich Hausaufgaben machen, trotzdem war Zeit für kleine Ausflüge. Wir haben Familienangehörige besucht, einige Orte in der Umgebung und die Niagarafälle.

Mein Schulalltag in den USA

Eine große Umstellung war mein Schulalltag (in Deutschland fahre ich 10 Minuten mit dem Fahrrad zur Schule). Mein Schultag begann mit dem Aufstehen um 5:45 Uhr mit anschließenden Frühstück und Schulkleidung anziehen. Dann kam der Bus immer um ca. 6:40 Uhr immer vor die Haustür. Nach dem Umsteigen nach einer halben Stunde Busfahrt bin ich in den nächsten Bus gestiegen und ich musste weitere 45 Min. mit dem Bus fahren.
 
In der Schule habe ich als erstes meinen Schulrucksack in mein Locker gelegt und dann bin ich in den `Homeroom` gegangen. Dieser Raum war der Ort, wo wir die ersten 8 Min. jeden Tag verbracht haben. Dort haben wird dann gebetet und die Schulnachrichten geguckt. Ich war in einer katholischen Privatschule. Meine Stunden waren alle super und sogar relativ einfach für mich. Da man jeden Tag den gleichen Unterricht hat, konnte man schnell Kontakt mit den Lehrern und den Mitschülern aufnehmen.
 
Nach dem Unterricht bin ich dreimal pro Woche zum American Football Training gegangen, wo ich den Trainern und Spielern geholfen habe und selber viel gelernt habe und dadurch hatte ich einen sehr guten Kontakt zu allen Spielern der Schule und somit habe ich mich in der Schule gleich viel wohler gefühlt.
 
Meine Englischkenntnisse waren okay davor, aber als ich da war, haben mich viele Leute gefragt „woher ich so gut Englisch kann “, aber mit der Zeit wurde das Sprechen einfacher und ich habe mich sehr wohl gefühlt. Schlussendlich würde ich sagen, dass meine sprachlichen Kenntnisse auf jeden Fall gestiegen sind.