Freiwilligendienst in Chile
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Freiwilligendienst in Chile

Du interessierst dich für einen Freiwilligendienst in Chile? Auf dieser Seite erhältst du alle nötigen Informationen, um gemeinsam mit AFS einen Freiwilligendienst in Chile zu machen.

Mit einem Freiwilligendienst in Chile kannst du dich in den Bereichen Bildung, Politik & Gesellschaft, Soziales und Umwelt engagieren.

Voraussetzungen und Einsatzfelder für einen Freiwilligendienst in Chile

Für einen Freiwilligendienst in Chile solltest du über gute Spanischkenntnisse verfügen. Die Arbeitssprache in den meisten Projekten ist Spanisch. Die Bereitschaft, Spanisch zu lernen, ist daher sehr wichtig.

  

Die Unterbringung findet in der Regel in Gastfamilien statt.

Mögliche Einsatzfelder

Bildung, Politik & Gesellschaft, Soziales und Umwelt.

Länderinfo Chile

Chile gilt mit seiner Nord-Süd-Ausdehnung von über 4.000 Kilometern als das längste Land der Welt.  Durch dieses ganz im Westen Lateinamerikas gelegene Land schlängeln sich die Anden mit ihren beeindruckenden und schneebedeckten Bergen hindurch. Vorbei an der Atacamawüste, Flüssen und großen Seen. In diesem nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell sehr vielfältigen Land kannst du einen ganz besonderen Freiwilligendienst mit AFS erleben.

  

In Chile wird Spanisch gesprochen. Es gibt einige kleine Unterschiede im Vergleich zur europäischen Variante. So tauchen hin und wieder auch Wörter aus indigenen Sprachen wie dem Aymara oder dem Quechua auf. Spanisch ist auch die Sprache in unseren Gastfamilien und Projekten. Es wäre daher gut, wenn du schon Grundkenntnisse im Spanischen mitbringst. Mit der Zeit im Land kannst du diese dann weiter vertiefen und verbessern. Die meisten unserer Freiwilligen können sich bereits nach drei bis vier Monaten gut auf Spanisch verständigen und auch längere Gespräche führen.

  

Die Projekte in Chile sind vor allem im Bildungsbereich angesiedelt. Es gibt aber auch Einsatzstellen, die einen kulturellen oder gesellschaftlichen Bezug haben. Die Projekte sind über das gesamte Land verteilt. Einige davon befinden sich in der Hauptstadt Santiago de Chile, doch auch im Norden und Süden des Landes gibt es Einsatzstellen. Da das Land aufgrund seiner Länge in drei verschiedenen Klimazonen liegt, ist es nicht möglich, generelle Aussagen über die klimatischen Bedingungen in den Einsatzstellen zu treffen.

 

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf gehört Chile zu den reichsten Ländern Lateinamerikas. Es hat aber auch einen der schlechtesten Ginikoeffizienten, weshalb die Schere zwischen Arm und Reich besonders groß ist. Dies kann auch Auswirkungen auf deinen Freiwilligendienst haben. So ist es durchaus möglich, dass du eine wohlhabende Gastfamilie hast und für dein Projekt in den sogenannten Campamentos, den Armenvierteln Chiles, arbeitest. Dann lernst du, selbst in diesem Spannungsfeld zu leben.

  

Chile ist bekannt für seine Gastfreundschaft. So werden auch eher lose Bekannte gern zu sich nach Hause eingeladen. Dir bietet das die große Chance, in deinem Freiwilligendienst viele neue Menschen kennenzulernen und dich so besonders schnell einzuleben.

Platzierungen

Freiwilligendienst-Einsätze in Chile sind nur mit dem weltwärts-Programm und ausschließlich in der Sommerausreise möglich.

Leistungen

Für die Leistungen im weltwärts-Programm beachte bitte die entsprechende Programmseite.  

Termine & Bewerbung & Preise

Die Plätze für einen Freiwilligendienst in Chile sind sehr beliebt und begrenzt. Je früher du dich bewirbst, desto besser sind deine Chancen auf eine Platzierung in Chile.

 

Für das weltwärts-Programm (11 Monate) gibt es gesonderte Bewerbungsfristen, die du beachten musst.

  

Bewerbungsfristen: Für die Abreise im Sommer läuft die erste Bewerbungsphase vom 1. bis 30. September. Bis zum 31. Januar kann man sich auf eventuell noch offene Plätze bewerben.

 

Bewerbungen sind ausschließlich online über unser Bewerbungsformular möglich.

Beispiel-Projekte in Chile

Beispiel-Projekte dienen dazu, Interessierten einen Einblick in mögliche Aufgaben vor Ort zu geben. Platzierungen finden grundsätzlich nach Verfügbarkeit und Eignung statt. AFS fördert die interkulturelle Lernerfahrung. Dazu gehört auch, dass sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht auf Projekte, sondern grundsätzlich für ein Land und die Begegnung mit Menschen in diesem Land entscheiden.

 

Arbeit in den Campamentos

Campamentos werden in Chile die Armenviertel genannt. Die lateinamerikanische Organisation Techo, mit der wir zusammenarbeiten, unterstützt die Menschen in diesen Gebieten. Ursprünglich kümmerte sich Techo lediglich um die Verbesserung der Infrastruktur. Mittlerweile wird in vielen Projekten mit den Bewohnern der Campamentos zusammengearbeitet. So gibt es Englischunterricht, Hausaufgabenbetreuung für die Kinder oder auch gemeinsame Museumsbesuche.

