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Als ich hierher gekommen bin, ich war ein bisschen durcheinander und konnte fast nichts auf Deutsch sagen, aber meine Familie war sehr nett zu mir und hat mir mit allem geholfen. Die ersten zwei Monate haben wir auf Englisch miteinander gesprochen, obwohl ich konnte schon genug Deutsch verstehen.

Hier wohne ich mit Peter und Bettina (meine Eltern), Julia und Eva (meine Geschwister) und mit ein kleines Hündchen, Lotta. Unter uns wohnen unsere Großeltern und jedes zweite Wochenende kommen die Kinder von Peter (wir sind alle alt von 12 bis 17 Jahre, so wir haben viel Spaß zusammen). Meine Eltern haben mir gezeigt, was sind besondere Dinge hier in Deutschland und Julia hat mir geholfen in der Schule. Ich fühlte mich wie zuhause schon in der zweiten Woche.

Ich habe angefangen in der Schule deutsch zu sprechen

Dann ich fing an, jeden Tag mehr Deutsch zu sprechen und habe gefragt, wenn ich wusste etwas nicht. Alle Leute waren immer sehr nett zu mir und haben mir alles erklärt. Manche Schüler haben mit mir den Schulstoff auf Deutsch übersetzt und ich erinnere mich, wir haben wirklich viel gelacht, denn ich konnte nicht so gut ‚ö’, ‚ä’, oder ‚ü’ aussprechen. Dann, nach etwa drei Monaten, habe ich aufgehört, Englisch zu reden und versuchte, alles auf Deutsch zu sagen. Ich habe viel mehr mit Leute von der Schule geredet und habe neue Freunde gefunden. Ich versuchte so gut ich kann, in der Schule mitzumachen, deswegen habe ich fast alle Klausur geschrieben. Nur Deutsch und Biologie nicht. Sie haben mir gesagt, es sieht gut aus und dass sie denken, ich werde besser, wenn ich lerne mehr Vokabeln und Sätze. Das war sehr nett von ihnen, weil ich wusste, ich war nicht wirklich so gut.

Hier wurde ich schon zu vielen Feiern eingeladen, so ich weiß schon, wie die Deutschen Geburtstagspartys machen und ich finde es toll. Viele Leute kommen zusammen, um zu reden, zu lachen und viel Spaß zu haben. Genau wie ich es mag. Ich habe auch schon viele Photos gemacht. Meine Familie hat mich auch zum Oktoberfest gebracht und mir den Anfang vom Karneval gezeigt. Das war wirklich etwas Neues.

Weihnachtsmärkte und Schlittschuhlaufen

In der Weihnachtszeit sind wir zu vielen Weihnachtsmärkten gegangen mit meiner Familie und mit meinen Freunden von AFS. Wir waren so überrascht, wie groß die waren und wie viele Leute gab es. Es war sehr schön auf jeden Fall. Ich weiß noch, dass dieser Winter war etwas Besonderes für Phuong, David und Fetri. Sie haben das erste Mal Schnee gesehen. Wir waren oft Schlittenfahren und einmal in Bonn Schlittschuhlaufen. Irgendwann kurz nach Neujahr hatten manche von uns ein bisschen schwere Zeit wegen Heimweh oder nur komische Gefühle, wie bei mir und Francesca, und es war schön zu wissen, wir sind alle zusammen, dass wir immer haben jemanden zu sprechen über alles.

