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Informationen für Einsatzstellen

Incoming-Freiwilligendienste für Ausländer in Deutschland

Egal ob Sie bereits Einsatzstelle sind oder zum ersten Mal Einsatzstelle werden wollen – AFS berät und begleitet Sie bei der Aufnahme von internationalen Freiwilligen. Ein Freiwilliger aus dem Ausland bereichert Ihre Einrichtung und Belegschaft auf vielfache Weise: Neue Denkweisen und Ideen bringen neue Einblicke.

 

AFS unterstützt junge Menschen dabei, sich für einen Freiwilligendienst in Deutschland zu bewerben. Der Incoming-Freiwilligendienst mit AFS ist eine Verbindung aus Lernen und Helfen: Das gemeinwohlorientierte Engagement in Ihrer Einsatzstelle, gemeinsames interkulturelles Lernen und die Persönlichkeitsentwicklung der Freiwilligen stehen für AFS im Mittelpunkt. Der Incoming-Freiwilligendienst ist ein Lerndienst für alle beteiligten Akteure. AFS unterstützt beide Seiten in diesem Prozess.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wenn Ihre Einrichtung Einsatzstelle für einen internationalen Freiwilligen werden möchte, freuen wir uns über Ihre Nachricht oder Ihren Anruf unter 040 399222-855.

Warum internationale Freiwillige?

Internationale Freiwillige bringen immer eine andere Sichtweise auf die Arbeit und das Leben in Ihrer Einsatzstelle mit und haben vielleicht zunächst ungewohnte, in jedem Fall aber neue und kreative Ideen und Vorschläge. Dadurch können Sie in Ihrer Einrichtung ein lebendiges Miteinander fördern. So können auch interessante Dialoge entstehen – zwischen Mitarbeitenden und Freiwilligen und auch zwischen Freiwilligen untereinander. Auch Ihre Klienten gewinnen möglicherweise neue Perspektiven und erleben ein Gefühl von internationaler Zusammengehörigkeit. Internationale Freiwillige sollten nicht Freiwillige aus Deutschland verdrängen. Alle verschiedenen Gruppen bringen unterschiedliche Hintergründe, Kompetenzen und Erfahrungen ein und ergänzen und bereichern sich somit. So können auch langfristige internationale Kontakte und Partnerschaften entstehen.

Warum engagiert sich AFS für internationale Freiwillige?

Incoming-Freiwilligendienste haben ausdrücklich immer einen Einfluss auf die Zivilgesellschaft sowohl im Heimatland des Freiwilligen als auch in Deutschland. Das soziale Umfeld der Freiwilligen setzt sich mit den Motiven und Erträgen des Freiwilligeneinsatzes auseinander. Zusätzlich werden der interkulturelle Dialog und das Zusammengehörigkeitsgefühl im globalen Zeitalter gefördert. Im Verständnis von AFS kann eine friedlichere Welt langfristig nur durch interkulturellen Austausch und das Verständnis für andere Kulturen gefördert werden.

Welche Aufgaben kann der Freiwillige übernehmen?

Der Bundesfreiwilligendienst wird als überwiegend praktische Hilfstätigkeit verstanden. Neben den oben genannten übergeordneten Zielen, gehört natürlich zum Programm, dass der Freiwillige ganz konkrete Tätigkeiten in Ihrer Einrichtung übernimmt. Sowohl bei den täglich zu erledigenden Aufgaben als auch bei zeitlich begrenzten Projekten wird er oder sie gerne mitarbeiten. Möglich ist zum Beispiel auch ein eigenes Projekt, an dem der Freiwillige während seines Einsatzes in Eigenverantwortung arbeiten kann.

Mit welcher Zentralstelle arbeitet AFS zusammen?

AFS begleitet junge Menschen, die sich für einen Freiwilligendienst in Deutschland zu bewerben. Dabei arbeiten wir sowohl mit Einsatzstellen zusammen, die bereits eine langjährige Partnerschaft mit einer Zentralstelle pflegen, als auch mit Einsatzstellen, die sich noch keiner Zentralstelle angeschlossen haben. Wir unterstützen Sie dabei, (auch weiterhin) mit der Zentralstelle Ihrer Wahl zusammenzuarbeiten. AFS bietet allen Einsatzstellen an, sich (zusätzlich) bei der AFS-Zentralstelle zu registrieren, dem Arbeitskreis Lernen und Helfen Übersee (AKLHÜ). Der AKLHÜ verfolgt das Ziel im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes die Teilnahme von Freiwilligen aus dem Ausland zu fördern und die Bedingungen für ihren Dienst qualitativ zu verbessern. Der AKLHÜ versteht sich dabei auch als politische Interessenvertretung im BFD in Bezug auf Incoming-Freiwilligendienste.

