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FSJ: Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland mit AFS?

Vor einigen Jahren haben sich die Förderrichtlinien für ein FSJ im Ausland verändert. Entsendeorganisationen ist es nur noch unter bestimmten Sondervoraussetzungen erlaubt, ein echtes FSJ im Ausland anzubieten. Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ausland mit AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ist deshalb nicht mehr möglich. AFS und andere Entsendeorganisationen bieten daher Alternativen an. Interessierte sollten jedoch genauer hinschauen, welches Angebot ihnen durch Entsendeorganisationen gemacht wird.

Internationaler Jugendfreiwilligendienst mit AFS als Alternative zum FSJ

AFS bietet als Alternative zum FSJ im Ausland die Möglichkeit für einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD) im Ausland an. Der IJFD wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) anteilig gefördert. Die Kosten für z.B. Unterkunft, Verpflegung, Versicherung, Reise, Taschengeld (100 Euro pro Monat), Verwaltung, die Teilnahme an Begleitseminaren, und die Qualifizierung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden anteilig durch diese Förderung gedeckt. AFS wünscht sich, um seine eigenen Kosten decken zu können, den solidarischen Aufbau eines Förderkreises. Dies ist jedoch keine Voraussetzung für eine Teilnahme am IJFD.

IJFD: Die Alternative zum Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ)

AFS möchte vielen Interessierten die Möglichkeit geben, sich mit einem Freiwilligendienst im Ausland persönlich zu entwickeln und Erfahrungen zu sammeln. Ein IJFD mit AFS ist eine gute Möglichkeit, um sich selbst einer Herausforderung zu stellen, in einem Gap-Year etwas Sinnvolles für sich und für andere zu tun und sich Kenntnisse und Fähigkeiten anzueignen, die man nur durch eine Austauscherfahrung in einem interkulturellen Lernumfeld erlangen kann.

Wer ein FSJ im Ausland machen möchte, sollte die Alternative mit AFS berücksichtigen. Als eine ehrenamtlich basierte Entsendeorganisation setzen wir uns für die Völkerverständigung und den interkulturellen Austausch ein. Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren von unserer Erfahrung, unserem großen weltweiten Netzwerk und engagierten Ehrenamtlichen. Wir betreuen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor, während und nach dem Freiwilligendienst im Ausland.

Weitere Details, Informationen und Voraussetzungen für einen IJFD mit AFS findet man auf dieser Seite: www.afs.de/ijfd.html

Freiwilligendienst oder FSJ im Ausland – gerade mit einem Migrationshintergrund sinnvoll!

Eine Auslandserfahrung in einem Freiwilligendienst oder einem FSJ prägt ein Leben lang. Es fördert die persönliche Entwicklung, stärkt das Selbstbewusstsein und macht einen bereit für anspruchsvolle Aufgaben. Gerade der interkulturelle Austausch und das interkulturelle Lernen prägen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer Vita. Doch Analysen vom Background der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigen, dass sich hier gerade Personen mit Migrationshintergrund zu wenig wiederfinden. Dies lässt sich auch bei den einzelnen Entsendeorganisationen feststellen. Dort wird zwar nicht explizit bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach einem Migrationshintergrund unterschieden, doch die Untersuchungen von unabhängigen Stellen, wie der UZ Bonn, zeigen ein starkes Ungleichgewicht. Dabei eignen sich Freiwilligendienste oder FSJ oft für diese Zielgruppe. Sie sind aber schlichtweg in den einzelnen Communities meist unbekannt.

Wer beispielsweise ein Abitur gemacht hat und noch nicht genau weiß, wie er sein GAP Year verbringen soll, kann mit geförderten Programmen ins Ausland reisen. Freiwilligendienste bieten sich aber auch für Personen an, die beispielsweise ihre Ausbildung oder das Studium fertig gemacht haben, aber nicht sofort in die Arbeitswelt hinaus wollen. Es eignet sich ideal für Personen, die eine fremde Kultur, eine neue Sprache oder einfach sozial etwas bewegen möchten.