  

In deinem Freiwilligendienst begleitest du anfangs erfahrene, lokale Mitarbeiter um die Abläufe in der Organisation kennenzulernen. Dies gibt dir zudem die Möglichkeit dein Spanisch noch etwas zu verbessern. Später wirst du dann aktiv Projekte begleiten und auch selbst initiieren. So haben bereits Freiwillige ein Puppentheater organisiert, welches sie dann gemeinsam mit Kindern aus den Campamentos aufgeführt haben.

 

Bei der Arbeit in Techo ist viel Eigenständigkeit gefragt, da sich Freiwillige selbst in die verschiedenen Aktivitäten einbringen.

  

Arbeit im Kindergarten

Bei dem Projekt im Kindergarten unterstützt du vor allem die Betreuerinnen und Betreuer bei ihrer Arbeit. Neben Bastelübungen gehört dazu unter anderem auch, den Kinder bei den täglichen Mahlzeiten zu helfen. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit bauen die meisten Freiwilligen ein besseres Verhältnis zu den Kindern auf und dann gelingt auch die Essensausgabe ohne Probleme.

 

Arbeiten im Seniorenheim

Bei der Arbeit im Seniorenheim hilfst du unter anderem bei der Vorbereitung der verschiedenen Mahlzeiten. Zudem hast du die Möglichkeit, leckere Kuchen zu backen. Natürlich wirst du auch viel direkten Austausch mit den Seniorinnen und Senioren haben. Dabei kümmerst du dich darum, die motorischen Fähigkeiten der über 60-Jährigen zu fördern und das Gedächtnis zu beanspruchen. Dies kannst du gut mit kleineren Rechen- und Denkspielen machen. Dabei gilt es zu beachten, dass viele ältere Menschen Analphabeten sind. Somit ist bei den Spielen auch ein wenig deine Kreativität gefragt.

Unterkunft in einer Gastfamilie oder im Projekt

Die Unterbringung von Freiwilligen in Chile erfolgt in der Regel in Gastfamilien. In einigen Fällen kann die Unterbringung auch direkt im Projekt erfolgen. Das hängt von der endgültigen Platzierung und den Kapazitäten vor Ort ab.

 

So verschieden Chile landschaftlich und kulturell ist, so verschieden sind auch unsere Gastfamilien. Es gibt Großfamilien, die mit einer Vielzahl von Tieren auf einem Bauernhof leben, aber auch Alleinstehende, die Freiwillige aufnehmen. Auch die Freizeitgestaltung in den jeweiligen Familien ist sehr verschieden. Während einige viele Ausflüge unternehmen und oft an großen Familienfesten teilnehmen, verbringen andere ihre Tage hauptsächlich vor dem Fernseher. Allerdings entstehen auch dabei häufig interessante Gespräche, die dich deiner Gastkultur näher bringen.

 

Ein wichtiger Aspekt im Zusammenleben mit chilenischen Gastfamilien ist auch, dass Konflikte oftmals nicht direkt angesprochen werden. Dies ist anfangs wahrscheinlich etwas ungewohnt für dich. Die meisten Freiwilligen gewöhnen sich aber mit der Zeit daran.

 

Bitte beachte, dass nicht alle Gastfamilien in Chile Englisch sprechen. Dies macht die Eingewöhnung für dich vielleicht etwas schwieriger. Aber dafür hast du die Möglichkeit, noch schneller Spanisch zu lernen.

Das sagen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer

(Lynn, weltwärts) "Ich habe während meines Aufenthaltes in Chile so viele schöne Dinge erlebt und tolle Menschen kennengelernt, die mein Jahr dort perfekt gemacht haben. Es war nicht perfekt, weil ich keine Probleme oder schwierige Zeiten hatte, im Gegenteil. Es war perfekt, weil ich unglaublich viel gelernt habe, über mich, aber auch über Andere. Ich möchte mich bei jedem bedanken, der mir dieses Jahr ermöglicht hat und außerdem allen Mut und Kraft wünschen, denen diese Zeit noch bevorsteht. Genießt sie, esst alles, was euch an „typischem Essen“ in die Finger kommt und nehmt alles an Erfahrungen mit, was geht. Die Guten und die Schlechten. Ihr werdet für beide unglaublich dankbar sein. Abschließend möchte ich meinen speziellen Dank an AFS richten, für die tolle Vor- und Nachbereitung und dafür, dass auch ich jetzt ein Teil der großen AFS-Familie sein darf!"

 

(Lara, weltwärts) "Für mich ist dieses Jahr ein sehr, sehr schönes gewesen. Ich habe viele neue Freund*innen gefunden, die ich hoffentlich bald, falls die finanzielle Not es zulässt, besuchen werde. Spanisch ist eine Sprache die mir sehr gut gefällt, und mit welcher ich mich nun auch in meinem Studium auseinandersetzen werde unter dem Aspekt der romanischen bzw. spanischen Sprachwissenschaft. Ich habe viel dazu gelernt, viel gesehen und erfahren."