Bundesfreiwilligendienst

Wir empfangen unsere Freiwilligen im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD). Ist Ihre Einrichtung bereits anerkannte Einsatzstelle, ändert sich für Sie in der Abwicklung nichts: Ein Freiwilliger aus dem Ausland wird genau so behandelt wie ein deutscher Freiwilliger. Wenn Ihre Einrichtung bisher noch nicht als Einsatzstelle anerkannt ist, beraten wir Sie gern im Anerkennungsprozess und bei administrativen Fragen. Auch bereits im FSJ anerkannte Einsatzstellen müssen sich erneut im BFD als Einsatzstelle anerkennen lassen. Für die Anerkennung als BFD-Einsatzstelle entstehen Ihnen keine Kosten.

Weltwärts Süd-Nord: Was ist das?

Seit 2014 vergibt das Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Teilstipendien: Internationale Freiwillige aus dem Globalen Süden können durch diese finanzielle Unterstützung einen Freiwilligendienst mit entwicklungspolitischem Schwerpunkt in Deutschland leisten. So wird der Austausch zwischen Partnern des Globalen Südens und des Globalen Nordens intensiviert und die Vernetzung aller Freiwilligen gefördert.

AFS-Rahmenprogramm in Deutschland

AFS begleitet die Freiwilligen mit einem spezifischen Seminarkonzept für internationale Freiwillige. Zusätzlich bieten wir ein AFS-Rahmenprogramm an. Nach Anreise findet ein mehrwöchiges AFS On Arrival Camp in Hamburg statt: Sprachkurs, Interkulturelles Training, Vorbereitung auf die Arbeit in deutschen Einsatzstellen, Betreuung durch ehrenamtliche AFS-Mentoren und ein gemeinsames „Ankommen“ in Deutschland. Während des Freiwilligendienstes unterstützen wir die Teilnehmenden durch persönliche AFS-Mentoren, die regelmäßig in Kontakt mit ihren Mentees stehen und sich um die soziale Einbindung der Freiwilligen bemühen.

 

Nach sechs Monaten findet das AFS Midstay Camp statt, bei dem die Freiwilligen reflektieren was sie bisher erreicht haben, und was sie noch erreichen wollen. Zu Weihnachten, Silvester und Ostern werden die Freiwilligen von ehrenamtlichen AFS-Gastfamilien eingeladen, die Feiertage gemeinsam mit einer deutschen Familie zu erleben. Zum Ende des 12-monatigen Bundesfreiwilligendienstes organisieren wir ein AFS End of Stay Camp, bei dem alle Freiwilligen noch einmal zusammenkommen und ihr vergangenes Jahr reflektieren. Neben dem Blick zurück, begleiten wir die Teilnehmenden auch bei der Frage, wie es nach ihrer Ankunft im Heimatland weitergehen könnte. Auch die Einsatzstellen begleiten wir bei dieser Erfahrung: Sie sind herzlich eingeladen sich bei einem AFS-Netzwerktreffen mit andern Einsatzstellen auszutauschen. Bei diesem Treffen bieten wir allen Interessierten ein interkulturelles Training an.

Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung

Der Bundesfreiwilligendienst ist als freiwilliges Engagement ein unentgeltlicher (Lern-) Dienst. Die Auszahlung eines Taschengelds und das Stellen von Unterkunft und Verpflegung ist somit eine Form der Wertschätzung für das geleistete Engagement. Einsatzstellen, die keine Unterkunft und Verpflegung bereitstellen können (d.h. in Form von Sachbezugsleistungen), bitten wir eine monatliche Pauschale i.H.v. 223 Euro für Essen und ca. 300 Euro für eine Unterkunft an den Freiwilligen auszuschütten. Um den Freiwilligen in ihrer Freizeit eine Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen und Mobilität zu ermöglichen, empfehlen wir eine Taschengeldzahlung von monatlich 200 Euro oder mehr.

Leistungen von AFS
  • Unterstützung und Beratung der Einsatzstelle zu allen Besonderheiten bei der Aufnahme eines internationalen Freiwilligen
  • Ganzjährige Betreuung der Freiwilligen durch AFS Mentoren
  • AFS Weihnachts- und Ostergastfamilien, Silvestereinladung und Ferienangebote
  • Sprachunterricht
  • Interkulturelle Begleitseminare zur Vorbereitung auf die Arbeit in einer deutschen Einsatzstelle
  • Einbindung der Freiwilligen in ein Netzwerk von gleichaltrigen AFS Ehrenamtlichen
  • Ggf. Administration des Freiwilligendienstes als Zentralstelle
  • Organisation der internationalen Anreise
  • Kontakt zur Entsendeorganisation des Freiwilligen im Heimatland
  • Vorauswahl der Freiwilligen und Vermittlung an die Einsatzstelle
  • Unterstützung bei der Visumsbeantragung
  • 24h Notfallbereitschaft