Machs wie Felix und gehe weltwärts mit AFS - Freiwilligendienst (FSJ) in Indien

Vielfältige AFS-Angebote in den Freiwilligendiensten für Menschen mit Migrationshintergrund

Den Interessierten stehen dabei vielfältige Angebote offen. So gibt es beispielsweise das entwicklungspolitisch verortete und geförderte Programm weltwärts vom Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). weltwärts wird in diesem Jahr bereits zehn Jahre alt, doch Gespräche mit Migrantischen Selbstorganisationen (MSO) zeigen, die Angebote sind weitestgehend unbekannt. Dabei haben gerade Personen mit einem Migrationshintergrund beste Chancen auf eine Auslandserfahrung.

weltwärts richtet sich an Personen zwischen 18 und 28 Jahren, mit Abitur oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Wer am weltwärts-Programm teilnimmt, kann sich sinnvoll in verschiedensten Projekten aus dem entwicklungspolitischen Bereich einbringen. Das Programm selbst kostet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nichts. Es ist nur erwünscht, dass man solidarisch für einen Förderkreis in seinem eigenen Umfeld für das Programm, den eigenen Einsatz und die Entsendeorganisation wirbt. Die Teilnahme am Programm selbst, hängt jedoch hiervon nicht ab. Details zu weltwärts mit AFS: www.afs.de/weltwaerts

Eine weitere Möglichkeit für einen Freiwilligendienst im Ausland ist der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD). Auch dieses Programm wird gefördert und kostet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nichts. Die Platzierung von Freiwilligen erfolgt in gemeinnützigen, sozialen oder (inter-)kulturellen Projekten. Sie müssen zwischen 18 und 26 Jahre alt sein. Auch hier werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu aufgerufen für einen Förderkreis zu werben. Je nach Entsendeorganisation gibt es außerdem Einschränkungen in der Projektwahl. Doch ein Engagement in einem solchen Projekt lohnt sich. Informationen zum IJFD gibt es auf der Seite: www.afs.de/ijfd

FSJ im Ausland oder FSJ für Ausländer - Mach es wie Marie und gehe nach Panama

FSJ im Ausland oder FSJ für Ausländer? Genau hinschauen!

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Angebote von verschiedenen Entsendeorganisationen, die sowohl in der Dauer als auch in den Möglichkeiten flexibel sind. Ein bekanntes Stichwort lautet „FSJ im Ausland“ oder „FSJ für Ausländer“ mit dem viele Interessierte letztlich nur angelockt werden. Fakt ist: Die Förderrichtlinien für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Ausland haben sich geändert. Aktuell ist es nur noch selten möglich ein echtes FSJ im Ausland zu machen. Die Alternativen hierzu sind weltwärts und IJFD. Anbieter versuchen vor allem sog. „work & travel“ Angebote anzupreisen. Doch hier ist Vorsicht geboten, da diese Programme zwar einen Auslandseinsatz versprechen, jedoch in vielen Fällen keinen entwicklungspolitischen oder gemeinnützigen Ansatz verfolgen.

Interessierte sollten sich vor allem anschauen, wie das Angebot, dass ihnen gemacht wird, genau gestaltet ist, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Ein Hinweis auf seriöse Anbieter sind Qualitätssiegel wie das QUIFD oder die klassische Gemeinnützigkeit. Beispielsweise zeichnet eine gute Organisation aus, dass man eine rundum-Betreuung und auch Notfall-Versorgung bekommt. In klassischen Freiwilligendiensten sind außerdem Versicherungen und auch die Fortzahlung von Kindergeld geregelt. Gute Organisationen fördern außerdem die Vielfalt ihrer Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das kann auch bedeuten, dass es Stipendien für Personen gibt, die gerade junge Menschen aus finanziell schwächeren Familien fördern. Übrigens: All dies bietet AFS an!

Insgesamt zeigt sich jedoch, dass das Spektrum an Anbietern ziemlich groß ist. Es gibt Organisationen, die nur in einem kleineren Rahmen entsenden, es gibt aber auch Organisationen, die in einem großen Rahmen Freiwillige ins Ausland entsenden. Hier hat man immer die Qual der Wahl. Und dennoch: Wer einmal ins Ausland gehen will und fern von touristischem Abenteuer etwas Sinnvolles tun möchte, der sollte die vorgestellten Möglichkeiten in Betracht ziehen.