Sonst ich hatte noch keine Probleme hier, ich habe viele neue Sachen probiert und gesehen. Ich gehe Kickboxen und Badminton spielen mit meiner Schwester Julia. Das ist einfach toll. Freitags gehen wir irgendwo aus oder wir spielen Singstar mit den anderen Geschwistern und haben wirklich viel Spaß. Manchmal gehe ich mit meinen Geschwistern auch Basketball spielen. Jeden Tag gehe ich mit unserer Hündin Lotta spazieren, besonders, wenn draußen schönes Wetter ist. Es gibt auch ein Schwimmbad, eine Indoorhalle und einen Affen- und Vogelpark hier in der Nähe von uns. Ich war da mit meiner Familie auch. Normalerweise gehe ich mit Julia im Schwimmbad schwimmen. Ich mache viele verschiedene Sachen mit Julia, nicht nur mit ihr in die Schule gehen. Ich finde es sehr toll, dass ich mit meiner Familie kann über alles sprechen und dass alles hat so gut geklappt. Sie haben wirklich viel für mich gemacht und manchmal bin ich nicht sicher, was kann ich Besonderes für sie tun. Bald kommt mein Geburtstag und ich freue mich sehr auf diesen Tag, weil ich sie zum Essen einlade und weil wir haben entschieden, eine Party zu machen, denn ich werde 18. Alle sind sehr lustig und erfreut über das. Ich habe manche Freunde von der Schule eingeladen. Ein bisschen mehr als 30 und wir machen eine „Unterhosen-Gummistiefel-Party“. Denn als ich hierher gekommen bin, habe ich von dieser Themen-Party gehört und aus Scherz habe ich gesagt, ich muss es ausprobieren. Also jetzt habe ich eine Chance dafür. Und alle finden diese Idee sehr lustig und toll. Ich freue mich wirklich sehr darauf.

Urlaub mit meiner Familie

Ich bin schon ein paar Mal mit meiner Familie in Urlaub gefahren. Wir waren zusammen in Nürnberg und an der Nordsee. Es war wirklich etwas Besonderes, denn es war für mich das erste Mal. In Nürnberg haben wir zusammen ein Dokumentations-Zentrum besucht und waren bei Bettinas Familie. Es war sehr interessant und fröhlich. Am Abend waren wir im Schwimmbad und am Morgen sind wir spazieren gegangen. An der Nordsee war das Wetter sonnig und nicht zu windig, so wir waren den ganzen Tag draußen und ich habe viele Photos gemacht. Wir haben das Frühstück zusammen gegessen und dann sind wir an den Strand gegangen. Am Mittag haben wir eine Kaffeebar gefunden und uns gesetzt, um Cappuccino und Kakao zu trinken. Viele Leute waren draußen und haben in der Sonne Bier oder Kaffee getrunken und es genossen. Das war toll!

Ich habe viele neue Dinge hier erlebt, z. B. war ich beim Karneval. In Kroatien es gibt nicht so großen Karneval. Ich war sehr überrascht. Und manchmal gehe ich auch mit Julia ins „Cool“ tanzen, was neu für mich ist, denn Electro-Musik ist hier so bekannt und alle mögen es. Obwohl das ist nicht meine Lieblingsmusik, ich hatte viel Spaß.

Viele Sachen hier haben mich verändert

Es gibt viele Sachen, die mich hier verändert haben. Ich esse mit meiner Familie und ich gehe immer mit ihnen Einkaufen oder Freunde treffen. Wir machen viele Sachen zusammen und ich mag es. Ich mag diese Familie und ich bin sehr glücklich mit ihnen. Ich habe kein Heimweh, obwohl ich mich an Kroatien und meine Familie und Freunde genug erinnere. Ich habe guten Kontakt mit ihnen, so alles läuft sehr gut. Es gab keinen Moment, in welchem ich dachte, dieses Abenteuer war ein Fehler. Es ist etwas wirklich anderes, etwas Besonderes. Ich habe viele neue Freunde kennen gelernt, neue Situationen erlebt, viel gelernt (und lerne immer noch) und ich bin froh, dass ich hier bin.

Ich muss mich noch einmal entschuldigen wegen Verspätung, ich hoffe es ist nicht so schlimm. Ich wollte euch danken für geben mir diese Möglichkeit, etwas so Besonderes zu erleben. Ich grüße euch und wünsche viel Spaß!

Nina aus Tschechien, 2008/09