Der vielfach ausgezeichnete Filmemacher und AFS-Kurator ist nach langer Krankheit am 28.11.2025 mit nur 57 Jahren verstorben.

AFS trauert um Arne Birkenstock - Portraitfoto

Arne Birkenstock war nicht nur ein herausragender Regisseur, Autor und Produzent, sondern auch ein engagierter Weltbürger, der sich für interkulturelle Begegnungen stark gemacht hat. Seit seinem Austauschjahr in Kansas, USA, 1984/85 war er Mitglied von AFS. Bereits 2012 wurde er gemeinsam mit unter anderen Bela Anda, Axel Schmidt und Jan Pörksen in das Kuratorium von AFS berufen.
Auf die Frage, wie ihn sein Austauschjahr geprägt hat, antwortete Arne Birkenstock einmal es wäre „diese Neugier und Lust auf Reisen, nicht im touristischen Sinne, sondern auf Erleben von Alltag in anderen Welten, anderen Kulturen“, die er aus dem Jahr in sein Leben mitgenommen hätte.

Als Dokumentarfilmer und Produzent hat er dann auch andere mit auf diese Reisen genommen, ihnen tiefe Einblicke in ganz andere, fremde Welten ermöglicht. Arne verstand es, Menschen miteinander zu verbinden – ob in der Filmszene, im Kölner Karneval oder in internationalen Netzwerken.
Als Mitglied des Kuratoriums hat er AFS über viele Jahre mit klarem Blick, Empathie und Leidenschaft begleitet, pointiert mit uns diskutiert und kritisch nachgefragt. Noch im Mai hatte er ein letztes Mal an einer Sitzung Teil genommen, leider nur noch digital zugeschaltet.

Sein Einsatz für den Dialog zwischen Kulturen spiegelte sich auch in seinem künstlerischen Schaffen wider: Filme wie Chandani und ihr Elefant oder Sound of Heimat zeugen von seiner Liebe zur Vielfalt und seinem Gespür für Geschichten, die Brücken bauen.

Wir verlieren einen Freund, einen kreativen Geist und einen Fürsprecher für das, was uns verbindet: die Offenheit für andere Lebenswelten. Arne hinterlässt Spuren – in der Filmwelt, in unserer Organisation und in den Herzen vieler Menschen. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie. Wir werden ihn sehr vermissen.

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